19 mit Uranerzkonzentrat beladenen Behälter sind mal quer durchs Land Unterwegs. Das Uran wurde wie üblich in Hamburg am Süd West Terminal von C. Steinweg umgeschlagen und gestern abend (Montag) gegen 16 Uhr auf die Reise geschickt. Der Zug wurde heute Nachmittag am Güterbhanhof Hagen gesichtet, mit der üblichen explosiven Beiladung (hier war es Propan). der zug wird morgen von Köln nach Frankreich über Bonn, Koblenz und Trier weiter fahren. Er dürfte die Uranfabrik in Narbonne Malvési am Freitag erreichen. 

Beteiligt euch an den Aktionen ab dem 12. September!

Gut unterrichteten kreise zu Folge zeigt die Protstschreiben-Aktion gegen die Atomumschlagfirma C. Steinweg erste Wirkung, beteiligt euch also fleißig weiter!!!

Und am kommenden Freitag freuen sich die Angeklagten im Prozess um die Blockade eines Uranzuges 2012 in Steinfurt bei Münster um Unterstützung im Gerichtssaal! In diesem Prozess unterstütze ich einen Angeklagten als Verteidigerin. Wer es aktivistischer angehen will sollte zum Klimacamp kommen! Am Wochenende ist Ende Gelände! Kohle- und Atomkraft Stilllegen!

Das internationale antikapitalistische Antiatom-Camp in Bure letzte Woche war spannend. In den kommenden Wochen und Monate werde hier im Blog aber auch in der Zeitschrift GWR Artikel veröffentlicht. In Planung ist auch ein Radiofeature für das freie Radio. Auch wenn die Teilgenehmigung von CIGEO (Atommüllendlager) durch das französische Verfassungsgericht kassiert worden ist (Tenor: Thema Verfhelt, Endlager hat in "Wachstumsgesetz niX zu suchen), bleibt viel zu tun um den Widerstand gut aufzustellen. Die Regierung will schon Anfang 2016 ein Ersatzgesetz für die durch das Verfassungsgericht kassierten Artikel verabschieden und die Bauarbeiten rum um das Endlagerprojket sind bereits Zugange: Der Wald wird abgeholzt -20% der Walfläche in Lothringen soll dem CIGEO und Sydiese-Projektgeopfert werden! Straßen werden ausgebaut und der Baubeginn für die zukünftige CASTOR-Bahn ist für Anfang 2016 vorgesehen!

AktivistInnen haben den Verantwortlichen vermittelt, was sie davon halten:

In der Nacht vom 7.  auf den 8. wurde Scheiße aus dem Kompostklo vom Antiatomcamp vor der Präfektur entladen. Der Prefekt wird von der Regierung in Paris ernannt und sorgt für die Umsetzung der Entscheidungen von Oben vor Ort. Er hat mehr MAcht als alle anderen Berhörden vor Ort.  An der Wand des Gebäudes wurde die Parole" « AREVA, REPREND TA MERDE » und « NUCLEAIRE = POUBELLE ETERNELLE ». gemalt (AREVA nimm deine Scheiße zurück, Atomkraft = Atomklo für immer)

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde dann einem Verantwortlichen der ANDRA ein Denkzettel verpasst: Emmanuel Hance hat ebenfall Scheiße vor seiner Haustür erhalten sowie einen grünen Anstrich seiner Fassade, in Anspielung auf das Greenwashing, das er so gerne betreibt.  Enmmanuel Hance kümmert sich für die Andra um den Kauf und Tausch von Grundsücken. Sein jüngster Erfolg ist der Tausch von Waldstücken in Mandres an Barrois. Er setzt sich so stark für CIGEO ein, dass er selbst innerhalb der ANDRA eine umstrittene Person ist.

Auf dem Camp gab es zahlreiche spannende Workshops, ich habe dabei gedolmetscht, eine anstrengende aber ebenfalls spannende Arbeit. Wir haben einen Kletterkurs angeboten, der wegen der hohen Nachfrage wiederholt wurde. Eine kleine Gruppe zog im Anschluss durch die Dörfer mit Bannern. hier ist ein kurzer Bericht, der in der Camp-Gazette erschienen ist:

Anti-Atom-Fahne an Atomlobby-Laterne gehisst - Buergermeister sieht rot

Am Mittwoch nachmittag  gab es ein transnationales Live-Klettertraining der besonderen Art. 

Erste Station war bei der Mahnwache in Mandres. Dort wurde eine Fahne (Atomkraft – Nein Danke) an einer der neuen roten Laternen gehisst. Die Laternen wurden offensichtlich aus dem fuer die Pojekte der ANDRA vorgesehenen Bestechungsgeld bezahlt, deswegen erschienen diese sehr geeignet. Das bestaetigte sich als der Buergemeister des Dorfes erbost erschien, woraufhin die immer wieder vorbeifahrende Gendarmerie anhielt. Auf den Kommentar der Aktivist*innen: Ach Sie sind der, der den Wald mit der ANDRA getauscht hat, wurde er nicht entspannter. Seine Frau und die Gendarmerie mussten ihn davon abhalten, handgreiflich zu werden. 

Der Buergermeister forderte, die Fahne sofort wieder abzuhaengen, schliesslich waeren das seine Laternen und kommunales Eigentum. Er wuerde ja alles tolerieren, die Mahnwache und das Camp, aber die Laternen, das ginge zu weit.  

Die Gendarmerie sah das offensichtlich anders oder hatte auf die Diskussion mit dem Buergemeister keine Lust, zog ab und liess nur einen Kontaktbeamten zurueck. Diesem war Sonne und Meer wichtiger als Atommuell.

Nach laengerer Diskussion ging es schliesslich weiter nach Bonnet. Dort wurde ein grossess Banner an der Ortseinfahrt zwischen zwei Baeumen aufgehangen (Dansons la lutte – ca decolle). Am Donnerstag freuten sich die Menschen bei der dort stattfindenden Veranstaltung darüber.

Die ANDRA spendete das Licht fuer das letzte Transparent, welches schon in der Daemmerung direkt ueber der Einfahrt des Labors zwischen zwei Laternen befestigt wurde. 

Auf dem Rückweg konnte festgestellt werden, dass die Fahne inzwischen – vermutliche durch den Bürgermeister selbst – abgehaengt worden war.

Alle Aktivist*innen die dabei waren, konnten klettern ueben und politische Botschaften hinterlassen.