Morgen um 9 Uhr geht es mit der Verhnemung von einem "hohen Tier" (kein Plüschtier!) der Firma Wolff und Müller weiter - tja, das ganze Verfahren gibt es eigentlich nur weil die Firma Strafanzeige erstattet hat und der Meinung ist, dass Profit und Besitztum über Umwelt und Freiheit Vorrang haben. Ein Ende des Prozesses ist noch bicht in Sicht, es wird in die Verlängerung gehen (es sei dem... die Wolf und Müller oder die Staatsanwaltschaft kämen zur Vernunft und würden die Anzeige zurück ziehen).

Hallo geht´s noch?! Plüschtiere sind Wurfgeschosse, AktivistInnen hängen sich am Bagger auf, Karabiner doch eine Waffe?

Kurzer Bericht über den zweiten Verhandlungstag vom Baggerprozess vor dem Landgericht: u.a. wurden folgende Fragen mehr oder weniger befriedigend behandelt: Eigentumsverhältnisse der Flächen rundum den Bagger, Nutzungsrecht, Hausrecht am 30.08.2010 und wer hatte das Recht Strafantrag zu stellen. Und wem gehörte eigentlich der Bagger?

Kurz und Korn ging es weiter. Polizeibeamter Korn: "Das kann ich Ihnen jetzt nicht sagen, ich war nicht vor Ort," und Kurz, eine unbekannte Polizeibeamtin, anscheinend ein Synonym für Zuverlässigkeit.

Dann wird ein illegal mitgeführtes Plüschtier im Sitzungssaal entdeckt. Cécile stellt den Antrag, die Sicherheitsverfügung für sitzungspolizeiliche Maßnahmen zu ändern. Dem Antrag wird stattgegeben.

Also morgen, Freitag, geht es um 9 Uhr weiter. Es sind Plüschtiere bis zu einer Höhe von 50 cm erlaubt, sowie auch das Mitführen von Zeitungen.Sollte der Einlass zum Gerichtssaal verweigert werden, hat vorsitzender Richter Helwerth ausdrücklich darum gebeten, die Justizpolizei zu beauftragen, es ihm unverzüglich zu melden, und Richter Helwerth wird sofort persönlich darüber entscheiden, ob der Zulass gewährt wird.

Landgericht, Berufungsstrafkammer, Raum 2, Olgastr. 2 in Stuttgart