Aktion in Grohnde

Verhindern konnten wir den Transport nicht. Ein Zeichen haben wir aber gesetzt und durch entschlossenem Protest viel Öffentlichkteits- und Aufklärungsarbeit geleistet. Der Transport hätte ohne „Schutz“ der Polizei nicht statt finden können. Der Transport ist schließlich über für Schwertransporte nicht geeignete Wirtschaftswege in das AKW gefahren – die Hauptzufahrtsstrasse war durch unsere spontane Tripod Aktion gesperrt. Von Beginn an, wurde seitens von EON und Polizei alles dafür gemacht, den Transport geheim zu halten und den Protest zu erschweren. Der Transport-Zeitpunkt und seine Route wurden geheim gehalten (selbst Ortungssystem des Schiffes wurde entgegen aller Sicherheitsvorschriften wurde abgeschaltet), was eine Mobilisierung für Aktionen gegen den Transport deutlich erschwerte.

Aktion in Grohnde

Am Ende wurde aber so viel wie nie zuvor über einen solchen Transport berichtet. Unser Hauptziel haben wir also erreicht.

Ich bin nach über 30 Stunden in der Kälte und Nässe im Freien fast ohne Schlaf durch und durch erschöpft - der MOX-Transport traf erst heute Nacht kurz vor eins ein.... Aber zufrieden. Es war die Gelegenheit, spontan mit anderen Aktivisten eine Aktion auf die Beine zu stellen, neue engagierte Menschen kennen zu lernen, neue Erfahrung zu sammeln.

Aktion in Grohnde

Wir sehen uns in November beim nächsten MOX-Transport nach Grohnde. Und bis November bleibt Atomausstieg Handarbeit: heute hat wieder ein Urantransport die Urananreicherungsanlage Gronau Richtung Frankreich verlassen, über den Hamburger Hafen wird immer wieder Uran für die Brennelemente Fabrik Lingen (oder für die Schweiz und Frankreich) angeliefert, etc. Das nenne ich nicht Atomausstieg! Die Gefahr lauert überall. Wir bleiben wachsam! Wer kämpft kann gewinnen! Seid aktiv statt Radioaktiv!

Müde Eichhörnchen Grüße

Aktion in Grohnde

Ein paar Presseberichte:

- Bilder von PubliXviewing

- NDR (1) (2) (3)

- Die Polizei...

- Wesebergland Nachrichten (1) (2) (3)

- HAZ