mardi 16 avril 2013
Par eichhörnchen le mardi 16 avril 2013, 17:11 - agenda
Zwei Vorträge stehen kommende Woche in Freiburg an; hier eine
Ankündigung:
Am
Do 25. und
Fr. 26 April um 19:30 Uhr und 20:00 Uhr wird die französische
Umweltaktivistin Cécile Lecomte ("Eichhörnchen"), berichten, wie gerade die
Situation im Atomland Frankreich ist und die Verflechtungen mit Deutschland
aufzeigen. In Frankreich sitzt der weltgrößte Atomkonzern, Areva, aber es gibt
auch massiven Widerstand gegen den Bau von neuen Atomanlagen. Unweit von der
Deutschen Grenze soll außerdem der Atommüll "endgelagert" werden. An
Aktions-Bildern, Radiobeiträgen und Texten werden Widerstandsperspektiven
aufgezeigt.
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vendredi 5 avril 2013
Par eichhörnchen le vendredi 5 avril 2013, 18:15 - Artikeln - articles
Die Plutoniumfabrik La
Hague setzt im „Normalbetrieb“ allein mehr Radioaktivität frei, als die 58
französischen Atomreaktoren zusammen. Besonders problematisch ist die
Freisetzung von Tritum (überschwerem Wasserstoff). Dieser radioaktiver Isotop
des Wasserstoffs kann nicht gefiltert werden und gelangt in großen Mengen in
Luft und See. In La Hague werden die flüssigen radioaktiven Substanzen via eine
Kilometer lange Rohreitung weit ins Meer geführt. Die radioaktive Flüssigkeit
mischt sich so mit dem Meereswasser, so dass die Konzentration an
Radioaktivität sinkt – ein bisschen wie beim „Freimessen“ von Atommüll. Die
Radioaktivität verschwindet jedoch nicht. Und wie sie sich zum Beispiel an den
Küsten um La Hague sammelt, hängt von Wind und Strömungen ab. Manche
Messergebnisse lassen allerdings gar an einen – geheim gehaltenen? -
Zwischenfall in der Plutoniumfabrik La Hague denken.
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lundi 25 mars 2013
Par eichhörnchen le lundi 25 mars 2013, 19:40 - Artikeln - articles
Über die Proteste gegen Castortransporte, AKW- und
HSL-Neubau in Frankreich berichte ich regelmäßig. Heute übersetze ich ein paar
Infos der "legal Team" Valognes und von Sortir du nucléaire.
Über den Berufungsprozess
gegen die 7 GANVA-AktivistInnen, die sich 2010 gegen den Castortransport
nach Gorleben in Caen an der Schiene festketteten und bei ihrer Räumung von der
Polizei schwer verletzt wurden, gibt es erst am 5. Juni 2013 Neuigkeiten. Die
Urteilsverkündung findet erst an diesem Tag statt. In erster Instanz waren die
AktivistInnen zu Gefängnisstrafen auf Bewährung und insgesamt ca. 30.000 Euro
Geldstrafe (Geldstrafe selbst und Schadenersatz an AREVA und die französische
Bahn SNCF).
Am 18. und 20. März 2013 wurde weiter das Berufungsurteil gegen
AktivistInnen gesprochen, die sich 2011 an den
Protesten gegen den Castortransport nach Groleben in Valognes beteiligten.
Als Folge der Brutalität der polizeilichen Räumung beim Castor 2010, war 2011
zu Massenprotesten aufgerufen worden - mit Erfolg!
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samedi 23 mars 2013
Par eichhörnchen le samedi 23 mars 2013, 23:31 - Artikeln - articles

Ein mal im Jahr gönne ich es mir: eine
Woche Abschalten und Urlaub machen. Ich setze mich in meinem politischen Alltag
für die Umwelt ein, weil ich die Natur zu schätzen weiß. Als kleines Kind bin
ich mit meiner Mutter in die Berge gegangen und geklettert. Ich habe die Kraft
der Naturelemente kennen gelernt ich habe mich oft sehr klein in den riesigen
Bergen gefühlt. Ich habe oft den Sonnenaufgang und -untergang in den hohen
Spitzen bewundert. Ich habe aber auch die Gletscher Jahr für Jahr schmelzen
sehen.
Seitdem ich an schwerer Polyarthritis (chronische
Gelenkentzündung) erkrankt bin (Seit 2005), kann ich nicht mehr so wie früher
in die Berge wandern und klettern. Ich bin Gehbehindert und jeden Schritt
schmerzt. Aber ich bin leidenschaftliche Bergsteigerin geblieben. Der Gefühle
beim Klettern und der Natur wegen.
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vendredi 15 mars 2013
Par eichhörnchen le vendredi 15 mars 2013, 13:42 - Artikeln - articles

Über die schneebedingten Stromausfälle im Atomland
Normandie und den Einsatz des Militärs um die Plutoniumfabrik La Hague aus den
Schneemassen zu befreien habe ich
vor wenigen Tage berichtet.
Jetzt wird es noch absurder: Der Schnee sorgt für eine effektive
Castorblockade. Den Informationen von Sortir du
nucléaire (Netzwerk Atomausstieg Frankreich )zur Folge ist am
Donnerstag in Italien ein Castortransport zur Wiederaufbereitungsanlage
gestartet. Der Castor wurde heute in Chambéry (Savoyen, dort habe ich
studiert!) um 9:15 Uhr gesichtet. Er ist nun auf dem Weg zum Güterbahnhof
Ambérieu-en-Bugey. Weil die Bahnstrecke Caen-Cherbourg wegen der starken
Schneefälle der letzten Tage immer noch gesperrt ist, wird der Castor beim AKW
Le Bugey zwischen stationiert.
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lundi 11 mars 2013
Par eichhörnchen le lundi 11 mars 2013, 22:42 - Artikeln - articles
Die Nieder-Normandie im Nordwesten Frankreichs ist an sich Atomland. Fest
steht aber, dass der Strom in der am stärksten nuklearisierten Gegend
Frankreichs ausgefallen ist... Weil es ausnahmsweise mal ein bisschen
schneit... Einer Agenturmeldung zur Folge ist am 11. März 2013 der Strom in
42.000 Haushalte ausgefallen, eine andere
Quelle nennt 44.000 Haushalte ohne Strom um 19 Uhr in der Normandie.
Laut Jean Claude Bossard -
dem ehemaligen Oberbürgermeister des Dorfes Le Chefresne, das gegen eine
Hochspanungsleitung kämpft - produziert die Region Normandie über 300% des
eigenen Strombedarfs. Zwei Atomreaktoren sind in Flamanville in Betrieb, eins
befindet sich im Bau (EPR-Reaktor). Gegen Schnee hilft die Atomkraft aber nicht
- im Gegenteil, diese zentrale Form der Energieerzeugung führt immer wieder zu
flächendeckenden Black-out. Und das nächste Problem ist in Sicht: die
zahlreichen Atomanlagen verbrauchen viel Strom...
UPDATE 14.3.2013:
Die Armee wird seit gestern eingesetzt, um die Plutoniumfabrik La
Hague und 600 AREVA MitarbeiterInnen von den Schneemassen zu befreien. Die
Plutoniumfabrik La Hague, die sich auf einem Halbinsel befindet, ist drei Tage
lang ohne Landverbindung zur Außenwelt geblieben, die Produktion musste
bereits am Montag herunter gefahren werden (Quelle
auf Deutsch). Das sagt viel über die Krisenbewelätigungs-kapazitäten des
Areva Konzerns, erklärt ein AREVA-Mitarbeiter in diesem
Video. Ein
weiteres Video gibt es hier. Viele Orte sind weiterhin ohne Strom.
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mardi 26 février 2013
Par eichhörnchen le mardi 26 février 2013, 22:21 - über mich - sur moi
Nach unseren erfolgreichen Antiatom-Kletteraktionen in
Dülmen,
Emsdetten,
Rheine und
Hamm,
habe ich am Montag einen Vortrag in Münster gehalten. Die Veranstaltung hatte
"Das Atomland Frankreich und wir" für Überschrift.
Alexandra Baraille hat den Vortrag aufgenommen und
auf freie-radios.net als mp3 hoch
geladen und zur Verfügung gestellt.
Sie hat zudem meinen
Radiobeitrag
über den Widerstand gegen die Atomkraft und eine Hochspannungsleitung in
Frankreich ebenfalls auf freie-radios.net hoch geladen.
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mercredi 6 février 2013
Par eichhörnchen le mercredi 6 février 2013, 19:41 - Aktionen - actions

In der Nacht vom 5. auf den 6. Februar
2013 wurde ein Castortransport in Frankreich in der Nähe von Lille gleich drei
Male durch AtomkraftgegnerInnen angehalten. Die hoch radioaktive Fracht war auf
dem Weg von Vlissingen in den Niederlanden zur französischen
Wiederaufbereitungsanlage La Hague. AtomkraftgegnerInnen nennen diese Anlage
„Atommüllvervielfältigungsanlage“. Mit „Recycling“ hat die Wiederaufbereitung
nichts zu tun.
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vendredi 1 février 2013
Par eichhörnchen le vendredi 1 février 2013, 19:10 - agenda
Eine kurze Vortragsankündigung:

Am Mo, den 25.2. um 20 Uhr wird die französische
Umweltaktivistin Cécile Lecomte ("Eichhörnchen"), berichten, wie gerade die
Situation im Atomland Frankreich ist und die Verflechtungen mit Deutschland
aufzeigen. In Frankreich sitzt der weltgrößte Atomkonzern, Areva, aber es gibt
auch massiven Widerstand gegen den Bau von neuen Atomanlagen. An Bildern,
Videos, Radiobeiträgen und Texten werden Widerstandsperspektiven
aufgezeigt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen eines "Anti-Atom-Infotour" im Münsterland
(
Liste
der Veranstaltungen als PDF)
Ort der Veranstaltung: Club Courage, Friedenstraße 42 -
Münster (Gebäude im Hinterhof)
Datum: 25. Februar 2013 um 20 Uhr
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jeudi 31 janvier 2013
Par eichhörnchen le jeudi 31 janvier 2013, 14:53 - Soli...

Sie Stoppten den Castortransport nach
Deutschland 2010 in Caen mit einer Ankettaktion. Sie wurden bei ihrer
"Befreiung" aus den Gleisen von der Polizei schwerverletzt: Verbrennung des
dritten grades, notwendige Haut-Tranplantation, Sehnen durch die Flex der
Polizei duchgeschnitten und oder durchgeschmolzen, etc. Erst gegen 15.000 Euro
Kaution kamen sie vor ihrem Prozess in erster Instanz frei.
Jetzt stehen sie - erneut - vor Gericht - das Verfahren gegen die Polizei wurde
dagegen eingestellt. Wenn die AktivistInnen nicht lebensgefährlich verletzt
werden sollen, sollen sie keine Aktion durchführen, so das Tenor der
Einstellungsverfügung. In erster Instanz 2010 wurden sieben AktivistInnen
der Gruppe zu Bewährungsstrafen, sowie 30 000 Euro Geldstrafe und
Sachdenersatz an die französische Bahn verurteilt. Das ist in den Augen
des
procureur de la République ( Staatsanwaltschaft) eine zu geringe
Strafe.
Die Berufungsverhandlung findet am 4. März 2013 vor dem Gericht in Caen
statt (
Ankündigung
auf Französisch)
Solidarität ist gefragt!
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mercredi 23 janvier 2013
Par eichhörnchen le mercredi 23 janvier 2013, 15:12 - Artikeln - articles
Die Informationen über den am Montag entgleisten
Atommüllzug sickern nur langsam durch. Dank der Bemühung von
AtomkraftgegnerInnen und der französischen Eisenbahngewerkschaft SUD-Rail werden nun Details
bekannt. Seitens der für den Transport verantwortlichen Firma AREVA wurde stets
kommuniziert, es habe keine Gefahr bestanden, Uranoyd sei sehr schwach
radioaktiv. Nun wurde bekannt, dass der Zug nicht nur mit Uranoxyd
beladen war: Ein Castorbehälter mit hoch strahlendem Müll war Teil des
Convois.
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lundi 21 janvier 2013
Par eichhörnchen le lundi 21 janvier 2013, 23:48 - Artikeln - articles
Die Nachricht sickerte gerade eben durch: Am heutigen Tag ist ein Uranzug in
Südfrankriech entgleist. Er war möglicherweise auf dem Weg zu einer
Urananreicherungsanlage (UAA) der Firma Urenco im Norden. Über das genaue Ziel
des Transportes sind die Meldungen widersprüchlich, Deutschland und die
Niederlande werden genannt. Sowohl in Deutschland als auch in Holland wird die
Urananreicherungsanlage von der Firma Urenco betrieben, beide Anlagen liegen
wenige Kilometer von einander entfernt. Sein Ziel kann nach Angaben des
BBU auch das zentrale "Zwischenlager"
der COVRA sein, das "Zwischenlager" für Uranoxid in Gronau soll nämlich erst
2014 in Betrieb gehen. Nein, die UAA ist nicht Teil des angeblichen
"Atomausstiegs"... . Infos über das Zielort des Zuges liefert Areva nicht.
Der Zug transportiert Uranoxyd (U3O8), das ist etwas stabiler als der
Uranhexafluorid (UF6), womit zahlreiche Transporte zwischen Frankreich und
Deutschland beladen sind. In
der Vergangenheit habe ich mich an zahlreiche Aktionen, auch Blockadeaktionen,
gegen diese gefährlichen Transporte beteiligt.
Ich nutze die Gelegenheit, ein paar weitere aktuelle Atom-Infos aus Frankreich
zu liefern
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samedi 22 décembre 2012
Par eichhörnchen le samedi 22 décembre 2012, 17:52 - Artikeln - articles
Der Kampf gegen den Flughafen bei
Nantes in Frankreich. Ein Bericht aus einem der größten besetzten Gebiete
Europa
Text von Pan, mit Ergänzungen vom
Eichhörnchen, erschienen in der Zeitschrift GWR Nr. 375 (Januar
2013)
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jeudi 15 novembre 2012
Par eichhörnchen le jeudi 15 novembre 2012, 16:35 - Artikeln - articles
Klimaschutz ist Kletter- und
Buddelarbeit
Am Dienstag früh begann die Polizei, den Hambacher Forst zu räumen. Seit April
hielten Anti-Braunkohle-AktivistInnen ein Waldstück besetzt, um den Klimakiller
RWE an Rodungen für sein Tagebau zu hindern. Der Braunkohletagebau zerstört
Landschaften und Wälder – zum Betreiben von Kohlekraftwerke, die ebenfalls die
Umwelt zerstören. In Frankreich bei Notr Dame des Landes wurde für den Bau
eines neuen Flughafens durch das Unternehmen Vinci ein Seit zwei Jahren
besetztes Gebiet gewaltsam durch die Polizei geräumt. Ich selbst habe mich in
der Vergangenheit an Baumbesetzungen
gegen Kohletagebau und Flughafenbau
beteiligt und weiß wie es sich anfühlt, wenn die Umwelt vor meinen Augen
zerstört wird, ganze Wälder gerodet werden. Ich wurde sodann auch noch vor
Gericht gestellt. Und im Namen dieser Klimazerstörungen, Pardon es heißt im
Namen des Volkes, verurteilt.
Alle reden von Klimaschutz, doch wer sich aktiv
hierfür einsetzt, wird kriminalisiert und aus dem Weg geräumt. Zum Schutz der
Profiten von Klimakiller-Konzerne wie RWE, Vattenfall oder auch Vinci ist kein
Polizeieinsatz zu viel.
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mardi 30 octobre 2012
Par eichhörnchen le mardi 30 octobre 2012, 15:51 - Artikeln - articles
Überschrift: Widerstand gegen Atomkraft- und
Hochspannungsleitungsbau in Frankreich
Länge: 33 Minuten 32 Sekunden
Autorin: Cécile Lecomte
Beitragsgröße (MP3): 46 MB ( im wav-Format auch
verfügbar)
Datum: Oktober 2012
Sprache: Deutsch
Link zum Beitrag als mp3
Link zum Beitragsskript
Zusammenfassung:
Vom 22. bis zum 24.
Juni 2012 fand in der Französischen Normandie in Montabot unweit von Le
Chefresne ein Widerstandswochenende gegen den Bau einer neuen
Hochspannungsleitung statt. Dies steht im Zusammenhang mit dem 2007 begonnenen
Bau eines neuen Atomreaktors vom Typ EPR in Flamanville. Die Polizei setzte
Splittergranaten gegen die DemonstrantInnen ein. Es kam zu
Schwerverletzten.
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vendredi 12 octobre 2012
Par eichhörnchen le vendredi 12 octobre 2012, 19:08 - Aktionen - actions
Am gestrigen Tag wurde vor der Brennelementefabrik in Lingen auf dem Boden
und in luftiger Höhe demonstriert. Diese Anlage gehört dem Konzern AREVA und
wird genauso wie die Urananreicherungsanlage Gronau im Gesetz zum angeblichen
Atomausstieg mit keinem einzigen Wort erwähnt, obwohl aus Lingen alle Welt mit
frischen Brennelementen für Atomkraftwerke versorgt wird. Das ist kein
Atomausstieg! Unser Ziel war es, Öffentlichkeit zum Thema Lingen zu schaffen
und unserer Kritik Gehör zu verschaffen. Das ist uns ein Stück gelungen, wir
sind zufrieden.
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jeudi 4 octobre 2012
Par eichhörnchen le jeudi 4 octobre 2012, 18:36 - Artikeln - articles
Ich setze meine Serie „Erlebnisse und
Einblicke im Widerstand gegen Hochspannungsleitungen (HSL) und AKW-Neubau in
Frankreich“ fort. Hier mit dem zweiten Teil meines Artikels über die
Neuorientierung der Bewegung nach dem „Schock“, „der Wende“, „der Explosion“ am
24. Juni 2012. Das ist eine Kampfansage an die Atomlobby – trotz der ganzen
Repression.
TEIL I: Erste
Reaktionen nach dem Schock – Der Schock bring Unterschiede innerhalb der
Bewegung zu Tage - Analyse und Reflexion zur Situation
TEIL II:
Die Walze an Repression geht weiter - Aufgeben ist nicht drin: eine neue
Kampfansage an die Atomlobby
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lundi 1 octobre 2012
Par eichhörnchen le lundi 1 octobre 2012, 16:54 - Artikeln - articles
Ich setze meine Serie „Erlebnisse und
Einblicke im Widerstand gegen Hochspannungsleitungen (HSL) und AKW-Neubau in
Frankreich“ fort.
Wie weiter nach der Demo mit
zahlreichen Verletzten bei den DemonstrantInnen am 24. Juni 2012 in
Montabot ? Ich habe mich am Tag danach umgehört, die Menschen standen
sichtlich unter Schock. Sie sprechen von einer „Wende“ in ihrem Kampf. Viele
fühlen sich ohnmächtig. Der Staat setzt sich mit Gewalt durch und ist nicht
aufzuhalten. Innerhalb der Bewegung sind große Anspannungen zu spüren.
Fragestellungen, die zuvor aus Verdrängung oder Bequemlichkeit nicht zur
Sprache kamen, müssen nun angegangen werden. Was ist Gewalt? Welche
Aktionsformen sind für die Bewegung nützlich oder schädlich? Es gibt
Unstimmigkeiten und Spannung, die Menschen sind sich über Strategie und
Aktionsformen uneins. Solidarität bleibt angesichts der zunehmenden Repression
aber Bedingung für die Weiterführung des Kampfes. Darüber besteht Einigkeit.
Wege für die Zukunft lassen sich erahnen. Der Kampf geht – auch wenn anders als
zuvor - weiter.
Ich gebe hier diversen Akteuren das Wort:
AktivistInnen, EinwohnerInnen, ehemaliger Oberbürgermeister. Das Interview mit
Gabi führte ich auf Deutsch. Die anderen auf Französisch. Die Übersetzung habe
ich so nah am Original wie möglich vorgenommen. Der Artikel ist sehr lang
geworden, ich veröffentliche ihn in zwei Teilen.
TEIL I: Erste Reaktionen nach
dem Schock – Der Schock bring Unterschiede innerhalb der Bewegung zu Tage -
Analyse und Reflexion zur Situation
TEIL II:
Die
Walze an Repression geht weiter - Aufgeben ist nicht drin: eine neue
Kampfansage an die Atomlobby
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mercredi 26 septembre 2012
Par eichhörnchen le mercredi 26 septembre 2012, 13:52 - Artikeln - articles
Ich setze meine
Serie „Erlebnisse
und Einblicke im Widerstand gegen Hochspannungsleitungen (HSL) und AKW-Neubau
in Frankreich“ mit einem im September 2012 in der Zeitschrift GWR Nummer 371 erschienenen Beitrag
fort.
Vom 22. bis zum 24. Juni 2012 fand in der
Französischen Normandie in Montabot unweit von Le Chefresne ein
„Widerstandswochenende gegen die HSL“ statt. Das 350 EinwohnerInnen-Dorf Le
Chefresne ist bekannt geworden, weil es sich vom Stromnetzunternehmen RTE nicht
kaufen ließ und gegen den Bau einer Hochspannungstrasse à zwei mal 400.000 Volt
kämpft. 197.518 Euro bot RTE an. Das ist der Jahreshaushalt der Kommune. Damit
soll für die Hochspannungsleitung (HSL) Akzeptanz geschaffen werden. 46
Gemeinden sprachen sich zu Beginn gegen die neue Hochspannungsleitung aus.
Heute sind es nur noch vier. Der Widerstand wurde „gekauft“ sagen viele. Das
ist keine neue Taktik der Atommafia. AKW-Standorte oder auch die Gegend um Bure
(geplantes Atommüllendlager in Lothringen) wurden in ähnlicher Art und Weise
„konvertiert“. Doch tot ist der Widerstand in der Normandie nicht – im
Gegenteil. Seit Beginn der Bauarbeiten Ende 2011 hat er sich auf die Baustellen
verlagert. Dabei gerät „das Ganze“, nämlich die Atom- und Energiepolitik nicht
aus dem Blickfeld.
Sorge, das Camp in Montabot nicht zu finden, brauchen
sich die BesucherInnen nicht machen. Der Hubschrauber im Tiefflug zeigte wo es
hin geht. An etlichen Straßenkreuzungen standen schwerbewaffnete Menschen in
Uniform, die meinen Ausweis sehen wollten. Das war die Militärpolizei. Wer
Atomkraft sagt, sagt auch Polizeistaat. Der Schock war nach 20 Stunden Zugreise
groß, die Anspannung sofort zu spüren.
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mercredi 19 septembre 2012
Par eichhörnchen le mercredi 19 septembre 2012, 11:19 - Soli...
Aus dem Französischen übersetzt
Prozess am 9. Oktober 2012 in
Cherbourg
Am 23. November 2011 demonstrierten ca. 800
Menschen in Frankreich bei Valognes im Département Manche entschlossen gegen
einen Castortransport nach Gorleben, mit dem Ziel ihn zu verzögern, was auch
gelang. Direkte Massenaktionen gegen die Atomkraft hatte es in Frankreich seit
längerer Zeit nicht mehr gegeben. Es wurde nicht gezögert und
unmissverständlich in Zusammenhang mit den zehntausenden Menschen, die in
Deutschland seit zwanzig Jahren diesen Zug blockieren, gebracht. Für gewöhnlich
werden Zwischenfälle bei der Wiederaufbereitung von Atommüll vertuscht und
verschwiegen. Die GegnerInnen dieser Politik sollten ebenfalls zum Schweigen
gebracht werden.
UPDATE 9. Oktober 2012: 200
Menschen zur Unterstützung beim Prozess, Freispruch in erster Instanz aus
Mangel an Beweise. Die Staatsanwaltschaft hatte bis zu 6 Monaten Gefängnis
gefordert. Ob sie Rechtsmittel einlegt ist noch nicht bekannt.
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