eichhörnchen l'écureuille

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dimanche 20 mai 2012

Kletterprotest gegen das EON Marathon in Kassel

Am heutigen wurde gegen den Hauptsponsor vom Kasseler Marathon demonstriert.

Was vor zwei Wochen zu meiner willkürlichen Festnahme bei den Protesten gegen die EON Hauptversammlung in Essen führte, durften wir heute unbehindert vorführen: Transparent ein Bäumen aufhängen und Flyern verteilen. Ein EON-Verantwortlicher ärgerte sich über die Aktion und sprach die Polizei an. Diese sah keinen Grund zu intervenieren. Das war  eine entspannte Aktion, wie man Aktionen öfter erleben möchte!

Ich übernehme hier die Pressemitteilung des antiatomplenums Kassel und des AntiAtomPlenums Göttingen.

Etwa 20 Aktivist*innen protestierten heute beim Kassel-Marathon gegen die Vereinnahmung des Sportereignisses durch den Atom- und Kohle-Konzern E.on. Zwei Aktivist*innen kletterten in die Bäume vor dem Haupteingang des Auestadions und ließen von dort Transparente mit der Aufschrift "Lauf um dein Leben - E.OFF!" und "Greenwashing stoppen - E.ON heißt Kohle und Atom" herunter. Andere Menschen verteilten Flugblätter und verdeckten Teile der E.ON-Propaganda vor dem Stadion und am Zieleinlauf im Auestadion mit Anti-Atom-Transparenten. Außerdem liefen einige Aktivist*innen mit E.OFF-Schildern die Schlussrunde im Stadion mit.

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jeudi 10 mai 2012

8 heures de blocage „aérien“ pour un train de déchets nucléaires allemand à destination de la France

action- Le plus long blocage de train chargé d'hexafluoride d'uranium ce lundi !
- Tant que l'usine d'enrichissement de l'uranium de Gronau est en activité, on ne peut pas parler de sortie du nucléaire en Allemagne.
- La sortie du nucléaire c'est aussi un travail de cordiers!

Un train chargé de 450 Tonnes de déchets d'uranium appauvri en provenance de l'usine d'enrichissement de l'uranium allemande de Gronau a continué sa route à destination de Pierrelatte lundi soir, après une pause forcée de huit heures. Le train avait été stoppé par la police en raison d'une manifestation de militantEs antinucléaires perchés dans les arbres au dessus de la voie ferrée non électrifiée peut avant la gare de Münster. L'action a surpris la police, qui a mis plusieurs heures à déloger les six militantEs de leurs arbres à l'aide d'une nacelle et de matériel d'escalade pour les plus haut-perchés. Les militanEs on pu rentrer chez eux/elles après un controle de leur identitée et la saisie de leur matériel d'escalade comme objet de preuve pour la procédure pénale enclanchée par le procureur. L'action a eu une grosse répercution médiatique, c'est le plus long blocage d'un train d'uranium qui ait eu lieu en Allemagne jusqu'à présent.

Photos sur le site de Anti-Atom-Aktuell.de

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mardi 8 mai 2012

Urantransport in Münster durch Kletteraktion gestoppt!

MZWieder mal etwas Luftakrobatik gegen den Export von giftigem radioaktivem Urannmüll von der Urananreicherungsanlage Gronau nach Frankreich am Montag: 6 Menschen in den Bäumen, zahlreiche DemonstrantInnen auch am Boden und ca. 9 Stunden "Hängeparty". Wir wurden gegen 19-20 Uhr aus den Bäumen geräumt und der Zug fuhr gegen 21 Uhr an der Blockadestelle durch.

Eichhörnchen ist schön müde, ein ausführlicherer Bericht folgt noch. Hier schon mal die am gestrigen Tag verschickte Pressemitteilung unserer Aktionsgruppe. Und kleiner Hinweis auf die Spendenkonto für die Aktion, die Polizei hat den 6 KletteraktivistInnen das Klettermaterial als "Beweismittel" beschlagnahmt. Sie freuen sich auf Solidarität zum weiter klettern für eine bessere Welt.

Abgeseilte Aktivist_innen fordern Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau

Am heutigen Montag ist etwa um 12 Uhr erneut ein Zug mit abgereichertem Uranmüll aus der Urananreicherungsanlage Gronau aufgebrochen. Zwischen den Bahnhöfen Münster-Häger und Münster-Zentrum-Nord seilten sich mehrere Aktivist_innen von Bäumen ab. Der Urantransport steht vor der Protestaktion. Mit ihrer Aktion wollen die Anti-Atom-Aktivist_innen die geheimen Transporte nach Pierrelatte in Frankreich öffentlich machen und den Export von Atommüll stoppen.

Zu den Bildern von aaa

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jeudi 3 mai 2012

Protest gegen die EON Hauptversammlung – wenn Großkonzerne Grundrechte mit Füßen treten.

Transparente gegen Kohleschmutz und die Atomkraft begleiteten am Donnerstag die Aktionäre der EON Konzerns zu ihrer Hauptversammlung in Essen. Das der Konzern die Kritik fürchtet, war schon allein an der Anwesenheit von privaten Sicherheitsangestellten und Überwachungskameras im Eingangsbereich der Messehalle festzustellen. Zum Schutz der privaten Interessen des Konzerns wurde die Polizei zusätzlich im öffentlichen Bereich in der U-Bahn und auf dem Messe-Vorplatz eingesetzt. Die Beamten erschienen in Kampfmontur und glänzten mit der Missachtung der Grundrechte der demonstrierenden UmweltaktivistInnen. Eine Robin Wood Kletteraktivistin, die ein Antiatomtransparent in einem Baum befestigen wollte, wurde Vormittags in polizeilicher Gewahrsam genommen und gegen 16 Uhr... aus dem Krankenhaus entlassen. Sie erlitt auf Grund der willkürlichen und unsanften Polizeimaßnahme gegen sie einen Kreislaufzusammenbruch. Sie ist inzwischen wieder wohl auf. Es bleibt aber: Atomkraft und Menschenrechte sind inkompatibel. Die Macht der Großkonzernen lässt sich nur durch Grundrechtsverletzungen durchsetzen.

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vendredi 27 avril 2012

Widerstand gegen Hochspannungsleitung und AKW-Neubau in Frankreich

Eichhörnchen-Artikel, erschienen in der Monatszeitschrift GWR Nr. 369 Ausgabe Mai 2012.

Stop THT

Baumbesetzung, Strommast-Abschraube-Aktionen und vieles mehr

"Wenn die aktiven Umweltaktivisten, die heute gegen die Atomkraft kämpfen, später auf die Idee kommen, die Hochspannungsleitungen zu bekämpfen, ist anzunehmen, dass die Situation ernst wird. Atomkraftwerke können mit Hilfe von Stacheldraht und wenn notwendig der Bereitschaftspolizei abgeschottet werden. Für die Strommasten gilt dies aber nicht“, hieß es in einem als vertraulich eingestuften geheimen Dokument vom französischen staatlichen Elektrizitätswerk EDF aus dem Jahr 1983.

Genau dies passiert heute. Die Baumbesetzung dauert an!

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mardi 10 avril 2012

"Französische" Doppelblockade am Schwarzbau Gorleben

Im Rahmen der Kampagne « gorleben365 » hat am 7. April 2012 eine Gruppe von 30 FranzösInnen vom Anti-Atom-Netzwerk « Sortir du nucléaire » und dem « Widerstandshaus Bure » die sechs Tore des Gorlebener « Erkundungs bergwerk » zweimal blockiert. Mit dieser Aktion wollten sie versuchen, den regulären Verkehr des Endlagers zu stören, indem sie den Schichtwechsel behinderten.
Das Eichhörnchen war auch dabei. Das wetter - Schneeregen - spielte nicht so wirklich mit. Ansonsten war es eine ganz entspannten Blokade. Wenn der Castor kommt verhält sich die Polizei deutlich aggressiver...
Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer standen für mich im Vordergrund. Jetzt wissen viele Menschen wie eine Blockade mit "Tripods" funktioniert. Im Sommer will ich mich auf dem Weg nach Le Chefresne machen, wo die Bäume gegen den Bau einer Hochspannungsleitung für einen neuen Atomreaktor immer noch besetzt sind!

Der Widerstand gegen Atomkraft kennt keine Grenzen !

Ich dokumentiere hier einen Ausszug aus der Pressemitteilung der Gruppe vom 9.4.2012. Im Anschluss, zwei Videos, die Blockadeaktionen mit einem Tripod zeigen.

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samedi 31 mars 2012

Bäume besetzt! Widerstand gegen Atomkraft in Frankreich

baumbesetzungKein Widerstand gegen die Atomkraft in Frankreich? oder doch...
Im Atomland Frankreich hat es der Widerstand schwer. Die Atomkraft wurde in den 70er und 80er Jahren mit militärischen Mitteln gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt ( Artikel hierzu). Es wurden Tatsachen geschaffen. Doch, das reicht der Atomlobby nicht. In Flamanville (Basse Normandie) wird derzeit ein neuer Atom-Reaktor Namens EPR gebaut.

Und auf der hießigen Seite der Grenze (Deutschland) denken viele Menschen, die Franzosen würden die Atomkraft mehrheitlich befürworten, es gebe keine Antiatombewegung. Dem ist aber nicht so, den Umfragen nach lehnt über 60% der französischen Bevölkerung die Atomkraft ab.  Schade dass nur wenig Informationen über den Protest in Frankreich den Sprung über die Grenze schaffen! Diesem Bild setze ich mit diesem Artikel ein bisschen was entgegen!

Strommast besetzt - AKW-Baustelle besetzt - Castor gestoppt - Strom an der Castorschiene geklaut - 60 000 gehen auf der Straße für die Abschaltung der Amtomkraftwerken - Strommast demontiert - BürgermeisterInnen erlassen Stadtverfügungen gegen Hochleitungsspannungsneubauten - Bäume  gegen Hochspannungsleitung besetzt! - 4 Jahre Verspätung für EPR-Reaktor
So lauten in den letzten Monaten viele Schlagzeilen! Aktuell kursiert ein dringender Aufruf zur Unterstützung einer Baumbesetzung gegen eine Hochspannungsleitung in le Chefresnes.

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samedi 10 mars 2012

Fukushima und das Märchen vom "Deutschen" Atomausstieg

Fukushima ist diese Woche in aller Munde. "Jahrestageffekt" nenne ich das. Ein mal im Jahr wird - ob durch Demonstrationen oder Berichtserstattung - die Erinnerung an die Wirklichkeit vom Restrisiko wahr gerufen. Das Restrisiko ist mehr als eine statistische Wahrscheinlichkeit.

Ich reihe mich ein und nutze auch die Gelegenheit, mein eigenes Fazit zur Atompolitik hierzulande wieder zu geben: Kürzung der Solarförderung, gefährliche MOX Lieferung nach Grohnde, Weiterbetrieb der Urananreicherungsanlage in Gronau für AKWs in aller Welt sowie politisches Festhalten an Gorleben als Entsorgungsnachweis für den Atommüll. Nein AtomkraftgegnerInnen sind lange nicht "arbeitslos". Das Atomausstiegsgerede ist schlicht Augenwischerei, eine Beruhigungspille von "Backpulver-Merkel" gegen den anhaltenden Protest - mit Blick auf die nächsten Wahlen.

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dimanche 22 janvier 2012

Tatort Fuldatalbrücke - Video über Castor-Kletteraktion 2010

Ich hab ein neues Video zusammen geschnitten und online gestellt. Es dokumentiert die Abseilaktion der Gruppe Brückentechnologie aus einer 75 Meter hohen Brücke gegen den Castortransport nach Gorleben 2010 bei Altmorschen (Hessen). Der Zug kam auf Grund der Protestaktionen in luftiger Höhe und auf dem Boden ein paar hundert Meter entfernt für 2:45 Stunden zum stehen. 

Ich verlinke hier das Video und übernehme einen Eichhörnchen-Bericht, den ich vor einem Jahr für den TV-Sender Arte schrieb.

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jeudi 22 décembre 2011

Vom Baum in den Bau - Mein K(n)astor-Transport in der JVA Preungesheim

Ich bin jetzt ans der Ende meiner Serie "mein K(n)astortransport in der JVA Preungesheim" angelangt. Anlass war eine Kletteraktion (unsere Aktionsgruppe heißt Fuldatalsperre) gegen den Castortransport nach Gorleben im November 2011 und meine anschließende Festnahme sowie mein 3-tägiger Aufenthalt im Gefängnis. Ich habe eine Art Tagebuch geführt und gebe hier einen Überblick über die inzwischen veröffentlichten Texte (insgesamt 8 Tagebuchbeiträge und ein Fazit):

* Teil I - Brutale Landung im Gefängnis

* Teil II - Castorprotest hoch in den Bäumen

* Teil III - Kontaktsperre und Hintergrund meiner Festnahme

* Teil IV - Justiztheater um das gefährliche Eichhörnchen

* Teil V - Knast-Verwaltungsabsurdum und Solidarität von Draußen

* Teil VI - Vorauseilender Gehorsam - niX für mich - Eichhörnchen bringt im Knast einiges durcheinander

* Teil VII - Das Mythos der Resozialisierung

* Teil VIII - geschlossener / offener Vollzug, ich blicke nicht wirklich durch...

* Fazit - Gezeichnet aber gestärkt! Sowohl in meiner politischen Überzeugung als auch im Umgang mit Repression - diesen Beitrag habe ich zwei Wochen nach meiner Entlassung aus dem Gefängnis geschrieben

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Justizskandal am Hamburger Amtsgericht

Ein Prozessbericht von Christian Iwert

Am Dienstag, den 20.10.2011 musste sich der Lüneburger Umweltaktivist Christian Iwert vor dem Amtsgericht Hamburg verantworten, da er ein Sicherstellungsverzeichnis der Polizei mit „ACAB“ unterschrieben haben soll. Hierdurch fühlt sich eine Polizeibeamtin in ihrer Ehre verletzt, da sie es als Kürzung für „All Cops Are Bastards“ interpretiert. Staatsanwalt Fink erhob deshalb Anklage und verlangt vom Aktivisten 30 Tagessätze à 10 €.
Hintergrund des Vorfalls ist die abgebrochene Robin Wood-Kletteraktion im Rahmen der Vattenfall Cyclassics am 21.08.2011, bei der Christian und seine Kletterpartnerin Cécile von einem Zug der Hamburger Bereitschaftspolizei in Gewahrsam genommen wurden (dagegen laufen noch Klagen der AktivistInnen gegen die Polizei, die Justiz hat es nicht eilig, wenn sie gegen OrdnungshütterInnen ermitteln muss). Während dieser Ingewahrsamnahme wurden beide misshandelt, erniedrigt und beleidigt. Zudem wurde ihnen notärztliche Versorgung ihrer Blessuren und stark blutenden Wunden verwehrt.

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lundi 12 décembre 2011

Uranmülltransporte: Sieg des Eichhörnchens vor dem Oberverwaltungsgericht Münster

Urantransportstopp
* Kletteraktivistin Cécile Lecomte wurde nach einer über 6-stündigen Protestaktion in luftiger Höhe bei Burgsteinfurt (NRW) 2008 zu unrecht von der Bundespolizei in Gewahrsam genommen und stundenlang festgehalten

*Oberverwaltungsgericht gibt der Berufung der Aktivistin aus Lüneburg statt und ändert den Beschluss vom Verwaltungsgericht Köln indem die Rechtswidrigkeit der gesamten Freiheitsentziehungsmaßnahme "von Beginn an" festgestellt wird.


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mercredi 7 décembre 2011

Vom Baum in den Bau - Mein K(n)astor-Transport in der JVA Preungesheim - Teil6

Castor Knast- und Aktionsbericht Teil VI - Vorauseilender Gehorsam - niX für mich - Eichhörnchen bringt im Knast einiges durcheinander  

Als ich am Nachmittag um 16 Uhr beim Hofgang zum ersten Mal richtig Luft schnappen durfte, habe ich noch tiefer gespürt, dass nicht nur die Bediensteten, sondern auch viele Gefangenen mit ihren Gedanken - und nicht nur körperlich - eingesperrt sind. Sie haben das System aufgenommen und kommen nicht auf die Idee, es in Frage zu stellen. Und es kommt noch schlimmer, sie verstärken es sogar, indem sie sich selbst einschränken und ungeschriebene Regeln folgen. Die Gefangenen laufen immer im Kreis und gegen die Uhrzeiger, obwohl sie keiner dazu verpflichtet. Eine Frau lädt mich dazu ein, mitzulaufen, sie hat ein starkes Kommunikationsbedürfnis und irgendwie interessiert es mich zu wissen, wie die Menschen hier ticken...

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lundi 5 décembre 2011

Castortransporte nach Lubmin: AktivistInnen klagen gegen die Polizei

Am heutigen Tag wurden die Klagen von 3 Robin Wood AktivistInnen vor dem Amtsgericht Wolgast verhandelt. Es begann in Eichhörnchenmanier mit einer bildlichen Darstellung von Kletteraktionen gegen Castortransporte an der Fassade vom Amtsgericht.

Die Betroffenen begehren die Feststellung der Rechtswidrigkeit von Freiheitsentziehungen und weiteren polizeilichen Überwachungsmaßnahmen anlässlich von Castortransporten nach Lubmin in Dezember 2010 und Februar 2011. Sie wurden heute "angehört". Eine Entscheidung in der Sache sollte nach Aussage von Amtsgerichtsdirektor Henning "bis zum Jahresende" fallen. Obwohl sie zum Termin geladen wurde, erschien die Beklagte (die Bundespolizei)  nicht. Die KlägerInnen schließen daraus, dass die Polizei ihren Vortrag nicht widersprechen kann und unangenehme Fragen zu illegallen polizeilichen Maßnahmen in einer öffentlichen Verhandlung aus dem Weg gehen will.

Am 16. Januar werden 2 weitere Betroffenen vorm Amtsgericht Wolgast angehört. Andere Verfahren zum Castortransport nach Lubmin von Dezember 2010 sind vor dem landgericht anhängig.

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vendredi 2 décembre 2011

Vom Baum in den Bau - Mein K(n)astor-Transport in der JVA Preungesheim - Teil5

Castor Knast- und Aktionsbericht Teil V - Knast-Verwaltungsabsurdum und Solidarität von Draußen

Montag: Um 6:30 Uhr geht die Tür auf – und wieder zu. Es wird mir mitgeteilt, daß ich in einer 3/4 Stunde zur Aufnahme bei der Verwaltung geführt werde. Im Halbschlaf frühstücke ich das Toastbrot und die Marmelade. Ich habe kaum noch was zu essen, weil ich gestern nicht verstanden hatte, dass Essen nur ein mal am Tag, Marmelade sogar nur einmal die Woche ausgeteilt wird. Mir reicht das Essen von vorne und hinten nicht, aber vielleicht gewöhnt man sich daran im Knast: die Menschen bewegen sich kaum und sind weniger hungrig?

Die Bürokratie nimmt ihren Lauf.

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jeudi 1 décembre 2011

Vom Baum in den Bau - Mein K(n)astor-Transport in der JVA Preungesheim - Teil4

Castor Knast- und Aktionsbericht Teil IV - Justiztheater um das gefährliche Eichhörnchen

A propos Gefährlichkeit, die Vorgänge gestern haben mich schon perplex gemacht. Das die Polizei überreagiert und Menschen zu unrecht beschuldigt, Straftaten begangen zu haben ist keine neue Erkenntnis. Aber wenn aus Baumklettern gegen die Atomkraft eine Straftat, die zum § 129a StGB (Bildung einer terroristischen Vereinigung) gehört, gemacht wird... Hat der Staat so viel Angst vorm Protest, oder wollte er den SEK Einsatz rechtfertigen? Neonazis morden jahrelang in aller Ruhe, ÖkoaktivistInnen werden wie Terroristen behandelt und mit Sondereinsatzkomandos aus Bäumen herunter geholt. Das klingt vollkommen absurd... ist es auch. Und eigentlich stellen solche Aktionen neben oder oberhalb der Bahnanlage nicht ein mal eine Ordnungswidrigkeit dar. Selbst das Strafverfahren nach unserer spektakulären Abseilaktion beim Castor 2010 wurde längst nach § 170 II StGB eingestellt. Das bedeutet dass die Tat keine strafbare Handlung darstellt.

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mardi 29 novembre 2011

Vom Baum in den Bau - Mein K(n)astor-Transport in der JVA Preungesheim - Teil3

Castor Knast- und Aktionsbericht Teil III - Kontaktsperre und Hintergrund meiner Festnahme

Am Tag darauf sitze ich nicht mehr im Baum, sondern in einem kahlen Raum mit vergitterten Fenstern. Ich sitze oben auf dem Schrank, versteht sich. Da oben habe ich immerhin Tageslicht und Luft vom Fenster. Die Sicht auf den Stacheldraht und die Baustelle gegenüber ist nicht besonders schön. Aber ich sehe immerhin was. Außerdem fühle ich mich oben wohler und sicherer als unten. Nur so komme ich zur Ruhe und kann schreiben. Als ein Schließer mir das Mittagsessen vorbei bringt, staunt er nicht schlecht. Richtig was einzuwenden findet es aber doch nicht. Ob die Hausordnung Klettern verbietet, weiß ich nicht. An Eichhörnchen-Kletterübungen hat sicherlich niemand gedacht. Und schon fühle ich mich wieder stärker.

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Vom Baum in den Bau - Mein K(n)astor-Transport in der JVA Preungesheim - Teil2

CaRäumungsversuchstor Knast- und Aktionsbericht Teil II - Castorprotest hoch in den Bäumen

Um 9 Uhr ist für mich also wieder Einschluss. Ich nutze die Zeit alleine in der Zelle, meine Gedanken zu sortieren. Ich bin inzwischen ausgeschlafen. Der Castor steht in Maschen, südlich von Hamburg. Beton- Sitzblockade hindern ihn an die Weiterfahrt. Ich fühle mich nicht mehr so einsam, wenn ich dies höre. Ich spüre wie stark der Widerstand ist und bin stolz, ein Glied in der Kette des Widerstandes zu sein.

Meinen Beitrag habe ich dieses Jahr in Marbach bei Fulda geleistet - kletternd, versteht sich.

(Bild Links, Konrad Lippert)



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Vom Baum in den Bau - Mein K(n)astor-Transport in der JVA Preungesheim - Teil1

Am Freitag demonstrierte ich zusammen mit 3 weiteren Eichhörnchen in Bäumen an der Castorstrecke bei Fulda. Ich wurde im Anschluss an diese Aktion von der Polizei festgenommen, zur JVA Preungesheim gebacht und kam erst 3 Tage später, heute früh um 5 Uhr morgens, frei.

Die Nachricht über meine Verhaftung machte die Runde. Nur die wenigen wissen aber, was genau Sache war. Im Gefängnis habe ich eine Art Tagebuch, das die Ereignisse der letzten Tage umfasst, geführt. Ich veröffentliche es nach und nach.

  • Castor Knast- und Aktionsbericht Teil I - Brutale Landung im Gefängnis

Warum demonstrieren Sie nicht in Frankreich? fragt mich vorwurfsvoll von oben herab die Anstaltsschwester. Ich bin erschöpft und antworte im Halbschlaf, Grenzen seien für mich nicht wichtig, die Radioaktivität würde ja an Ländergrenzen keinen Halt machen. "Immerhin können Sie Deutsch" Stellt sie fest. Das Gespräch ist beendet.

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samedi 26 novembre 2011

Kletteraktion gegen den Castortransport bei Fulda.

Seit 22 Uhr demomstriert die Gruppe „Fuldatalsperre“ gegen den 13. Castortransport nach Gorleben in Höhe Marbach bei Fulda. Vier Aktivist_innen hängen in Bäumen, deren Äste teilweise bis über die Bahnanlage ragen. Mit der Aktion verleiht die Gruppe der Forderung nach sofortiger Stilllegung aller Atomanlagen weltweit Nachdruck.

Bilder

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