Explosive Aktionstage gegen HSL- und AKW-Neubau in Frankreich

Ich setze meine Serie „Erlebnisse und Einblicke im Widerstand gegen Hochspannungsleitungen (HSL) und AKW-Neubau in Frankreich“ mit einem im September 2012 in der Zeitschrift GWR Nummer 371 erschienenen Beitrag fort.

Vom 22. bis zum 24. Juni 2012 fand in der Französischen Normandie in Montabot unweit von Le Chefresne ein „Widerstandswochenende gegen die HSL“ statt. Das 350 EinwohnerInnen-Dorf Le Chefresne ist bekannt geworden, weil es sich vom Stromnetzunternehmen RTE nicht kaufen ließ und gegen den Bau einer Hochspannungstrasse à zwei mal 400.000 Volt kämpft. 197.518 Euro bot RTE an. Das ist der Jahreshaushalt der Kommune. Damit soll für die Hochspannungsleitung (HSL) Akzeptanz geschaffen werden. 46 Gemeinden sprachen sich zu Beginn gegen die neue Hochspannungsleitung aus. Heute sind es nur noch vier. Der Widerstand wurde „gekauft“ sagen viele. Das ist keine neue Taktik der Atommafia. AKW-Standorte oder auch die Gegend um Bure (geplantes Atommüllendlager in Lothringen) wurden in ähnlicher Art und Weise „konvertiert“. Doch tot ist der Widerstand in der Normandie nicht – im Gegenteil. Seit Beginn der Bauarbeiten Ende 2011 hat er sich auf die Baustellen verlagert. Dabei gerät „das Ganze“, nämlich die Atom- und Energiepolitik nicht aus dem Blickfeld.

Sorge, das Camp in Montabot nicht zu finden, brauchen sich die BesucherInnen nicht machen. Der Hubschrauber im Tiefflug zeigte wo es hin geht. An etlichen Straßenkreuzungen standen schwerbewaffnete Menschen in Uniform, die meinen Ausweis sehen wollten. Das war die Militärpolizei. Wer Atomkraft sagt, sagt auch Polizeistaat. Der Schock war nach 20 Stunden Zugreise groß, die Anspannung sofort zu spüren.

Ich setze meine Serie „Erlebnisse und Einblicke im Widerstand gegen Hochspannungsleitungen (HSL) und AKW-Neubau in Frankreich“ mit einem im September 2012 in der Zeitschrift GWR Nummer 371 erschienenen Beitrag fort.

Vom 22. bis zum 24. Juni 2012 fand in der Französischen Normandie in Montabot unweit von Le Chefresne ein „Widerstandswochenende gegen die HSL“ statt. Das 350 EinwohnerInnen-Dorf Le Chefresne ist bekannt geworden, weil es sich vom Stromnetzunternehmen RTE nicht kaufen ließ und gegen den Bau einer Hochspannungstrasse à zwei mal 400.000 Volt kämpft. 197.518 Euro bot RTE an. Das ist der Jahreshaushalt der Kommune. Damit soll für die Hochspannungsleitung (HSL) Akzeptanz geschaffen werden. 46 Gemeinden sprachen sich zu Beginn gegen die neue Hochspannungsleitung aus. Heute sind es nur noch vier. Der Widerstand wurde „gekauft“ sagen viele. Das ist keine neue Taktik der Atommafia. AKW-Standorte oder auch die Gegend um Bure (geplantes Atommüllendlager in Lothringen) wurden in ähnlicher Art und Weise „konvertiert“. Doch tot ist der Widerstand in der Normandie nicht – im Gegenteil. Seit Beginn der Bauarbeiten Ende 2011 hat er sich auf die Baustellen verlagert. Dabei gerät „das Ganze“, nämlich die Atom- und Energiepolitik nicht aus dem Blickfeld.

Sorge, das Camp in Montabot nicht zu finden, brauchen sich die BesucherInnen nicht machen. Der Hubschrauber im Tiefflug zeigte wo es hin geht. An etlichen Straßenkreuzungen standen schwerbewaffnete Menschen in Uniform, die meinen Ausweis sehen wollten. Das war die Militärpolizei. Wer Atomkraft sagt, sagt auch Polizeistaat. Der Schock war nach 20 Stunden Zugreise groß, die Anspannung sofort zu spüren.

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Doch kein Tröten-Verfahren wegen ungehöriger Handlung gegen das Militär

troeteAm 27. April 2012 demonstrierten zahlreiche AntimilitaristInnen gegen das Abhalten eines „Rückehrer-Appells“ von Bundeswehrsoldaten, die bis vor Kürzen in Afghanistan stationiert waren, auf dem Lüneburger Marktplatz. Der Oberbürgermeister Ulrich Mädge empfing die Soldaten persönlich. Die Veranstaltung wurde mit lautem rufen und trillern begleitet. Die Polizei machte Jagd auf DemonstrantInnen, die zu laut wurden. Weil ich auf dem Vordach eines Geschäftes außerhalb der Reichweite und in direkter Sichtweite des Militär-Spekatkels kletterte, konnte mich die Polizei am Protestieren nicht hindern. Es folgte ein Bußgeld der Stadt Lüneburg in Höhe von 200 Euro. Das Gericht bestätigte zunächst die Beschlagnahme von Tröte, Trillerpfeife und Ratsche. Über meine Beschwerde gegen diesen absurden Beschluss wird das Landgericht nun doch nicht entscheiden. Wer wen Belästigt, also ob meine Trillerpfeife die Bundeswehr oder die Bundeswehr mich und die Allgemeinheit, darüber will das Gericht nicht entscheiden. Amtsrichter Reinecke stellte das Verfahren ein.
troeteAm 27. April 2012 demonstrierten zahlreiche AntimilitaristInnen gegen das Abhalten eines „Rückehrer-Appells“ von Bundeswehrsoldaten, die bis vor Kürzen in Afghanistan stationiert waren, auf dem Lüneburger Marktplatz. Der Oberbürgermeister Ulrich Mädge empfing die Soldaten persönlich. Die Veranstaltung wurde mit lautem rufen und trillern begleitet. Die Polizei machte Jagd auf DemonstrantInnen, die zu laut wurden. Weil ich auf dem Vordach eines Geschäftes außerhalb der Reichweite und in direkter Sichtweite des Militär-Spekatkels kletterte, konnte mich die Polizei am Protestieren nicht hindern. Es folgte ein Bußgeld der Stadt Lüneburg in Höhe von 200 Euro. Das Gericht bestätigte zunächst die Beschlagnahme von Tröte, Trillerpfeife und Ratsche. Über meine Beschwerde gegen diesen absurden Beschluss wird das Landgericht nun doch nicht entscheiden. Wer wen Belästigt, also ob meine Trillerpfeife die Bundeswehr oder die Bundeswehr mich und die Allgemeinheit, darüber will das Gericht nicht entscheiden. Amtsrichter Reinecke stellte das Verfahren ein.

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Geheimniskrämerei um Plutonium-Transport

NO MOX

  • Atomschiff „Atlantic Osprey“ schlatet automatisches Identifikationssystem AIS ab.

  • Infos über den Transport werden aus Furcht vor Protestaktionen geheim gehalten. « Verschlusssache“ sagt die Behörde.

Am 12. September verließ das Schiff „Atlantic Osprey“ den englischen Hafen Workington Richtung Süden. Das Schiff war zuvor mit Plutonium enthlatenden MOX-Brennelementen, die für das AKW Grohnde in Niedersachsen bestimmt sind, beladen worden. AtomkraftgegnerInnen schlugen daraufhin Alarm und meldeten Mahnwachen in Nordenham (Ankunftshafen) und Grohnde an. Bereit im Sommer hatte der Betreiber EON wissen lassen, er Plane MOX-Tramsporte für September und November 2012. Die Position des Schiffes war wie bei jedem anderen Schiff auf der Homepage marinetraffic.com zu verfolgen.

Am Tag darauf dann die Überraschung.

NO MOX

  • Atomschiff „Atlantic Osprey“ schlatet automatisches Identifikationssystem AIS ab.

  • Infos über den Transport werden aus Furcht vor Protestaktionen geheim gehalten. « Verschlusssache“ sagt die Behörde.

Am 12. September verließ das Schiff „Atlantic Osprey“ den englischen Hafen Workington Richtung Süden. Das Schiff war zuvor mit Plutonium enthlatenden MOX-Brennelementen, die für das AKW Grohnde in Niedersachsen bestimmt sind, beladen worden. AtomkraftgegnerInnen schlugen daraufhin Alarm und meldeten Mahnwachen in Nordenham (Ankunftshafen) und Grohnde an. Bereit im Sommer hatte der Betreiber EON wissen lassen, er Plane MOX-Tramsporte für September und November 2012. Die Position des Schiffes war wie bei jedem anderen Schiff auf der Homepage marinetraffic.com zu verfolgen.

Am Tag darauf dann die Überraschung.

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AKW- und HSL-Bau in Frankreich – die Zuspitzung

Ich setze meine Serie „Erlebnisse und Einblicke im Widerstand gegen Hochspannungsleitungen (HSL) und AKW-Neubau in Frankreich“fort. Am 24. Juni 2012 spitzte sich die Situation bei einer Demonstration in Montabot (Normandie) zu. Der Kampf nahm bürgerkriegsähnliche Züge an. Das Ergebnis: zahlreiche Verletzte bei den AktivistInnen, Ohnmachtgefühle und Empörung. Meine Recherchereise traf genau diesen Wendepunkt im Kampf gegen die Hochspannungsleitung. Das war Zufall. Ich erlebte die Explosion live und Stand unter Schock – wie viele AktivistInnen auch vor Ort. Um die Entwicklungen besser zu verstehen habe iich zahlreiche Interviews mit AktivistInnen und EinwohnerInnen durchgeführt. Es war nicht zu übersehen: die Walze an Repression bestimmt seit Monaten das Leben vieler EinwohnerInnen. Diese Zuspitzung hat der Atomstaat genau einkalkuliert. Der Widerstand soll sich geschlagen geben. Ob dies aufgeht?

Ich setze meine Serie „Erlebnisse und Einblicke im Widerstand gegen Hochspannungsleitungen (HSL) und AKW-Neubau in Frankreich“fort. Am 24. Juni 2012 spitzte sich die Situation bei einer Demonstration in Montabot (Normandie) zu. Der Kampf nahm bürgerkriegsähnliche Züge an. Das Ergebnis: zahlreiche Verletzte bei den AktivistInnen, Ohnmachtgefühle und Empörung. Meine Recherchereise traf genau diesen Wendepunkt im Kampf gegen die Hochspannungsleitung. Das war Zufall. Ich erlebte die Explosion live und Stand unter Schock – wie viele AktivistInnen auch vor Ort. Um die Entwicklungen besser zu verstehen habe iich zahlreiche Interviews mit AktivistInnen und EinwohnerInnen durchgeführt. Es war nicht zu übersehen: die Walze an Repression bestimmt seit Monaten das Leben vieler EinwohnerInnen. Diese Zuspitzung hat der Atomstaat genau einkalkuliert. Der Widerstand soll sich geschlagen geben. Ob dies aufgeht?

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MOX – Atomare Zeitbombe nimmt Kurs auf Nordenham und Grohnde

Atomarer Wahnsinn und kein Ende… am heutigen Donnerstag hat ein mit MOX-brennstäbe beladenes Schiff Namens « Atlantic Osprey » den englischen Hafen Workington Richtung Nordenham verlassen. Die plutoniumhaltige Brennelemente sind für das Atomkraftwerk Grohnde bestimmt. Bis nach Norderham braucht das Schiff drei bis vier Tage. Der Transport wird von der Betreiberfirma des AKW Grohnde „EON“ und von den Behörden geheim gehalten. AtomkraftgegnerInnen konnten den hoch gefährlichen Transport aber durch Beobachtungen und Recherchearbeiten ausfindig machen. Drei bis vier Tage dürfte das Schiff für seine Route benötigen. Mit einer Ankunft der tödlichen Ladung in Grohnde wird für den Zeitraum Sonntag/Montag gerechnet. Zeit genug, spontane Protestveranstaltungen auf die Beine zu stellen!

UPDATE 14.8.: Das Schiff ist  nach einem Tag Fahrt umgekehrt und hat am Hafen Workington wieder angelegt. Gerüchte zur Folge ist der Umkehr nicht geplant gewesen. So ein Schiff fährt nicht einfach so eine Runde und solch eine Fahrt ist gerade nicht billig und ungefährlich (Stichwort Plutonium!). Über die Gründe wird spekuliert. Angst vor Protestaktionen von AtomkraftgegnerInnen? Vor « Piraten » (Atombombefähiges Material…) Sicherheits- und technische Probleme? Schiff Strumrweterempfindlich? ( das Schiff ist ja schon alt… und um die Jahreszeit gibt es ja zahlreiche Sturmtiefe), Planlosigkeit der Behörden? Ein bisschen von allem?

Atomarer Wahnsinn und kein Ende… am heutigen Donnerstag hat ein mit MOX-brennstäbe beladenes Schiff Namens « Atlantic Osprey » den englischen Hafen Workington Richtung Nordenham verlassen. Die plutoniumhaltige Brennelemente sind für das Atomkraftwerk Grohnde bestimmt. Bis nach Norderham braucht das Schiff drei bis vier Tage. Der Transport wird von der Betreiberfirma des AKW Grohnde „EON“ und von den Behörden geheim gehalten. AtomkraftgegnerInnen konnten den hoch gefährlichen Transport aber durch Beobachtungen und Recherchearbeiten ausfindig machen. Drei bis vier Tage dürfte das Schiff für seine Route benötigen. Mit einer Ankunft der tödlichen Ladung in Grohnde wird für den Zeitraum Sonntag/Montag gerechnet. Zeit genug, spontane Protestveranstaltungen auf die Beine zu stellen!

UPDATE 14.8.: Das Schiff ist  nach einem Tag Fahrt umgekehrt und hat am Hafen Workington wieder angelegt. Gerüchte zur Folge ist der Umkehr nicht geplant gewesen. So ein Schiff fährt nicht einfach so eine Runde und solch eine Fahrt ist gerade nicht billig und ungefährlich (Stichwort Plutonium!). Über die Gründe wird spekuliert. Angst vor Protestaktionen von AtomkraftgegnerInnen? Vor « Piraten » (Atombombefähiges Material…) Sicherheits- und technische Probleme? Schiff Strumrweterempfindlich? ( das Schiff ist ja schon alt… und um die Jahreszeit gibt es ja zahlreiche Sturmtiefe), Planlosigkeit der Behörden? Ein bisschen von allem?
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Die Tröte, das Militär und das Gericht: „für das Verfahren von Bedeutung“

troeteDie Justiz ist ganz schön skurril…

Am 27. April 2012 demonstrierten zahlreiche AntimilitaristInnen gegen das Abhalten eines „Rückehrer-Appells“ von Bundeswehrsoldaten, die bis vor Kürzen in Afghanistan stationiert waren, auf dem Lüneburger Marktplatz. Der Oberbürgermeister Ulrich Mädge empfing die Soldaten persönlich. Die Veranstaltung wurde mit lautem rufen und trillern begleitet. Die Polizei machte Jagd auf DemonstrantInnen, die zu laut wurden. Weil ich auf dem Vordach eines Geschäftes außerhalb der Reichweite und in direkter Sichtweite des Militär-Spekatkels kletterte, konnte mich die Polizei am Protestieren nicht hindern. Als ich herunter kam, wurde ich kurzzeitig in Gewahrsam genommen. Eine Trillerpfeife, eine Drehrassel sowie eine Plastiktröte wurden mir dabei beschlagnahmt. Das Amtsgericht in Person von Richter Dr. Reineke bestätigte die Beschlagnahme. Ja, eine Tröte ist „für das Verfahren von Bedeutung“. So wichtig, dass darüber gar ein Beschluss (PDF) gefasst wurde. Ich vermisse aber eine Begründung. Kommt vielleicht im Prozess?

troeteDie Justiz ist ganz schön skurril…

Am 27. April 2012 demonstrierten zahlreiche AntimilitaristInnen gegen das Abhalten eines „Rückehrer-Appells“ von Bundeswehrsoldaten, die bis vor Kürzen in Afghanistan stationiert waren, auf dem Lüneburger Marktplatz. Der Oberbürgermeister Ulrich Mädge empfing die Soldaten persönlich. Die Veranstaltung wurde mit lautem rufen und trillern begleitet. Die Polizei machte Jagd auf DemonstrantInnen, die zu laut wurden. Weil ich auf dem Vordach eines Geschäftes außerhalb der Reichweite und in direkter Sichtweite des Militär-Spekatkels kletterte, konnte mich die Polizei am Protestieren nicht hindern. Als ich herunter kam, wurde ich kurzzeitig in Gewahrsam genommen. Eine Trillerpfeife, eine Drehrassel sowie eine Plastiktröte wurden mir dabei beschlagnahmt. Das Amtsgericht in Person von Richter Dr. Reineke bestätigte die Beschlagnahme. Ja, eine Tröte ist „für das Verfahren von Bedeutung“. So wichtig, dass darüber gar ein Beschluss (PDF) gefasst wurde. Ich vermisse aber eine Begründung. Kommt vielleicht im Prozess?

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Blocages pour la sortie immédiate du nucléaire

Journées d’action à Gronau

Traduction /adaptation française d’un article de l’écureuille parut dans le revue mensuelle Graswurzelrevolution de septembre 2012

La vingtaine de militantEs à l’origine des journées d’action de fin juillet 2012 contre l’usine d’enrichissement de l’uranium allemande tire des conclusions très positives. Leurs actions ont mis le sujet à la une des journaux et des discussions de voisinage locales. Et les militantEs promettent de continuer sur cette lancée.

Un train de déchets nucléaires à destination de la France a été stoppé à hauteur de de Metelen pendant de nombreuses heures le 30 juillet, parce que des militantEs s’étaient enchainéEs aux rails à l’aide d’un tube en métal et non loin de là, d’autres manifestaient perchés dans des arbres aux dessus de la voie ferrée. Pour la première fois, le train est retourné à l’envoyeur, avant de prendre une autre route des heures plus tard en début de soirée, parce que la police n’avait pas encore réussi à déloger touTEs les manifestantEs.

Le jour suivant, ce sont les accès à l’usine d’enrichissement de l’uranium de Gronau qui ont été pris d’assaut par les manifestantEs. Ils/Elles ont bloqué les accès à l’aide de deux tripodes de six mètres de haut pour 24 heures. Ni l’hélicoptère, ni les mesures de surveillance de la police autour du camp de Metelen n’ont permis à la police d’empêcher ces actions.

Voici un petit compte rendu d’action

Journées d’action à Gronau

Traduction /adaptation française d’un article de l’écureuille parut dans le revue mensuelle Graswurzelrevolution de septembre 2012

La vingtaine de militantEs à l’origine des journées d’action de fin juillet 2012 contre l’usine d’enrichissement de l’uranium allemande tire des conclusions très positives. Leurs actions ont mis le sujet à la une des journaux et des discussions de voisinage locales. Et les militantEs promettent de continuer sur cette lancée.

Un train de déchets nucléaires à destination de la France a été stoppé à hauteur de de Metelen pendant de nombreuses heures le 30 juillet, parce que des militantEs s’étaient enchainéEs aux rails à l’aide d’un tube en métal et non loin de là, d’autres manifestaient perchés dans des arbres aux dessus de la voie ferrée. Pour la première fois, le train est retourné à l’envoyeur, avant de prendre une autre route des heures plus tard en début de soirée, parce que la police n’avait pas encore réussi à déloger touTEs les manifestantEs.

Le jour suivant, ce sont les accès à l’usine d’enrichissement de l’uranium de Gronau qui ont été pris d’assaut par les manifestantEs. Ils/Elles ont bloqué les accès à l’aide de deux tripodes de six mètres de haut pour 24 heures. Ni l’hélicoptère, ni les mesures de surveillance de la police autour du camp de Metelen n’ont permis à la police d’empêcher ces actions.

Voici un petit compte rendu d’action

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Zaunprozess: Berufungsverfahren gegen Atomkraftgegnerin überraschend beendet

Widerstand lohnt sich! Meine Mitteilung vom heutigen Tag zur Beendigung des Verfahrens…

Weil sie im Sommer 2008 im Zuge einer Demonstration am Zwischenlager für hoch radioaktivem Müll in Gorleben durch einen Zaun geschlüpft sein soll, stand seit dem 25. Juli die Umweltaktivistin Cécile Lecomte in Lüneburg vor dem Landgericht. Vorausgegangen war eine erstinstanzliche Verhandlung vor dem Amtsgericht Dannenberg mit insgesamt 16 Verhandlungstagen. Gegen das Urteil à 20 Tagessätze wegen Hausfriedensbruch des Amtsgerichts Dannenberg hatten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Angeklagte Berufung eingelegt.
Am dritten Verhandlungstag in der Berufung nun die Überraschung: Eine Einstellung des Verfahren auf Staatskosten wegen Geringfügigkeit; mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft.

Widerstand lohnt sich! Meine Mitteilung vom heutigen Tag zur Beendigung des Verfahrens…

Weil sie im Sommer 2008 im Zuge einer Demonstration am Zwischenlager für hoch radioaktivem Müll in Gorleben durch einen Zaun geschlüpft sein soll, stand seit dem 25. Juli die Umweltaktivistin Cécile Lecomte in Lüneburg vor dem Landgericht. Vorausgegangen war eine erstinstanzliche Verhandlung vor dem Amtsgericht Dannenberg mit insgesamt 16 Verhandlungstagen. Gegen das Urteil à 20 Tagessätze wegen Hausfriedensbruch des Amtsgerichts Dannenberg hatten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Angeklagte Berufung eingelegt.
Am dritten Verhandlungstag in der Berufung nun die Überraschung: Eine Einstellung des Verfahren auf Staatskosten wegen Geringfügigkeit; mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft.

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Unangenehme Fragen um Grundrechte vor Gericht unerwünscht

Eichhörnchen gegen JVA Preungesheim : Protokoll eines – abgebrochenen – Gerichtstermins

Im Anschluss an einer Kletteraktion gegen den Castortransport nach Gorleben in Fulda wurde Kletteraktivistin Cécile Lecomte am 26. November 2011 verhaftet und für drei Tage zum Frauengefängnis nach Frankfurt gebracht worden. Hintergrund war eine nicht gezahlte Ordnungsstrafe.

Weil die Justizvollzugsanstalt es mit der Einhaltung von Grundrechten nicht so genau nahm, reichte die Aktivistin nachträglich eine Klage vor der Strafvollzugskammer ein. Die Klage wurde am Donnerstag vor dem Frankfurter Landgericht erörtert. Der zuständige Richter am Lndgericht Lehmann-Fritsche verweigerte aber die Durchführung einer Beweisaufnahme über den eigentlichen Gegenstand der Klage; nämlich die Haftbedingungen und Einhaltung von Grundrechten. Dem Anwalt der Klägerin wurde das Stellen von Fragen untersagt. Was den Anwalt der Klägerin dazu veranlasste, Richter Lehmann-Fritschewegen wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen. Die Verhandlung wurde daraufhin abgebrochen.

Eichhörnchen gegen JVA Preungesheim : Protokoll eines – abgebrochenen – Gerichtstermins

Im Anschluss an einer Kletteraktion gegen den Castortransport nach Gorleben in Fulda wurde Kletteraktivistin Cécile Lecomte am 26. November 2011 verhaftet und für drei Tage zum Frauengefängnis nach Frankfurt gebracht worden. Hintergrund war eine nicht gezahlte Ordnungsstrafe.

Weil die Justizvollzugsanstalt es mit der Einhaltung von Grundrechten nicht so genau nahm, reichte die Aktivistin nachträglich eine Klage vor der Strafvollzugskammer ein. Die Klage wurde am Donnerstag vor dem Frankfurter Landgericht erörtert. Der zuständige Richter am Lndgericht Lehmann-Fritsche verweigerte aber die Durchführung einer Beweisaufnahme über den eigentlichen Gegenstand der Klage; nämlich die Haftbedingungen und Einhaltung von Grundrechten. Dem Anwalt der Klägerin wurde das Stellen von Fragen untersagt. Was den Anwalt der Klägerin dazu veranlasste, Richter Lehmann-Fritschewegen wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen. Die Verhandlung wurde daraufhin abgebrochen.

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AKW- und HSL-Bau in Frankreich – Ein Dorf gegen die „finanzielle Diktatur“ der Atommafia

Ich setze meine Serie „Erlebnisse und Einblicke im Widerstand gegen Hochspannungsleitungen (HSL) und AKW-Neubau in Frankreich“ fort und werfe einen Blick in den Mittelpunkt des Widerstandes, das Dorf Le Chefresne

Le Chefresne; der vergebliche Versuch Widerstand auf legalem Weg zu leisten

Erster Teil : Ein Dorf gegen die „finanzielle Diktatur“ der Atommafia

Le Chefresne ist eine 300 Einwohner große Kommune in der Nähe von Coutances. Das Dorf sorgte im Juni 2012 für Schlagzeilen. Der Oberbürgermeister Jean Claude Bossard wurde von der Polizei im Zuge einer Demonstration gegen den Baubeginn für die neue Hochspannungsleitung im Dorf in Gewahrsam genommen. Daraufhin traten Oberbürgermeister und neun von zehn Ratsmitglieder zurück – aus Protest gegen die Diktatur der „ Atommafia“ im Lande. „Wir opfern gerne unsere Zeit für die Demokratie, aber nicht für die herrschende Diktatur, die finanzielle Diktatur und die dazugehörige Repression, die Korruption.“ erklärte der zurückgetretene Oberbürgermeister.

Bei meinem Besuch in Le Chefresne im Juni, führte ich ein zweistündiges Interview mit Jean Claude Bossard. Ein spannendes Gespräch, mit einem atypischen Politiker in einer von der Atommafia korrupten Welt. „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“ diese Parole kann die Entwicklungen in Le Chefresne nicht besser treffen!

Ich setze meine Serie „Erlebnisse und Einblicke im Widerstand gegen Hochspannungsleitungen (HSL) und AKW-Neubau in Frankreich“ fort und werfe einen Blick in den Mittelpunkt des Widerstandes, das Dorf Le Chefresne

Le Chefresne; der vergebliche Versuch Widerstand auf legalem Weg zu leisten

Erster Teil : Ein Dorf gegen die „finanzielle Diktatur“ der Atommafia

Le Chefresne ist eine 300 Einwohner große Kommune in der Nähe von Coutances. Das Dorf sorgte im Juni 2012 für Schlagzeilen. Der Oberbürgermeister Jean Claude Bossard wurde von der Polizei im Zuge einer Demonstration gegen den Baubeginn für die neue Hochspannungsleitung im Dorf in Gewahrsam genommen. Daraufhin traten Oberbürgermeister und neun von zehn Ratsmitglieder zurück – aus Protest gegen die Diktatur der „ Atommafia“ im Lande. „Wir opfern gerne unsere Zeit für die Demokratie, aber nicht für die herrschende Diktatur, die finanzielle Diktatur und die dazugehörige Repression, die Korruption.“ erklärte der zurückgetretene Oberbürgermeister.

Bei meinem Besuch in Le Chefresne im Juni, führte ich ein zweistündiges Interview mit Jean Claude Bossard. Ein spannendes Gespräch, mit einem atypischen Politiker in einer von der Atommafia korrupten Welt. „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“ diese Parole kann die Entwicklungen in Le Chefresne nicht besser treffen!

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