Lüneburg hat kein barrierefreies Sportbad. (Mein GWR-Artikel dazu)
Und die Politik und die nicht-behinderten gesellschaft interessieren sich nicht für die Belange von dadurch Diskriminierten.
Das ist mein Fazit zum Sportausschuss am 17.2.26 , wo ich Einwohnendefrage stellte.
Auf mein Plakat vorm Ausschuss angesprochen, erklärt mir eine Stadträtin der CDU, das Bad sei bereits 50 Jahre nicht barrierefrei, das sei nun mal so. Und es gebe den Wellenbecken und Rehabereich, das sei erreichbar.
Tja… die kapiert nicht mal das es Diskriminierung ist.
Auf meine Frage im Ausschuss dann, kein Ton der Politik. Abwimmeln der Verwaltung mit Verweis auf Eingliederungshilfe. Ich habe an die Forderung der antiableistischen Aktion Lüneburg nach einer poltitischen Lösung, wie die unkomplizierte Übernahme von Rollstuhl-Taxikosten bis es einen zugänglichen Sportbad gibt. Der TOP zu « Zugänglichkeit » des Sportbades wurde nicht wirklich behandelt. Der eingeladene Geschäftsführer des Salüs erklärte in Gespräch mit uns (mir und dem Behindertenbeirat) zu sein. Das reichte der Politik. So wird sich nichts ändern. Interessant auch, dass eine Vertreterin des Behindertenbeirates wegen dem Punkt eingeladen war. Wir waren uns in unserer Kritik einig. Der Beirat ist nicht mal ständiges beratendes Mitglied im Sportausschuss. Parasport? Nö, Randthema.
Selbst in Politigruppen, die sich Antifiaschismus, Gleichberechtigung, Antidiskriminierung und manchmal gar anti-ableismus auf die Fahne schreiben, wird das Thema höchstens als Randthema behandelt und nicht als strukturelle Diskrimninierungsform, die es wie anderen aktiv und solidarisch mit Betroffenen zu bekämpfen gilt. Betroffene werden mit den Barrieren alleine stehen gelassen.
Die Antiableistische Aktion Lüneburg ist seit einer Weile zu dem Thema Aktiv. Auf dem Blog von Fight Ableism sind offene Briefe und Antwort dokumentiert.
An der diskriminierenden Situation wird die neuere Fassung des BGG (Behindertengleichstellungsgesetz) nix ändern, da diese die Rechte behinderter Menschen weiter beschneidet, zutiefs diskriminierend und ableistisch ist. Über uns ohne uns.
Barrierefreiheit ja, aber nur wenn ohne unzumutbare « Belastung » (Behinderte sind ja eine Last, ableitische Betrachtungsweise). Selbst für die Bundesbauten, gibt es eine Frist bis 2045 für die umsetzung.
Die Würde der behinderten Menschen – nö natürlich nicht, die der Wirtschaft – ist unantastbar.
Politik kann ruhig aussitzen, sind ja nur ein paar Behinderte.

