Herbstwiderstand gegen RWE im Hambacher Forst

Zwei Aufrufe aus dem Hambacher Forst um dem Widerstand gegen  RWE und die Kohlekraft Flügeln zu geben. Da die Vögel ihre Brut- und Nist­zeit be­en­den, dür­fen ab dem 01. Ok­to­ber wie­der die Bäume ge­fällt wer­den.

Skillsharing Camp vom 26.09 bis zum 06.10. 2014 und Aufruf  « Kein Baum fällt ». Quelle http://hambacherforst.blogsport.de/

Zwei Aufrufe aus dem Hambacher Forst um dem Widerstand gegen  RWE und die Kohlekraft Flügeln zu geben. Da die Vögel ihre Brut- und Nist­zeit be­en­den, dür­fen ab dem 01. Ok­to­ber wie­der die Bäume ge­fällt wer­den.

Skillsharing Camp vom 26.09 bis zum 06.10. 2014 und Aufruf  « Kein Baum fällt ». Quelle http://hambacherforst.blogsport.de/

Auf zum “Build-​Re­sis­tan­ce-​Vol. 2” Skills­ha­ring Camp im Herbst vom 26.​09-06.​10.​2014.

Auf den Ham­ba­cher-​Forst-​Be­set­zun­gen wird es die­ses Jahr das zwei­te Skills­ha­ring-​Camp geben. Es soll auf dem Skills­ha­ring und der er­folg­rei­chen Wie­der­be­set­zung im Früh­jahr auf­ge­baut wer­den und lei­tet die An­ti-​Ro­dungs­kam­pa­gne “Kein Baum fällt” ein, die die ge­sam­te Sai­son über zu Ak­tio­nen ani­mie­ren und Un­ter­stüt­zung bie­ten wird. Das Camp im Herbst soll un­ter­schied­li­che The­men­ta­ge haben und dient der Stö­rung der Ro­dungs­ar­bei­ten im Ta­ge­bau­vor­feld. Im Rah­men des Camps wird auch das “Un­räum­bar Fes­ti­val” statt­fin­den. Es soll ein gro­ßes Ge­wu­sel aus viel­fäl­ti­gen theo­re­ti­schen und prak­ti­schen Work­shops, Dis­kus­si­ons­run­den, Vor­trä­gen, Kunst/ Kul­tur und Ak­tio­nen ent­ste­hen. Dabei sind alle herz­lich ein­ge­la­den, ei­ge­ne Ideen ein­zu­brin­gen, Work­shops oder Ähn­li­ches an­zu­bie­ten oder ihren Unmut über Um­welt­zer­stö­rung und Un­ter­drü­ckung auf krea­ti­ve Art und Weise aus­zu­le­ben.

Das Camp hat einen eman­zi­pa­to­ri­schen An­spruch. Es soll uns Allen die Mög­lich­keit geben, un­se­re Er­fah­run­gen aus­zu­tau­schen, uns zu ver­net­zen, von- und mit­ein­an­der zu ler­nen und uns hof­fent­lich einen wei­te­ren klei­nen Schritt näher an eine herr­schafts­freie Welt brin­gen: Eine Welt in der wir Ver­ant­wor­tung für uns und unser Han­deln über­neh­men, uns nicht her­um­kom­man­die­ren las­sen und nie­man­den her­um­kom­man­die­ren kön­nen, uns in frei­er Ver­ein­ba­rung und ge­gen­sei­ti­ger Hilfe weit­ge­hend selbst ver­sor­gen und ohne Dis­kri­mi­nie­rung jeg­li­cher Art mit­ein­an­der leben.

Es ste­hen be­reits die ers­ten The­men Tage: “Braun-​ / Stein­koh­le”, “Atom­kraft/Waf­fen”, “Fra­cking/ CO2-​Ver­pres­sung” und “Krieg” fest. Des­wei­te­ren Work­shops über Blo­cka­de­tech­ni­ken wie Lock on/ Bar­ri­ka­den, Lehm­bau, Klet­ter­ak­ti­vis­mus….

Bringt bitte wenn mög­lich Zelt, Schlaf­sack, Iso­mat­te, re­gen-​ und wind­fes­te Klei­dung mit, da wir nur über eine be­grenz­te An­zahl an Schlaf­mög­lich­kei­ten ver­fü­gen. Au­ßer­dem wäre ein Zu­schuss zum Essen auch sehr hilf­reich. Wenn du dich an der Or­ga­ni­sa­ti­on des Skills­ha­ring Camps be­tei­li­gen und/oder Ma­te­ri­al/Ideen hast kannst du uns eine Mail schrei­ben ( bitte die Be­treff Funk­ti­on nut­zen). hambacherforst@​riseup.​net

Kampagne kein Baum fällt!

Bald ist es wie­der so weit: Da die Vögel ihre Brut- und Nist­zeit be­en­den, dür­fen ab dem 01. Ok­to­ber wie­der die Bäume, auf denen sie brü­te­ten ge­fällt wer­den. Wer hier­bei jetzt an Fair­tra­de-​Pa­pier mit Sie­gel und gutem Ge­wis­sen dach­te, liegt weit da­ne­ben. Es geht um die aus­nahms­lo­se Kom­plett­ro­dung eines Teils des Ham­ba­cher Fors­tes, um den Braun­koh­le­ta­ge­bau Ham­bach zu er­wei­tern. Wer wis­sen möch­te, warum das keine so gute Sache ist, kann sich ja ein­fach mal auf dem Blog um­schau­en – oder di­rekt vor Ort!
Denn seit meh­re­ren Jah­ren ist der Ham­ba­cher Forst be­setzt und die An­ti-​Koh­le-​Be­we­gung im Auf­schwung. Wir wol­len die­ses Mo­ment nut­zen und haben uns ein ehr­gei­zi­ges, aber not­wen­di­ges Ziel für den Herbst und den Früh­ling ge­setzt: Kein Baum Fällt!
Es gibt viele gute Grün­de den Wald vor den Ket­ten­sä­gen, Har­vestern und Bag­gern zu schüt­zen: Rück­zugs­räu­me für be­droh­te Tiere und Pflan­zen, Ver­hin­de­rung des Ta­ge­baus, Ver­tei­di­gung der Wald­be­set­zung und und und.
Im Jahr 2011 gab es das Un­räum­bar-​Fes­ti­val und ein Ak­ti­ons­wo­chen­en­de. Dort kamen je­weils viele Men­schen zu­sam­men und haben aktiv die Vor­be­rei­tun­gen für die Ro­dungs­ar­bei­ten er­schwert und ver­zö­gert. Die Ro­dungs­ar­bei­ten fin­gen erst nach der Räu­mung der Wald­be­set­zung Ende No­vem­ber rich­tig an. Daran wol­len wir an­knüp­fen und schla­gen des­halb Ak­ti­ons­wo­chen­en­den ca. alle sechs Wo­chen vor! Wir wol­len die­ses Jahr häu­fi­ger, kon­ti­nu­ier­li­cher und ak­ti­ver gegen die Ro­dun­gen vor­ge­hen. RWE soll sich lange über­le­gen müs­sen, wann sie sich trau­en kön­nen, mit den Ro­dun­gen an­zu­fan­gen – und wenn sie es dann doch tun wer­den sie mer­ken, dass es ein Feh­ler war!
Na­tür­lich wird es mög­lich sein, jeden Tag und jede Nacht gegen die Ro­dun­gen vor­zu­ge­hen. Des­halb laden wir alle Men­schen ein, zu den Be­set­zun­gen zu kom­men und sie zu un­ter­stüt­zen! Wäh­rend der Ro­dungs­sai­son sind Be­set­zun­gen noch mehr ein Dorn im Auge des Rie­sen als im Rest des Jah­res. Des­halb sind sie von Ok­to­ber bis März be­son­ders räu­mungs­be­droht – mehr Men­schen auf der Wiese, im Wald und auf den Bäu­men kön­nen hier eine Räu­mung ver­hin­dern und zu­min­dest ver­zö­gern. Da uns aber auch klar ist, dass es vie­len Men­schen leich­ter fällt, ins Re­vier zu fah­ren, wenn sie davon aus­ge­hen, dass viele Men­schen da sein wer­den, schla­gen wir fol­gen­de Wo­chen­en­den als ex­pli­zi­te Ak­ti­ons­wo­chen­en­den vor:

26.9. – 6.​10.​Build Re­sis­tan­ce Skills­ha­ring Camp!

Ak­ti­ons­wo­chen­en­den:
30.​10. – 2.​11.
28.​11. – 30.​11.
30.​12. – 1.1.
30.1. – 1.2.
27.2. – 1.3.
27.3. – 29.3.

Diese Wo­chen­den­den wer­den hof­fent­lich recht selbst­or­ga­ni­siert ge­sche­hen, aber man­che Dinge wer­den wohl doch vor­be­rei­tet wer­den. Wenn ihr In­ter­es­se habt, da mit­zu­ma­chen, schreibt uns ein­fach unter hambacherforst@​riseup.​net.
Wir freu­en uns rie­sig, euch im Herbst, im Win­ter und im Früh­ling im Wald zu sehen! Hier noch ein paar Ak­ti­ons­ide­en, ei­ni­ge Pa­ro­len und ein Ab­schieds­gruß, sonst wär’s ja kein rich­ti­ger Auf­ruf zu Ak­ti­ons­ta­gen!

Hüt­ten bauen, den Zu­fahrts­weg zur Be­set­zung re­pa­rie­ren, Essen or­ga­ni­sie­ren, Baum­häu­ser bauen, auf der still­ge­leg­ten Au­to­bahn Räu­ber und Gan­dar­me spie­len, auf der an­de­ren Seite der A4 eine Be­set­zung star­ten, Bäume um­ar­men, Bag­ger um­ar­men, Koh­le­zü­ge um­ar­men, sich ge­gen­sei­tig um­ar­men.
Ham­ba­cher Forst ge­fällt uns!
Kein Baum fällt!
Un­vor­her­seh­bar blei­ben!

Die Flyer fin­det ihr HIER

Infos zu dem Camp, den Or­ga­grup­pen und Awa­ren­ess Hier!
Ak­ti­ons­kar­ten Hier!
Ak­ti­ons­feld Koh­le­bahn Hier!
Kein Baum Fällt,180 Tage,Stoppt Ro­dung!
Flyer „Kein Baum Fällt!“
Video von einer Ak­ti­on beim Camp im Früh­jahr
Die En­er­gie­Lie­se,der Song
Ak­ti­ons­ratschlag vom 03.-05.​Okt. 2014 in Köln

180 Tage Stopp

180 Tage sind es, in denen RWE den Ham­ba­cher Forst wei­ter roden las­sen kann, und ver­mut­lich wird – denn unter dem Wald liegt die Braun­koh­le, an die RWE dran will: Vom 1. Ok­to­ber bis zum 31. März. 180 Tage in denen wir die Ro­dungs­ar­bei­ten ver­hin­dern wol­len, und in denen auch die Wald­be­set­zun­gen von einer Räu­mung be­droht sein wer­den. Um ef­fek­tiv zu stö­ren, müs­sen wir viele Men­schen sein – und viele Ideen haben. Des­halb haben wir uns ein Kon­zept über­legt: Für jeden die­ser 180 Tage su­chen wir eine Grup­pe, die sich be­reit er­klärt für die­sen Tag (das kön­nen auch meh­re­re Tage sein) in den Wald zu kom­men und mit uns zu­sam­men die Ro­dungs­ar­bei­ten zu ver­hin­dern.
Des­wei­te­ren wird es ein Skill Sharing Camp in die­ser Zeit geben um sich zu­sam­men zu­fin­den zu Dis­ku­tie­ren, In­for­mie­ren, Blo­cka­de Tech­ni­ken aus­zu­pro­bie­ren.

Wel­che Vorr­aus­set­zun­gen gibt es für Grup­pen einen Tag zu über­neh­men?

Eine Grup­pe kann ent­we­der eine spon­ta­ne Grup­pe sein, oder auch eine feste Grup­pe mit Namen, wie An­ti-​Atom-​Grup­pe so­und­so. Eine Grup­pe soll­te min­des­tens aus 10 Men­schen be­ste­hen ( Idee). Für eine Zu­sa­ge für einen Tag soll­te sich die grup­pe wirk­lich si­cher sein. Ein Tag be­deu­tet min­des­tens 36 Stun­den im Wald zu sein.

Was genau soll eine Grup­pe vor Ort tun?

Eine Grup­pe, die einen Tag im Wald über­neh­men will, soll­te be­reit sein, auf ir­gend­ei­ne Weise den Wald zu schüt­zen. Das kann auf di­rek­te, auf krea­ti­ve, oder auch auf sym­bo­li­sche Weise sein. Wenn jeden Tag un­ter­schied­li­che Sa­chen pas­sie­ren, macht es am Ende die Mi­schung! Eine Grup­pe soll­te sich schon im Vor­hin­ein über­le­gen, was sie sich vor­stel­len kön­nen im Wald zu tun. Im Wald wird es dann eine klei­ne Ein­wei­sung in die Si­tua­ti­on und Ak­ti­ons­emp­feh­lun­gen geben. Die Grup­pe soll­te sich auch an der Nacht­wa­che be­tei­li­gen. Eine Grup­pe kann auch meh­re­re Tage am Stück über­neh­men.

Was könnt ihr als Grup­pe er­war­ten?

Ihr wer­det eine Ein­füh­rung be­kom­men, eine Wald­füh­rung und In­for­ma­tio­nen über das rhei­ni­sche Braun­koh­le­re­vier. Wenn ihr wollt könnt ihr euren Auf­ent­halt im Wald ver­bin­den, mit einer In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung über das was ihr ge­ra­de so macht. Eine Ver­sor­gung auf der Wald­be­set­zung ist vor­han­den. Warme Schlaf­mög­lich­kei­ten hof­fent­lich auch.