7.6. mit der aaA-LG: Kennenlernen, Siebdruck, Ally werden!

Die anti-ableistische Aktion Lüneburg/Nord Lädt ein: Sonntag 7. Juni ab 14 Uhr im Commons Zentrum Lüneburg.

Eine schöne Gelegenheit mit uns ins Gespräch zu kommen, uns kennenzulernen und Ally (Verbündete*r) zu werden.
Und es gibt Siebdruck mit tollen anti-ableistischen Motiven. Bringe gerne Kleidung mit.

Am 7.6. ist wieder Verkaufsoffener Sonntag in Lüneburg. An diesem Tags wirbt die Marketing GmbH mit « Inklusion ». Das Setting ist allerdings Kritikwürdig. Wohlfahrtsorganisation sind beteiligt. Sie stehen mit ihren Heimen und Werkstätten nicht für Inklusion, Sondern für Segregation und Ausbeutung. Das Setting ist auch falsch: der Kapitalismus behindert uns! Unsere Veranstaltung zeigt Alternativen dazu. Weg mit ableistischen Strukturen und für selbstbestimmt leben!

Rezension Frech und frei sein

50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung

50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung

Aus: GWR 509 Mai 2026

Udo Sierck: Frech und frei. 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung, Assoziation A, Hamburg/Berlin 2025, 152 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86241-514-4

Udo Sierck erzählt über 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung, aus der Selbstbestimmt-Leben-Perspektive. Behinderte Menschen sind keine Opfer, die Mitleid erfahren wollen oder sollen, sondern Akteur*innen, selbstbestimmte Menschen. Sie kämpfen gegen Aussonderung und Diskriminierung.

Die Anfänge prägten der Rollstuhl fahrende Sozialarbeiter Gusti Steiner, mit dem Motto „Behindert sein ist schön“, und die Autorin Christa Schlett. Sie erklärte, Rebellion sei Sinn des schwerbehinderten Lebens. An der Frankfurter Volkshochschule wurde in der Folge der Kurs „Bewältigung der Umwelt“ angeboten, mit dem gesellschaftspolitischen Modell von Behinderung im Mittelpunkt. Die Gesellschaft behindert uns. Menschen wurden aufgeklärt und zum Handeln ermutigt.

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BGG in 1. Lesung: Protest!

Eine Person im E Rollstuhl sieht wütend aus. Sie hält eine großen PappHammer mit der Aufschrift BGG in der Hand und holt zum Schlag aus. Darunter eine goldene Rampe mit den Worten Teilhabe und Barrierefreiheit.

Protest vorm Bundestag anlässlich der 1. Lesung des Behindertengleichstellungsgesetzes ( BGG).

Die geplante Reform des BGG ist ein Rückschritt. Sie richtet sich nicht nach unseren Grundrechten, sondern nach kapitalistischen Grundsätzen. Barrierefreiheit wird von Wirtschaftlichkeit abhängig gemacht. Diskriminierung bleibt folgenlos, wird sogar legalisiert.

Plakativer Protest und Widerworte einiger Abgeordneten werden nicht reichen. Wir brauchen eine neue entschlossene « Krüppelbewegung » mit vielen Verbündeten !

Disability Rights matters!

Goldere Rampe mit dem Worten Barrierefreiheit und Teilhabe. Ein Hammer mit "BGG" liegt darauf

Eine Person hält den BGG Hammer in der Luft. Sie hat ein Plakat " Merz leckt Räder"

vor 3 Wochen hatten wir bereits demonstriert, in Hamburg vor der SPD Zentrale

ich bin kein Kostenfaktor! Inklusion ist ein Menschenrecht!

Ich dokumentiere meine Rede bei der Kundgebung gegen das neue BGG. Diese fand am 16. April vor der SPD statt, diese ist als Teil der Regierung für das Gesetz mitverantwortlich.

Ich bin Cécile, von der anti-ableistischen Aktion Nord

Der neue BGG Gesetzesentwurf macht uns auch wütend!

Eine Person schlägt mit dem "BGG" Hammer auf die Papp-Rampe ein, darauf stehen die Worte Barrierefreiheit und teilhabe. Im Hintergrund die SPD Zentrale und Demonstrierende

Bestehende Barrieren werden durch das neue BGG-Gesetz leider nicht bekämpft, sondern legalisiert. Die Privatwirtschaft kann sich künftig auf das Gesetz berufen, um ihre Barrieren zu rechtfertigen. 

Das Gesetz wurde über und ohne uns geschrieben. Und die UN-Behindertenrechtskonvention wird weiter missachtet.

Solange wir behinderte Menschen als Last gesehen werden, wird es keine Inklusion geben. Das ist ableistisch und ein Ausdruck der kapitalistischen Verhältnisse, weil wir nicht als „produktiv“ angesehen werden und somit als „weniger wert“.  Dieser Blickwinkel muss sich ändern.  Inklusion ist kein Kostenfaktor sondern ein Menschenrecht! 

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Barrierefreiheit für alle! Der ständige Ausfall der Aufzüge behindert uns!

“Bahn für alle, die Stufen müssen weg“, steht auf einem Banner. Die Demonstrant*innen haben symbolisch ihren eigenen (Seil)Aufzug mitgebracht – aus Protest gegen den ständigen Ausfall von Aufzügen an Bahnhöfen.

Aktion am 13.4.26 in Buxtehude. Wir haben 150 Flyer verteilt und viel Zuspruch erhalten. Hier die PM von der anti-ableistischen Aktion Nord. Am 16. findet um 15 Uhr in Hamburg vor der SPD Zentrale eine weitere Kundgebung gegen das neue BGG statt.

Buxtehude, den 13.4.2026 (Die Bilder sind auch von der anti-ableistischen Aktion Nord)

Aktive von der anti-ableistischen Aktion Nord demonstrieren heute mit einer Rollstuhl-Kletteraktion an der Unterführung/Treppe zu Gleis 2 am Buxtehuder Bahnhof.

“Bahn für alle, die Stufen müssen weg“, steht auf einem Banner. Die Demonstrant*innen haben symbolisch ihren eigenen (Seil)Aufzug mitgebracht – aus Protest gegen den ständigen Ausfall von Aufzügen an Bahnhöfen.

Auf einem anderen Banner steht: „Neues BGG fördert Ausgrenzung von Behinderten“ – BGG ist die Abkürzung für das Behindertengleichstellungsgesetz. 

1 Menschen hängt im Rollstuhlsitzend in Seilen in einem Treppenhaus am Bahnhof. zwei Banner: Bahn für alle die Stufen müssen weg und neues BGG fördert Ausgrenzung von Behinderten
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Schluss mit Diskriminierung – barrierefrei ins Sportbad!

Ich halte ein Plakat in die Kamera: Schluss mit Diskriminierung! Barrierefrei ins Sportbad. Die Stufen müssen weg, No access no peace. mit Zeichnung eines Bades mit brennender Treppe. Und auf dem bild zugefügter text: Lüneburg hat kein barrierefreies Sportbad. Und die Politik interessiert sich einen Dreck für die Belange von dadurch Diskriminierten

Lüneburg hat kein barrierefreies Sportbad. (Mein GWR-Artikel dazu)
Und die Politik und die nicht-behinderten gesellschaft interessieren sich nicht für die Belange von dadurch Diskriminierten.
Das ist mein Fazit zum Sportausschuss am 17.2.26 , wo ich Einwohnendefrage stellte.

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SaLü: Kein Sportbad für behinderte Menschen?

Zahlreiche Barrieren behindern Teilhabe in der Salztherme Lüneburg

Mein Artikel, veröffentlich in GWR 502

Eingang des Gebäude mit Schriftzug Salü , Gebäute ist rötlich
Eingang (Quelle Homepage der Salztherme Lüneburg)

SaLü ist die Salztherme mit Rehabereich, Wasserviertel und Sportbad in Lüneburg. Verantwortlich für den Betrieb ist die Gesundheitsholding Lüneburg. Stein des Anstoßes für die Recherche zu Barrierefreiheit und Teilhabe dort war ein Termin bei der Eingliederungshilfe der Hansestadt Lüneburg. Ich habe selbst eine Behinderung und bin Rollstuhlnutzerin. Ich habe beim Amt die Kostenübernahme für einen Sportrollstuhl beantragt. Im Gespräch wurde mir Schwimmen statt WCMX (skaten) nahe gelegt. Das sei nicht so gefährlich wie skaten und gut für mein Rheuma. Ein Jahr später: Ich habe immer noch keinen Bescheid für den Sportrollstuhl erhalten.
Ironie der Geschichte: Das einzige Sportbad in Lüneburg befindet sich im SaLü und ist für Rollstuhlnutzende unerreichbar. Es gibt eine Treppe. Wie kann das sein, frage ich mich. Schließlich hat es in den letzten Jahren immer wieder größere Bau- und Modernisierungsphasen gegeben. Wurde Barrierefreiheit hinten angestellt? Als „Nice to have“, wenn es gerade passt, jedoch nicht als „MUSS“?

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Parasport: Sit’n’Wake, ‘Skate, ‘Climb

ein paar kurze Parasport-Videos der letzen Monate (auf youtube gepostet)

Destroying stereotypes!

Neu: Sitwake in Zossen

Hat wirklich Spaß gemacht. Veranstalter war der deutsche Rollstuhlsport Verein DRS., Siwake Germany. Ich dachte ich bin nicht stark genug, ich war die einzige weibliche Teilnehmerin und beim Blick auf die Oberarme der anderen Teilnehmenden, hatte ich so meine Zweifel. Aber der Start vom Steg hat sofort geklappt. Man muss ein bisschen Ausdauer haben, es zieht, aber man lernt die Technik schnell, auch wie man ein Arm kurz ausruhen kann. Und ich hatte Spaß mit den Kurven und noch mehr mit dem kleinen Sprung! Nur der Cage (wo man drin sitzt) war sage ich mal, nicht für die Hüften des weiblichen Körpers geformt… Blaue Flecken… Ich war wie ich so oft bin, 100% dabei. Es waren 3 Tage. Nach der jeweiligen Session lage ich im Zelt im Bett… komplett erschöpft. Und nach dem Sitwake musste ich mich von Sport, zelten und Reise mehrere Tage erholen!

Para-Wasserski hinter einem Boot in Passade

Sit’n’skate

Mit WCMX Rollstuhl (Wheelchair BMX), die sind dafür extra gefedert und stabil gebaut.

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Paraclimbing – das Dach…

mein Aktuelles Projekt in der Kletterhalle… es fehlen noch ein paar Züge… aber ich hab nicht genug Kraft die Exe zu klippen. Ein nächstes mal versuche ich es mit Pause im Seil vor dem Dach, um weniger müde vom ersten Teil der route, der für mich auch schon schwer ist, zu sein.

Da oben sind die Gefühle schön. Auch wenn ich mich nicht lange festhalten kann. Es ist schön, weil ich Vorstieg klettern kann, ich berühre die Wand beim stürzen nicht. Ansonsten klettere ich toprope ( wie auf den ersten Bildern, beim ersten Part der Route). Ich könnte mich bein Stürzen im Vorstieg nicht gegen die Wand abstützen und das wäre sehr schmerzhaft, kaputte Gelenke… Überhang ist cool. Aber hart. Rheuma wüttet auch in den Ellenbogen und handgelenken

Prozess wegen (Kletter)Ationen für eine ökologische barrierefreie Mobilitätswende statt CARpitalism in WOB

Ankündigung für meinen Prozess in Wolfsburg. Freue mich über Unterstützung vor Ort und Aktionen gegen CARpitalism in Wolfsburg und anderswo.

Update 05.08.25

Pozess-Termin am 10.9.25 in Wolfsburg ist aufgehoben

Richter schickt neue Ladung für 3 Termine im November/Dezember. Er hat festgestellt, dass bei der Menge geladenen Zeug*innen, ein Tag nicht ausreicht, wenn ich wegen meiner chronischen Erkrankungen nicht den ganzen Tag verhandeln kann.

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