"Link Star" – neuer Atomtransport bei HHLA in Hamburg

Das Atomsschiff « Link Star » war heute im Hafen und hat am O’Swaldkai radioaktive Fracht umgeschlagen – obwohl der Hamburger Senat im April ein bahnbrechender Erfolg meldete. Es hieß, die HHLA (die über ihre Tochterfiliale UNIKAI den O’Swaldkai betreibt) würde künftig auf Atomtransporte verzichten. Die « Link Star » war aber bereits zum zweiten Mal im Juni im Hafen und hat Brennelemente umgeschlagen. Im Februar 2018, wenige Tage nach Unterzeichnung der Vereinbachung) hat sie Brennelementeaus Lingen für ein neues AKW in Finnland an Bord genommen. Die Ankündigung war heiße Luft, ein PR-Coup des Hamburger Senats.

Am heutigen Tag kam das Schiff für einen einzigen LKW nach Hamburg. Ein LKW des spanischen Atom-Spediteurs ETSA ist von Bord gegangen. (http://www.etsa.es/nuclear.php ). Die Spedition ist auf Atomtransporte spezialisiert. Darum waren es heute wieder vermutlich Brennelemente, auch wenn die Kennzeichung des LKW sehr dürftig war (keine UN-Nummer sichtbar, nur Radioaktiv Zeichen). Der Auflieger hatte ein spanisches Kennzeichen. Der LKW selbst hatte ein Kennzeichen aus dem Landkreis Nienburg/Weser (NI). Schiff und dann LKW beim Straßentransport konnten durch Robin Wood Aktivist*innen Dokumentiert werden.

Kleine Anekdote am Rande: Fotografieren war scheinbar unerwünscht, der LKW ist vor einer Radfahrerin mit Kamera « geflüchtet » hat Gas gegeben und ist über eine Rote Ampel an einer Kreuzung gefahren (eine Ampel ging kurz vor Durchfahrt von Orange auf Rot , die folgende Ampel war sicher Rot).

Robin Wood hat zum heutigen Atomtransport eine Pressemitteilung veröffentlicht (mein Prozesstermin von kommenden Mittwoch wurde darin angekündigt).

Das Atomsschiff « Link Star » war heute im Hafen und hat am O’Swaldkai radioaktive Fracht umgeschlagen – obwohl der Hamburger Senat im April ein bahnbrechender Erfolg meldete. Es hieß, die HHLA (die über ihre Tochterfiliale UNIKAI den O’Swaldkai betreibt) würde künftig auf Atomtransporte verzichten. Die « Link Star » war aber bereits zum zweiten Mal im Juni im Hafen und hat Brennelemente umgeschlagen. Im Februar 2018, wenige Tage nach Unterzeichnung der Vereinbachung) hat sie Brennelementeaus Lingen für ein neues AKW in Finnland an Bord genommen. Die Ankündigung war heiße Luft, ein PR-Coup des Hamburger Senats.

Am heutigen Tag kam das Schiff für einen einzigen LKW nach Hamburg. Ein LKW des spanischen Atom-Spediteurs ETSA ist von Bord gegangen. (http://www.etsa.es/nuclear.php ). Die Spedition ist auf Atomtransporte spezialisiert. Darum waren es heute wieder vermutlich Brennelemente, auch wenn die Kennzeichung des LKW sehr dürftig war (keine UN-Nummer sichtbar, nur Radioaktiv Zeichen). Der Auflieger hatte ein spanisches Kennzeichen. Der LKW selbst hatte ein Kennzeichen aus dem Landkreis Nienburg/Weser (NI). Schiff und dann LKW beim Straßentransport konnten durch Robin Wood Aktivist*innen Dokumentiert werden.

Kleine Anekdote am Rande: Fotografieren war scheinbar unerwünscht, der LKW ist vor einer Radfahrerin mit Kamera « geflüchtet » hat Gas gegeben und ist über eine Rote Ampel an einer Kreuzung gefahren (eine Ampel ging kurz vor Durchfahrt von Orange auf Rot , die folgende Ampel war sicher Rot).

Robin Wood hat zum heutigen Atomtransport eine Pressemitteilung veröffentlicht (mein Prozesstermin von kommenden Mittwoch wurde darin angekündigt).

HHLA schlägt offenbar weiter Kernbrennstoffe am Hamburger Hafen um

ROBIN WOOD-Aktivist*innen haben heute im Hamburger Hafen einen Urantransport beobachtet und mit Fotos dokumentiert. Das Schiff „Link Star“ der finnischen Reederei Godby Shipping AB legte am frühen Morgen um 6:00 Uhr am O‘Swaldkai der Firma UNIKAI an, einer Tochterfirma der HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG). Ein LKW mit radioaktiver Kennzeichnung (Gefahrgutklasse 7) des auf Atomtransporte spezialisierten Unternehmens ETSA verließ das Schiff um 7:10 Uhr.

Die Umweltschützer*innen gehen davon aus, dass es sich bei der Ladung um Brennelemente aus Spanien für ein Atomkraftwerk handelt. Bereits am 15. Juni 2018 erfolgte mit der „Link Star“ ein Transport von Brennelementen zum AKW Gundremmingen, wie das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) bestätigte. Laut BfE sind insgesamt acht derartige Transporte geplant.

Die HHLA, die mehrheitlich im Besitz der Stadt Hamburg ist, hatte im April dieses Jahres auf öffentlichen Druck hin einen freiwilligen Verzicht auf den Umschlag von Kernbrennstoffen über den Hamburger Hafen erklärt.

Die Pressestelle der HHLA bestätigte heute zwar auf ROBIN WOOD-Anfrage die Ankunft der « Link Star », wollte jedoch zur Ladung keine Angaben machen. Angesprochen auf den freiwilligen Verzicht auf den Umschlag von Kernbrennstoffen ließ die Sprecherin durchblicken, dass noch laufende Vereinbarungen erfüllt würden. Die HHLA werde sich an die Verzichtserklärung halten, einen festen Termin, wann der letzte Kernbrennstoff-Transport bei der HHLA umgeschlagen wird, nannte die Sprecherin heute aber nicht.

„War die Verzichtserklärung der HHLA nur ein PR-Coup? Unsere Recherchen belegen, dass die HHLA auch weiterhin Kernbrennstoffe im Hamburger Hafen umschlägt. Über UNIKAI wird unter anderem das neue noch nicht in Betrieb genommene AKW in Finnland, Olkiluoto 3, mit Brennelementen aus dem niedersächsischen Lingen beliefert. Wir fordern den rot-grünen Senat auf, dafür zu sorgen, dass der Hamburger Hafen für sämtliche Atomtransporte gesperrt wird. Weil es offenbar freiwillig nicht klappt, muss das gesetzlich geregelt und konsequent kontrolliert werden“, fordert Tim Christensen von ROBIN WOOD.

Als im April dieses Jahres öffentlich wurde, dass die Hafenunternehmen HHLA und Hapag-Lloyd freiwillig auf den Umschlag von Kernbrennstoffen verzichten, hatten ROBIN WOOD und ContrAtom darauf hingewiesen, dass davon nur ein Bruchteil aller Atomtransporte erfasst wird. Denn andere Unternehmen transportieren weiterhin Kernbrennstoffe durch Hamburg. Der Verzicht umfasst zudem nicht den Umschlag von Stoffen wie Uranerzkonzentrat und nicht angereichertem Uranhexafluorid, obwohl beides Zwischenprodukte sind auf dem Weg zur Produktion von Brennelementen für Atomkraftwerke. Nun ist der vermeldete „Erfolg“ noch kleiner. Denn offenbar hält sich die UNIKAI, die zu 51 Prozent der HHLA gehört, bislang nicht an die Vereinbarung.

„Der Hamburger Hafen ist noch immer die internationale Drehscheibe für das Geschäft der Atomindustrie“, stellt ROBIN WOOD-Aktivistin Cécile Lecomte fest. „Protest ist weiterhin dringend nötig, sowohl gegen die Unternehmen, die von diesem verantwortungslosen Geschäft profitieren als auch gegen den Hamburger Senat, der diese unnötige Gefährdung der Bevölkerung sehenden Auges zulässt.“

ROBIN WOOD engagiert sich seit Jahren im Bündnis „Atomtransporte durch Hamburg stoppen!“, das mit Recherchen und Protestaktionen dafür streitet, dass die gefährlichen Transporte unterbleiben und Hamburg seine Hafenlogistik nicht mehr für den Betrieb von Atomkraftwerken zur Verfügung stellt.

Am kommenden Mittwoch findet um 9:30 Uhr vor dem Amtsgericht Hamburg-Harburg eine Gerichtsverhandlung gegen eine Aktivistin statt, die sich 2014 an einer achtstündigen Kletteraktion gegen einen Atomtransport am Süd-West-Terminal der Atomumschlagfirma C. Steinweg beteiligte.

Atom LKW ist bei rot gefahren (erste Ampel ist zu sehen, ging auf rot bei Durchfahrt, zweite Ampel direkt dahinter (Nummer 2 auf Bild unten) war sicher länger rot. Und es gab an der Kreuzung viel Verkehr.

Atom LKW unmittelbar nach Fahrt über die Kreuzung bei Rot.

Hintergründe

Quelle für die Bilder: ROBIN WOOD

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