Beton, Schiene und Castor: Prozess in Potsdam geplatzt
Par eichhörnchen le mardi 15 mai 2012, 17:19 - Artikeln - articles - Lien permanent
Frau Ahle wollte mit ihrem Beschluss augenscheinlich einer anstrengenden Verhandlung mit zwei AktivistInnen auf der Anklagebank aus dem Weg gehen.
Ergebnis: noch komplizierter! Kaputt war der Prozess, nach 40 Minuten...
Sowohl Christof als auch ich werden Beschwerde gegen den Beschluss einlegen. Und ich bin darauf gespannt, wie mein nächster Prozess als Betroffene bei Frau Ahle verlaufen wird. Am 4. juni gilt: Auf nach Potsdam und wieder mal die Rollen tauschen...
Update 30.5.:mein Prozess vom 4. Juni hat Frau Ahle auf den 27. August um 9:00 uhr verlegt... offensichtlich braucht sie etwas zeit, sich darüber Gedanken zu machen, was sie mit dem Eichhörnchen tut...
Ich übernehme zum gestrigen Prozesstag den Kurzbericht aus dem Blog zu den Castorprozessen in Potsdam...
Dem Umweltaktivisten Christof N. wird vorgeworfen, durch seine Beteiligung
an einer Ankettaktion
anlässlich des Castor Transportes 2008 eine betriebsstörende Handlung nach der
Eisenbahn- Bau- und Betriebsordnung begangen zu haben.
Dafür musste er am heutigen Montag knapp 500km von seinem Wohnort entfernt in
Potsdam vor dem Amtsgericht erscheinen. Zu Beginn der Verhandlung beantragte
der Beschuldigte eine Wahlverteidigerin nach §138 II StPO. Dies wurde jedoch
mittels unzutreffender Behauptungen von Richterin Ahle abgelehnt. Die
Verhandlung wurde bis zur Entscheidung über die daraufhin ergangenen
Beschwerden ausgesetzt.
„Wenn Richterin Ahle meint, ab Fließband Atomkraftgegner_innen verurteilen
zu können, hat sie sich geirrt. Ich werde mich umfangreich gegen diese
politische motivierte Verfolgung zu wehren wissen“ So der Beschuldigte
Christof N.
Neuer Verhandlungstermin ist noch nicht bekannt.
Kontakt: bloxberg@nirgendwo.info