Gegen die Versorgungsanlagen und – Transporte der Atomindustrie (Teil 4)

Unsere Kenntnisse des Bahnverkehrs und Karstens Wissen über die Schifffahrt waren uns später bei den Protesten gegen die Versorgungstranporte der Atomindustrie nützlich.

Urancontainer wird von einerm Schiff gehievt im Hamburger Hafen, an einem großen kran

Ich setzen meinen Nachruf für karsten Hilsen fort. Heute mit vielen Bildern von Aktionen gegen Urantransporte, denn das die letzten Jahre sicher Karstens wichtigstes politisches Thema

voriger Teil(3): Non-Stopp Aktivist*innen gegen Castortransporte

Unsere Kenntnisse des Bahnverkehrs und Karstens Wissen über die Schifffahrt (Karsten war begeisterter Segler, wir sind allerdings nur 2 male gemeinsam gesegelt, ich war leider sofort seekrank, selbst auf Binnengewässer!) waren uns später bei den Protesten gegen die Versorgungstranporte der Atomindustrie nützlich. Die Castortransporte nach Gorleben waren Geschichte – an dieser Stelle bin ich froh, das Karsten das endgültige aus für Gorleben als Endlager miterleben durfte, da er gegen das dortige Atommüllager seit seiner Jugend aktiv war. Die Castoren stehen immer noch in Gorleben in der „Kartofelscheune“, das Atommüllproblem ist weiter ohne Lösung – aber immerhin das was uns als Lösung Jahrzehnte lang vorgegaukelt wurde – obwohl es eben keine war – wurde aufgegeben. Hin und wieder waren wir in den Jahren in Gorleben.

eine Person hängt in Traversen (quer gespannte Seile)
Karsten in den Seilen in Gorleben 2011
Eine mensch steht auf einem Tripod aus Holz
Karsten auf einem Tripod in Gorleben, 2011

Kampagne gegen Atomtransporte

Zusammen mit anderen Aktivistis haben wir Stunden in den Hamburger Hafen und an Bahnanlagen verbracht und Atomtransporte beobachtet. Wann diese wohin fahren ist nicht öffentlich, die Informationen, die Aktivist*innen veröffentlichen, sind das Ergebnis von Recherchearbeit und Beobachtungen. Karsten hat erheblich zum Teilerfolg der Kampagne in Hamburg beigetragen.

Ein 20 Fuß Container hängt an einem Hafenkran, zwischen Schiff und Terminal
Atomtransport mit Uranerzkonzentrat im HH Hafen beim Südwest-Terminal, Betreiber C.Steinweg, 2016
Uranzug im Güterbahf Maschen
Urantransport im Güterbahnhof Maschen
Der Hafen in der Nacht , Licht ist zu sehen
Atomtransportbeobachtung bei Nacht, 2017
Atomtransport per LKW in Hamburg, 2015

Mit unserem Wissen über Atomtransporte haben wir die Bevölkerung durch Infotouren zb in den Zügen entlang der Transportstrecken informiert.

Karsten mit "wir stellen und Quer" X Tee-shirt und eine Person mit Atemschutz und weißem Anzug
Karsten beim Aktionstag im Zug an der Atomtransporte-Strecke entlang 2017
Menschen mit Banner Atomtransporte verhindern, Atommüll verhindern und Simson Kostüm
Aktionstag im Zug quer durch Deutschland an der Atomtransporte-Strecke entlang 2017
Aktionstag im Zug an der Atomtransporte-Strecke entlang 2017, hier in Trier
Karsten trägt ein "Wir stellen und Quer T-shirt" und jongliert mit zitronen
Karsten beim Aktionstag im Zug an der Atomtransporte-Strecke entlang 2017 in Trier
Menschen mit Banner gegen Atomtransporte am Bhf am bahnsteif in Osnabrück
Aktionstag im Zug an der Atomtransporte-Strecke entlang 2017, hier in Osnabrück

Es gibt heute nach wie vor Atomtransporte durch Hamburg, aber keine Kernbrennstofftransporte über den Hafen mehr. (Homepage der Kampagne)

Ein mensch steht unter einer Person in einem Seil an einem Gebäude
Karsten Unterstützt Cécile am ende einer Aktion bei den Grünen in HH 2017, um sie an ihr Verprechen gegen Atomtransporte vorzugehen, zu erinnern
Menschen an einer Brückenkonstruktion in luftiger Höhe mit Banner gegen Atomtransporte, unten Karsten mit Robin Wood Veste spricht mit Passant*innen
Aktion gegen Atomtransporte in Hamburg, 2013, Karsten vermittelt an passant*innen, Cécile ist oben im Seil…
Mensch verteilt Flyer und hat Funkgerät in der Hand
2013, Karsten verteilt Flyer bei Aktion gegen Urantransporte in HH – Karsten konnte gut funken, sehr hilfreich bei Aktionen
Karsten mit Seilen in der Hand, daneben ein Polizist
Karsten bis zum Ende dabei, wartet auf Kletter-hörnchen Cécile und lässt sich nicht von der Polizei beirren

Diese Arbeit war uns nach Fukushima und im Hinblick auf den verkündeten Atomausstieg wichtig. Wichtig darüber aufzuklären, dass der Atomausstieg die Atommeiler (AKW) betrifft, nicht jedoch die Atomanlagen, die der Versorgung der Atomindustrie in Lingen (Brennelementefabrik) und Gronau (Urananreicherungsanlage) betreffen. (siehe auch urantransport.de )

Karsten war dabei, als wir gegen diese Atomanlagen campten, Aktionen gegen die UAA und den Export von abgereichertem Uranmüll nach Russland und Frankreich durchführten.

Tripod mit Kletterin udn person die stützen
2 Tage Blockade der UAA Gronau 2016, Aufbau des Tripods, Foto Pay Numrich
zwei menschen machen Grimacen, gucken "böse" in die Kamera
Grimace für die Kamera 🙂 bei der Blockade der UAA 2016
Menschen gucken skeptisch
Blockade der UAA Gronau, 2016
Demozug mit Frintbanner Tepco ist überall urenco schließen
Abschlussdemo nach Beendigung der Blockade in Gronau 2016
Mahnwache auf dem Marktplatz lüneburg mit tripod, banner "Artomtod made in Germany, uranwirtschaft jetzt abschalten, Robin Wood und Infotisch
Antiatom Mahnwache in Lüneburg 2011, Karsten hatte ein Stück Schiene und eine Säge für den Infotisch mitgebracht

Er war auch bei Demos in der Lingener Innenstadt und Aktionen vor der Brennelementefabrik am Start. wie zb bei einer Blockadeaktion nach einem brand 2019 in der Anlage (Er wurde später vor Gericht vom Vorwurf der Nötigung frei gesprochen)

Karsten sitzt am Boden, Polizeisten haben ihn umstellt udn scheinen sich an ihm zu wenden
Karsten bei der Blockade der Brennelementefabrik Lingen 2019

Und natürlich fanden wir, dass der Ausstieg nicht schnell genug geht und führten Aktionen bei den noch laufenden AKW durch. Wie hier am AKW Brockdorf. Karsten unterstütze den Aufbau der Tripod Konstruktion vor dem Tor des AKW. Wie man die Stangen zusammen bindet, habe ich von ihm gelernt.

Tripod vor dem AKW Brokdorf
Tripodblockade vorm AKW Brokdorf 207, Foto: Hörnchen
Tripodkonstruktion wird zu boden gebracht
Abbau nach einer erfolgreichen Aktion, Karsten wie immer aktiv dabei. Foto: Hörnchen
Karsten in einer Menschenmenge, trägt Klettergurt
Karsten in der Menge bei einer Demo 2011 nach dem Fukushima GAU, Mit Klettergurt, Cécile steht vor ihm in der Menge… Foto: Konrad Lippert

Zu Teil 5: Solidarität vor Gericht und der berühmte Keksprozess

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