Photo: Löschung der Sheksna, Juli 2015

Inzwischen wurde die Vermutung bestätigt, dass das Schiff „Link Star“  am 29. Juni Brennelemente aus Spanien für das AKW Gundremmingen in Hamburg bei HHLA umgeschlagen hat. Das ergibt sich aus einer Veröffentlichung des BfE.  Die Weiterfahrt erfolgte per LKW. HHLA hat einen Verzicht auf Krenbrennstofftransporte angekündigt und wurde auf frischen Tat ertappt. Sie rechtfertigt sich nun damit, dass der Termin für die Umsetzung des Verzichtes noch klar sei, deshalb gebe es derzeit noch Kernbrennstofftransporte. Die „Link Star“ kam für einen einzigen Brennelemten-LKW nach Hamburg.  Das Geschäft lohnt sich scheinbar.

Der Atomtransport war am 29. Juni äußerst spärlich gekennzeichnet. Angebracht wurde lediglich ein Schild mit dem Symbol „radioaktiv“. Weder eine UN-Nummer noch Schilder wie „Spaltbar“ oder „Giftig“, die auf die Eigenschaften und Gefährlichkeit des transportierten Stoffes aufmerksam machen und bei einem Unfall ein effektiveres Eingreifen ermöglichen, waren zu sehen. Und der LKW flüchtete vor einer Fotografin und überfuhr eine rote Ampel an einer großen Kreuzung. Nicht sehr vertrauenerweckend!

Darüber hinaus finden zahlreiche UF6 Transporte statt (Beispiel).

UPDATE 17.7.: Zwei weitere Atomtransporte in Hamburg am Montag und Dienstag.

- MACS Schiff Bright Sky hat am Montag bei C. Steinweg am SWT mind. 9 Container Uranerzkonzentrat umgeschlagen.

- ASPOL Schiff Sheksna hat am Eurogate am Dienstag 2 Container umgeschlagen, vermutlich UF6 für die Framatome (ex-Areva) Brennelementefabrik Lingen