Im Winter 2012 haben tausende BereitschaftspolizistInnen versucht die Zone zu räumen, aber ihnen trat ein bestimmter und vielseitiger Widerstand gegenüber. Dieser gipfelte in einer 40.000 Personen starken Demonstration, um Teile dessen, was vom französischen Staat zerstört wurde, wieder aufzubauen. Weniger als eine Woche später sah sich die Polizei gezwungen, das was sie „Operation Cesar“ nannten, zu stoppen. Während der letzten drei Jahre war die zad eine herausragende Forschungsstätte für neue Lebensweisen, die in der Zusammenarbeit zwischen all jenen, die die Vielfalt dieser Bewegung ausmachen, wurzeln. Es gibt sogar ein Liste von sechs Punkten (siehe unten) zum radikalen Überdenken, wie man das Land ohne Flughafen organisieren und bearbeiten kann, basierend vielmehr auf der Schaffung von Gemeingut, auf einer Vorstellung der Nutzung, als auf Eigentum und der Forderung, dass jene, welche für das Land gekämpft haben auch die sind, die über seine Verwendung entscheiden.

Jetzt ist die Räumung der gesamten Zone fällig, um mit dem Bau dieses absurden Flughafens zu beginnen. Premierminister Valls hat ein „Rendez Vous“ für diesen Oktober versprochen, um jede/-n die/der in der Zone lebt, arbeitet, baut und wirtschaftet gewaltsam zu vertreiben.

Am 8. Oktober werden sich zehntausende Menschen in der zad versammeln, um zu demonstrieren, dass die Entschlossenheit der Bewegung so stark ist wie eh und je. Um die zurückliegenden Kämpfe der LandwirtInnen zu ehren, werden wir alle mit hölzernen Wanderstäben kommen und sie in der Zone zurücklassen, als ein Zeichen der Zusicherung zurück zu Kommen und sie wieder aufzuheben, falls nötig. Des Weiteren werden wir eine Scheune aufrichten, die während des Sommers von dutzenden Zimmerleuten gebaut wurde, welche als Basis genutzt werden wird, sollten Räumungen stattfinden.

Wir rufen alle internationalen Gruppen und Bewegungen dazu auf, entweder am 8. Oktober in die Zone zu kommen oder ihre Solidarität zu der zad in den eigenen Gemeinden und Städten an diesem Tag durch Aktionen zu zeigen, die an die französische Regierung oder das multinationale Vinci gerichtet sind.

Der Flughafen wird niemals gebaut werden. Das Leben in der zad wird weiterhin gedeihen!


Sechs Punkte für die Zukunft der zad.

Da es keinen Flughafen geben wird…
Bei Aufgabe des Flughafenprojekts wollen wir:
1. Dass die BewohnerInnen, BesitzerInnen oder MieterInnen, die von einer Enteignungs- oder Ausweisungsprozedur betroffen sind, in der Zone bleiben können und wieder zu ihren Rechten kommen.
2. Dass die betroffenen LandwirtInnen, die sich geweigert haben, AGO-VINCI nachzugeben, ihr Land frei bearbeiten können, ihre Rechte wiedererlangen und ihre Aktivität unter guten Bedingungen weiterführen können.
3. Dass die neuen, zur Besetzung der zad gekommenen BewohnerInnen in der Zone bleiben können. Dass alles was seit 2007 in der BesetzerInnenbewegung als Landwirtschaftsexperiment, selbstgebaute oder leichte Wohnungen (Hütten, Wohnwägen, Jurten, usw.), Lebens- und Widerstandsformen entstanden ist, bestehen bleiben und fortgeführt werden kann.
4. Dass das Land, das jedes Jahr von der Landwirtschaftskammer für AGO-VINCI in Kurzpachtverträgen verteilt wird, von einer Einheit der verschiedenen Komponenten der BesetzerInnenbewegung übernommen wird. Dass also die Anti-Flughafen-Bewegung und nicht die üblichen Institutionen über die Benutzung des Landes bestimmen.
5. Dass dieses Land für neue landwirtschaftliche und nicht-landwirtschaftliche Niederlassungen dient und nicht der ständigen Erweiterung der Betriebe.
6. Dass diese Grundlage durch unsere kollektive Entschlossenheit Realität wird. Wir werden unsere Achtsamkeit darauf richten, eventuelle Konflikte, die bei der Umsetzung entstehen, zu lösen.

Wir säen und erstellen bereits eine vielfältige und kohärente Zukunft ohne Flughafen. Es ist an uns allen, sie heute zu verteidigen und dafür zu sorgen dass sie sich entfalten kann.

INFO:

zad.nadir.org

zad@riseup.net