Die MitarbeiterInnen der Urenco schaften sich den Weg durch die Demonstrierenden mit Gewalt frei und traten auf die sitzenden DemonstrantInnen vor dem Tor.

Fahnen-Tausch

Und statt der grundrechtlich geschützten Versammlung zu schützen, beteiligte sich die Polizei eifrig und gewaltsam an der willkürlichen rechtswidrigen Versammlungsprengung. Wenn es um Atomkraft geht werden Grundrechte im buchstäblichen Sinne des Wortes mit Füßen getreten.

Gegen eine bestehende nicht aufgelöste Versammlung darf die Polizei eigentlich nicht vorgehen - dabei kommt es nach der herrschenden Rechtssprechung vom Bundesverfassungsgericht nicht darauf an, ob die Versammlung hätte angemeldet werden müssen.

Sie gehen über Leichen

Dies interessiert die Polizei aber nicht. Strafanzeige will sie laut Medienberichten nun gegen VersammlungsteilnehmerInnen erstatten. Wir sind gespannt... Wenn die Polizei unbedingt noch mehr Öffentlichkeit für das Thema Urananreicherung und Polizeiwillkür schaffen will... nehmen die AktivistInnen sicherlich gerne die Einladung zum Tanz an ...
Sie geht über Leichen

Erst nach ca. einer Stunde beruhigte sich die Lage, als die Urenco ein Schuttelservice zu einem anderen Eingangstor für ihre MitarbeiterInnen einrichtete - die ArbeiterInnen sollen bloß nicht laufen müssen.

In einer Mitteilung begrüßten lokale Antiatominitiative die Blockade.

"Der Kampf um die Stilllegung der UAA Gronau hat gerade erst begonnen - wenn schwarz-gelb-rot-grün glauben, mit ein paar Hinterzimmerdeals in Berlin die UAA in Gronau, die Brennelementefertigung in Lingen sowie 9 AKW bundesweit einfach weiterlaufen lassen zu können, dann haben sie sich geschnitten. Wir rufen dazu auf, den Widerstand gegen die Nutzung der Atomenergie vor Ort und international entschlossen weiterzuführen, denn der Export des angereicherten Urans aus Gronau bringt das Risiko des GAUs in alle Welt. Auch die Hermes-Bürgschaften für AKW im Ausland sind absolut unerträglich und das Weiterbohren in Gorleben zeigt, dass die Atomlobby an einem sicheren Endlager gar kein Interesse hat. Es gibt viele gute Gründe, auf der Straße zu bleiben - acht AKW haben wir durch unseren Druck schon stillgelegt, jetzt kommt die zweite Portion! "

Weitere Aktionen werde folgen. Der Protest gegen Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefertigungsanlage in Lingen muss an Bedeutung auf Bundes- und Internaltionalen Ebene gewinnen. Das ist keine lokale Angelegenheit! Denn Radioaktivität kennt keine Grenzen.

Interview mit Eichhörnchen

Update 6. Juli 2011: UAA erneut blockiert!!!! Dieses Mal war es eine 12 stündige Robin-Wood Blockade-Aktion


Eichhörnchen


Weitere Informationen:

WDR-Beitrag zur Aktion

Bilder der Aktion vom 4. Juli 2011

Bilder der Aktion vom 6. Juli 2011

www.urantransport.de

www.sofa-ms.de

www.kein-castor-nach-ahaus.de

Polizeischickane nach der Aktion am 4. Juli: Allgemeine Fahrzeugkontrolle