ValognesDie Polizisten, die die AktivistInnen bei der Räumung schwer verletzten wurden nicht beheligt. Das gegen sie eingeleitete Strafverfahren wurde eingestellt. Wenn die AktivistInnen nicht lebensgefährlich verletzt werden wollen, sollen sie keine Aktion durchführen, so das Tenor der Einstellungsverfügung. Die AktivistInnen legten gegen diese Einstellungsverfügung Beschwerde ein . Bearbeitet wurde die Beschwerde bislang nicht. (Bild Rechts: eine Verletzung - nach erster Behandlung - 3 Operationen wurden notwendig )

Gegen die AktivistInnen blieb der Verfolgungsdrang bestehen...

Das heutige Urteil lässt sich wie folgt zusammenfassen

- Verurteilung wegen Eingriffes in den Schienenverkehr (entrave à la circulation des trains)
- 3 Monate Gefängnis auf Bewährung mit Eintrag im Führungszeugnis (bei zwei Personen wird davon Abstand gehalten)
- 29 000 Euro Schadenersatz an die Eisenbahngesellschaft SNCF (die 13 000 Euro Kaution, die die Angeklagten nach der Aktion zahlten , um auf freien Fuß zu kommen, werden da gegengerechnet)
- 250 Euro pro Person an die SNCF für die Verfahrenskosten  (mit Rabat von 20% wenn dr Betrag innerhalb eines Monates eingezahlt wird.)
- Freispruch bezüglich des Vorwurfs der Weigerung sich ED-behandeln zu lassen. In Frankreich darf die Polizei einen Beschuldigten nicht mit Gewalt dazu zwingen, seine Fingerabrücke oder auch seine DNA abzugeben. Die Weigerung diese abzugeben ist aber eine Straftat.
- AREVA hat verloren, die Angeklagten wurden - entgegen des erstinstanzliches Urteils - nicht wegen "Imageschaden " zum Nachteil des Unternehmens verurteilt.
Valognes
Caen, November 2010 - Castorblockade


In erster Instanz lautete das Urteil wie folgt


- Verurteilung wegen Eingriffes in den Schienenverkehr und für das Imageschaden zum Nachteil des AREVA-Konzerns
- 1 Monat Gefängnis auf Bewährung + 1000 Euro Geldstrafe -
-  500 Euro Geldstrafe für einen Aktivisten, der sich weigerte seine Fingerabdrücke abzugeben.
- 20 500 Schadenersatz für die Eisenbahngesellschaft SNCF
- 1 symbolischer Euro an AREVA fürs Imageschaden
- 1000 Euro Verfahrenskosten für SNCF und AREVA

Wenn das heutige Urteil kein Urteil im Namen des Atomstaates ist...

Der Widerstand lässt sich nicht einschüchtern!
Valognes Stopp Castor 2011 war die richtige Antwort auf die Repression beim Castor 2010!


 Valognes
Valognes, November 2011 - Castor Schottern im Trännengasnebel

Hintergründe zum Prozess - Aktionsgruppe GANVA


Valognes Stopp Castor 2011


Antiatom-Widerstand in der Normandie

Radiobeitrag über den Antiatom-Widerstand in der Normandie