Die AktivistInnen machen auf breite Proteste im Rheinischen Braunkohlerevier für einen Kohleausstieg aufmerksam und rufen dazu auf, sich dort ebenfalls einzumischen. Morgen starten die „Aktionstage gegen Kohle” im Rheinischen Revier: Im Umfeld der Tagebaue Garzweiler und Hambach sowie an Kraftwerken der Region werden Menschen für das Ende der Braunkohleförderung, den Erhalt des Hambacher Waldes und eine globale Energiewende von unten eintreten. Zudem laufen drei Klima- und Zukunftscamps sowie die Degrowth-Sommerschule, bei der sich Klima-AktivistInnen aus ganz Europa treffen und vernetzen.

Das Rheinische Braunkohlerevier ist die größte CO2-Quelle Europas und treibt damit den globalen Klimawandel enorm an. Für die Erweiterung der Tagebaue von RWE werden noch immer Menschen zwangsumgesiedelt sowie Dörfer und Landschaften zerstört – entgegen jeder energiepolitischen Notwendigkeit.

RWE und die Politik halten starr an den Braunkohle-Abbauplänen bis 2045 fest und gehen repressiv gegen Klimaschützende vor. Dabei ist ein schnelles Umsteuern unumgänglich, auch um die völkerrechtliche Verpflichtung aus dem Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. „Die Bundesregierung weigert sich jedoch, ein Datum und einen verbindlichen Fahrplan für den Kohleausstieg festzulegen. Und die schwarz-gelbe Koalition in NRW setzt wider besseres Wissen voll auf die angeblich ‚unverzichtbare‘ Braun- und Steinkohle. Dabei reicht auch schon das Pariser Abkommen nicht, den Klimawandel aufzuhalten“, so die Aktivistin Cécile Lecomte.

„Klimagerechtigkeit gibt es nur von unten und nur mit breiten Protest“, sagt ROBIN WOOD-Aktivist Jonathan Schultz. „Der Kohleausstieg ist technisch machbar und klimapolitisch notwendig. Ohne eine Abkehr von der Kohle ist der Kampf gegen den Klimawandel nicht zu gewinnen.“

Die Aktiven hoffen, gemeinsam mit vielen anderen Organisationen und Aktiven ein starkes und offensives Zeichen für Klimagerechtigkeit zu setzen. Sie fordern auf, massenhaft ins Rheinland zu kommen und sich an den Protesten zu beteiligen.