Den KletteraktivistInnen und ihrer zwei Seilwachen wird vorgeworfen, eine Betriebsanlage außerhalb ihrer Zweckbestimmung genutzt zu haben. Eine Belästigung und Gefährdung der Allgemeinheit durch eine grob ungehörige Handlung wird ihnen zusätzlich zur Last gelegt.

Was das alles heißt, soll nun auf Grund des Einspruchs der Betroffenen in einer Gerichtsverhandlung geklärt werden.

„Ich freue mich auf die Hauptverhandlung und auf die Ladung der „Allgemeinheit“, die dann äußern wird, was am meisten belästigt und gefährdet: Vier DemonstrantInnen oder ein nicht mal korrekt gekennzeichneter und gesicherter Atommülltransport.“ schreibt Cécile in ihrem Einspruch an die Verwaltungsbehörde.

Die AktivistInnen kritisieren nicht nur die gegenüber Journalisten verbreiteten falschen Vorwürfe der Polizei zur Tatzeit, sondern auch die Art und Weise wie sie geräumt wurden:

„ Unsere Ingewahrsamnahme auf dem Dach des Polizeiboots war grob fahrlässig, uns wurden Handschellen angelegt. Wären wir vom Dach heruntergerutscht, wären wir abgesoffen.“ erinnert sich Kletteraktivist Martin.

Einschüchtern lassen sich die AktivistInnen jedoch weder durch absurde Strafvorwürfe noch durch Bußgeldbescheide, sie werden vor Gericht für die Legitimität ihrer Protestaktionen eintreten und auch weiterhin aktiv gegen die Atomindustrie sein.