* Fukushima mahnt – Atomausstieg sofort!
* Mahnwache und Gedenkaktion am 11. März in Lüneburg

rund um den Fukushima-Jahrestag am 11. März werden wieder überall inDeutschland Mahnwachen stattfinden – gegen das Vergessen der Reaktorkatastrophe in Japan und aus Protest gegen die weitere Nutzung der Atomenergie.

Auch in Lüneburg wollen Aktive von ROBIN WOOD ihre Solidarität mit den Betroffenen in und um Fukushima zeigen und darauf aufmerksam machen, dass hierzulande längst nicht alle Atomanlagen stillgelegt sind.

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Termin für die ROBIN WOOD-Mahnwache in Lüneburg:
Mittwoch, den 11. März 2015 um 18:30 Uhr vor dem Bahnhof Lüneburg
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Zuvor veranstaltet das Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atom (LAGA) eine Gedenkaktion um 16:00 Uhr in der Großen Bäckerstraße (auf Höhe der Hausnummern 2-4) in Lüneburg.

Pressemitteilung vom BBU zum Fukushima Jahrestag:

 Jahre nach Fukushima: BBU bekräftigt Forderung nach Sofortausstieg

(Bonn, Berlin, 09.03.2015) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) erinnert in diesen Tagen an den Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima und ruft zur Teilnahme an Mahnwachen und Demonstrationen auf. Rund um den Jahrestag der Katastrophe finden bundesweit Protestaktionen statt, die die Forderung nach dem Sofortausstieg aus der Atomenergie unterstreichen. Schon am Sonntag (8. März) haben rund 3000 Menschen beim Atomkraftwerk Neckarwestheim ein deutliches Zeichen gegen jegliche Nutzung der Atomenergie gesetzt. Der BBU engagiert sich mit seinen Mitgliedsinitiativen bereits seit Jahrzehnten gegen die Atomindustrie und fordert grundlegend die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen in der Bundesrepublik, in Japan und anderswo.

Vor vier Jahren, am 11. März 2011, hat die Atomkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima begonnen. Ein Ende der Katastrophe ist nicht in
Sicht: Die Umwelt wird weiter verstrahlt und die japanische Bevölkerung ist gesundheitlich beeinträchtigt. In der Bundesrepublik Deutschland führten direkt nach Fukushima große Demonstrationen zur Stilllegung von Atomkraftwerken. Doch der sogenannte “Atomausstieg” wurde hierzulande auch vier Jahre nach Fukushima nicht richtig umgesetzt. Noch bis zum Jahr 2022 sollen Atomkraftwerke Atommüll prodiuzieren. Und Atomfabriken wie die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen haben keinerlei Laufzeitbeschränkung. Sie sollen, sofern es nach den Vorstellungen der Bundesregierung und der Atomindustie geht, unbefristet Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt produzieren.

Rund um den 11. März wird in vielen Städten mit unterschiedlichen Aktionen darauf hingewiesen, dass der Betrieb von Atomkraftwerken und Uranfabriken gefährlich und nicht hinnehmbar ist. Schon der Uranabbau gefährdet Menschenleben, die zahlosen Atomtransporte sind hochgefährlich und weit und breit ist kein sicheres Endlager für die wachsenden Atommüllberge in Sicht. “Die jeweiligen Landesregierungen, die für Atomanlagen verantwortlich sind, und die Bundesregierung müssen zum Schutz der Bevölkerung einen echten Atomausstieg beschließen”, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Neben den vielfältigen Anti-Atomkraft-Aktivitäten, die in dieser Woche rund um den 11. März stattfinden, werden am kommenden Wochenende auch noch Protestakktionen durchgeführt. So werden am Samstag z. B. Demonstrationen in Düsseldorf und in Dannenberg, sowie am Sonntag auch grenzüberschreitend in Belgien gegen das AKW Tihange stattfinden.

Im Aufruf zur Demonstration in Düsseldorf wird die erschreckende Situation in Fukushima ergreifend dargestellt: “Auch 4 Jahre nach dem Super-GAU in Japan werden das Meer und die Luft weiterhin Tag für Tag radioaktiv verseucht. Der starke Taifun vom Oktober 2014 wusch die Reaktorruine erneut aus und sorgte für extrem hohe Strahlungswerte. Die ständigen Erdbeben bedrohen die Ruine ebenfalls. Wie in Tschernobyl nimmt auch in Fukushima der Schilddrüsenkrebs bei Kindern und Jugendlichen dramatisch zu. Eine erhöhte Säuglingssterblichkeit ist sicher dokumentiert, wird aber in Japan verschwiegen. Die ca. 300.000 Kinder in der Präfektur Fukushima spielen trotz enormer Gesundheitsgefahren im Freien. Die Kinder tragen Dosimeter, aber die Regierung in Japan überlässt gesundheitliche Fragen der Bevölkerung – so ist Fukushima ein strahlenmedizinisches Versuchslabor geworden.“

Informationen zu den bundesweiten bzw. internationalen Aktivitäten findet man im Internet u. a. unter https://www.ausgestrahlt.de
http://www.sayonara-genpatsu.de/sayonara-genpatsu-im-%C3%BCberblick
http://www.bi-luechow-dannenberg.de
http://www.stop-tihange.org/de