Mehr Leben – Wohnprojekte Lüneburg e.V. unterstützt bedrohtes Wohnprojekt

Die Lüneburger Stadtverwaltung mach es unserem selbstverwaltetem Wohnprojekt Unfug schwer. Sie fordert die Räumung von 6 als Zimmer genutzten Bauwagen auf dem Grundstück. Wir bekommen Unterstützung von diversen Gruppen in Lüneburg. Denn es ist schon absurd, dass die Stadt einem Wohnprojekt Steine in den Weg legt, das bezahlbarem inklusivem Wohnraum selbstverwaltet ohne öffentlichen Geldern geschaffen hat, dort wo zuvor nur 2 Menschen gelebt habenm wohnen heute 10 Personen. Und ha es gibt Lösungen – auch für die Bauwagen auf dem grundstück – es gibt ausreichend Spielraum im Gesetz dafür. Es geht vordergründig um poltischen Wille.

Mehr Leben e.V. hat eine Soli-PM veröffentlicht.  Danke! Der Verein fördert die Entstehung von Wohnprojekten in Lüneburg und Umgebung.

Lüneburg, 27.11.19

Mehr Leben e.V., der Dachverband für gemeinschaftliches Wohnen in und um Lüneburg, ist bestürzt über die Lage des Wohnprojekts Unfugs in Kaltenmoor. Das Wohnprojekt hat am 20.11.19 einen Brief der Stadtverwaltung erhalten, in dem es aufgefordert wird, die Bauwägen auf dem Projektgelände zu entfernen.

Dies gefährdet die Existenz des gesamten Projekts.

Die Lüneburger Stadtverwaltung mach es unserem selbstverwaltetem Wohnprojekt Unfug schwer. Sie fordert die Räumung von 6 als Zimmer genutzten Bauwagen auf dem Grundstück. Wir bekommen Unterstützung von diversen Gruppen in Lüneburg. Denn es ist schon absurd, dass die Stadt einem Wohnprojekt Steine in den Weg legt, das bezahlbarem inklusivem Wohnraum selbstverwaltet ohne öffentlichen Geldern geschaffen hat, dort wo zuvor nur 2 Menschen gelebt habenm wohnen heute 10 Personen. Und ha es gibt Lösungen – auch für die Bauwagen auf dem grundstück – es gibt ausreichend Spielraum im Gesetz dafür. Es geht vordergründig um poltischen Wille.

Mehr Leben e.V. hat eine Soli-PM veröffentlicht.  Danke! Der Verein fördert die Entstehung von Wohnprojekten in Lüneburg und Umgebung.

Lüneburg, 27.11.19

Mehr Leben e.V., der Dachverband für gemeinschaftliches Wohnen in und um Lüneburg, ist bestürzt über die Lage des Wohnprojekts Unfugs in Kaltenmoor. Das Wohnprojekt hat am 20.11.19 einen Brief der Stadtverwaltung erhalten, in dem es aufgefordert wird, die Bauwägen auf dem Projektgelände zu entfernen.

Dies gefährdet die Existenz des gesamten Projekts.

Die Wohnprojektsgruppe Unfug (Der Name steht für UNabhängig, Frei Und Gemeinsam wohnen) hat 2017 gemeinsam ein Haus mit Grundstück in Kaltenmoor als Gemeinschaftseigentum gekauft. Die Bauwägen auf dem Gelände sind Teil des inklusiven Wohnkonzeptes des Wohnprojektes und sind ökologisch nachhaltiger Wohnraum für sechs Bewohner*innen und ein Kind. Durch das innovative Konzept des Mietshäuser Syndikats ist sämtlicher Wohnraum des Projekts langfristig entprivatisiert. In diesem Sinne ist das Projekt ein exzellentes Beispiel für zivilgesellschaftliches, wohnungspolitisches Engagement, das ohne staatliche Hilfe einen Beitrag dazu leistet, der aktuellen Wohnungskrise etwas entgegenzusetzen.

Die Aufforderung der Stadt, die Bauwägen vom Unfug Gelände zu entfernen, hat mit einer historischen Besonderheit zu tun. Das Grundstück liegt aus historischen Gründen im Außenbereich, wo es eigentlich keine Wohnbebauung geben darf. „Dieser besondere Umstand darf dem Projekt nun nicht zum Nachteil gereichen.“, sagt Max Werner, Mitglied im Vorstand von Mehr Leben, und führt weiter aus: „Das Gelände ist Teil des Stadtgebietes, südlich der Konrad-Adenauer-Str. gibt es zahlreiche andere Wohnbebauungen. Dem gesunden Menschenverstand erschließt sich nicht, warum gerade das Gelände von Unfug nun als nicht bebaubar gelten soll. Insofern ist es eine Frage des politischen Willens, eine pragmatische Lösung zu finden.“

Bereits seit einigen Wochen befindet sich Unfug in Gesprächen mit diversen Stadtratsfraktionen. Diese Gespräche wurden von Mehr Leben begleitet und von unserer Seite aus als sehr konstruktiv und wohlwollend wahrgenommen. Insofern kam die plötzliche Anordnung der Verwaltung für uns überraschend und ist irritierend.

Wir fordern die Stadt auf, mit uns gemeinsam nach Wegen zu suchen, das Projekt Unfug in seiner jetzigen Form zu erhalten.

Une réflexion sur « Mehr Leben – Wohnprojekte Lüneburg e.V. unterstützt bedrohtes Wohnprojekt »

  1. Der AstA der Uni Lüneburg hat einen Brief an den Oberbürgermeister geschickt

    Sehr geehrter Herr Mädge,

    wie Sie wissen setzen wir uns als Studierendenschaftsvertretung für Themen ein, die den Studierenden besonders unter den Nägeln brennen. Besonders das Thema Wohnen ist derzeit wieder außerordentlich drängend.

    In diesem Zuge sind wir für die von Ihnen geplante Umsetzung des Gesetzes, welches die Zweckentfremdung von Wohnraum limitieren soll, dankbar. Lüneburg ist in Bezug auf Wohnraum schon jetzt die teuerste Stadt in Niedersachsen. Dabei sind natürlich insbesondere Studierende und Menschen mit geringem Einkommen von den hohen  Durchschnittsmieten betroffen. Dieser Mangel an bezahlbarem Wohnraum führt besonders unter Studierenden zur kreativen Lösungsfindung. 

    Ein Beispiel der kreativen Lösung des Wohnraummangels ist das Projekt Unfug.

    Die gewählte Wohnform ermöglicht es, dass auf einem Grundstück, auf welchem vorher über jahrzehntelang zwei Personen wohnten, jetzt zehn Personen wohnen. Diese Nachverdichtung ist durch die effiziente Nutzung des Grundstücks durch das Aufstellen von beweglichen Bauwägen möglich. Die Projektgruppe setzt sich zudem im Stadtteil Kaltenmoor zur Aufwertung eines strukturell benachteiligten Stadtteil ein, beispielsweise durch ihr Sommerfest und durch die Stadtteilarbeit, und leistet dadurch wichtige Arbeit für die zukünftige Entwicklung dieses Stadtteils.
    Wir waren sehr verwundert, als die Projektgruppe mit der Nachricht auf uns zu kam, dass sie vom Bauamt eine Aufforderung darüber erhalten hat, die „Bebauung“ durch die beweglichen Bauwägen zu entfernen, welche das Wohnprojekt doch ausmachen. Wir möchten Sie bitten das Ermessen zugunsten der alternativen Wohngruppe zu nutzen und legen im Folgenden noch einige weitere Argumente für das Wohnprojekt Unfug dar:

    –  Das Wohnprojekt hat ein  inklusives Wohnkonzept, das Menschen mit Einschränkungen ermöglicht  selbstbestimmt in der Gemeinschaft zu wohnen. Damit ist das Wohnprojekt fortschrittlicher als viele kommerzielle Anbieter.

    – Auch ökologisch ist das Wohnprojekt durchaus wertvoll, bedarf es doch quasi keiner Versiegelung von Flächen.

    – Das Wohnprojekt Unfug ist auch ein Projekt der Selbstermächtigung in einer Zeit des von Gewinnmaximierung beherrschten Wohnungsmarktes.

    – Das Wohnprojekt ist selbstfinanziert und selbstorganisiert.- Das Wohnprojekt gehört zum Stadtbild von Lüneburg, Unfug  siehtalles andere als unordentlich aus und stellt auch ästhetisch eine Aufwertung des Stadtteils dar.

    Zuletzt möchten wir darauf hinweisen, dass Unfug ein langfristiges Projekt mit der Absicht zur rechtlichen Legitimierung ist und eine entsprechende Änderung im Flächennutzungsplan ein großer Schritt in diese Richtung wäre, dies wird von der Projektgruppe auch verfolgt, indem intensive Gespräche mit den Parteien im Stadtrat geführt werden.

    Mit solidarischen Grüßen,
    AStA der Universität Lüneburg

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