Das Gericht unterstrich in der Urteilsbegründung unsere Position, dass „nicht nur die Kundgebungszelte, sondern auch die Ruhezelte so zu gestalten, dass sie optisch den Protest zum Ausdruck bringen, indem sie mit Beschriftungen, Plakatierungen, Transparenten usw. versehen werden. Zudem sei das gemeinsame Leben in dem selbst organisierten Camp Ausdruck der Vision einer anderen solidarischen und gewaltfreien Gesellschaft. Das wird bestätigt durch die Angaben in dem auch von dem Antragsgegner zitierten blog (https://rheinemetallentwaffnen.noblogs.org). Danach stehen die der Übernachtung dienenden Zelte in einem engen funktionalen, organisatorischen bzw. symbolischen Kontext zu der kollektiven Meinungskundgabe.“

Unser gestriger Tag hier auf dem Dorfplatz wurde von lautem Geschützlärm der Schießübungen vom Rheinmetall-Gelände begleitet. Die heftigen Explosionen sind hier Normalität, bei manchen Häusern wackeln dann die Fensterscheiben. Nachts ging es dann weiter mit Lärm vom NATO-Truppenübungsplatz Bergen, einem der größten Truppenübungsplätze Europas. Die wummernden Knalle erinnern uns an die Toten, die Verletzten und die Zerstörung der Kriege weltweit. Rheinmetall ist Teil dieser Kriegsscheiße. Genau deswegen sind wir hier.

Morgen startet das Workshopprogramm zu globalen und lokalen Themenbereichen: Krieg, Kapitalismus und Patriarchat, sowie solidarische Alternativen und praktische Gegenkonzepte. Das Programm findet ihr im Anhang! Außerdem gibts unter https://vimeo.com/287104310 noch ein Mobilisierungsvideo von den Freund*innen von "Block War" aus Kassel!

Das Wetter ist super und wir freuen uns auf euer kommen.

Solidarische Grüße gehen raus an die Freund*innen im und am Hambacher Forst und an alle Antifaschist*innen, die heute und alle Tage dem rechten Mob in Chemnitz und anderswo entgegentreten. Bleibt widerständig!!

Euer "Rheinmetall entwaffnen" Camp