Die Atomkraftgegner_innen verteilten Modellatommüll auf Zufahrtsstraße zur Atomanlage und hängten roserne Einhörner auf, auf denen die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen gefordert wird. Die Polizei war schon vor Ankunft der Aktivist_innen, die ihre Aktion im Internet angekündigt hatten, vor Ort. Sie Stimmung war zunächst entspannt. Die ankommenden Fahrzeuge mussten an der Straße vo dem AREVA-Gelände parken.
Als AREVA-MitarbeiterInen aber das Gelände verlassen wollten, schlugen die Aktivist_innen vor, die Straße ein mal für den Schichtwechsel der ArbeiterInnen frei zu machen. Die Polizei ging nicht darauf ein und forderte die Demonstrant_Innen dazu auf, die Straße zu räumen, die wartenden Fahrzeuge wurden durch die Aktivist_Innen zwei Male rausgelassen. Dies wiederholte sich ein mal. Als die Polizei alle paar Minuten von den Demonstrant_Innen verlangte, dass sie die Fahrbahn für rausfahrende Fahrzeuge räumen, weigerten sie sich dies zu tun. Die Demo solle kein Eiertanz werden!
 Die Polizei räumte sodann die Aktivist_innen von der Fahrbahn.  Die Straße wurde darauf hin ein paar weitere male wieder besetzt, bis die Akivist_innen den Nachhauseweg antraten. Bis zum nächsten mal!

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Bildergalerie zur Räumung - Quelle: Hanna Poddig

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Die Zeitung noz berichtet mit Text und Video

Im Radio Ems-Vechte-Wellegab es einen weiteren Beitrag

Eine kleine Solidaritätsbotschaft an die Aktiven in Bure gab es auch. Die Kampagne Bure 365 läuft seit dem Sommer.

Die Mitteilung der Gruppe auf "nigendwo.info"

„Für Atomanlagen wie diese Brennelementefabrik gilt der sogenannte Atomausstieg nicht. Der Atombetrieb läuft ungebremst weiter und vergiftet unsere Lebensgrundlage für hunderttausende Jahre.“ erklärt Conny. Etwa alle drei Tage fahren Gefahrguttransporte von und nach Lingen. Die Brennelementefabrik der französischen Firma AREVA beliefert weltweit Atomkraftwerke. Von den unterschiedlichen Arten atomarer Abfälle gelten die abgebrannten Brennelemente als die gefährlichsten.

Bereits mehrfach war die Atomanlage Schauplatz von Protestaktionen, so wurde auch im August 2013 die Atomanlage mit einer Sitzblockade und einer Kletteraktion blockiert, woraufhin Bußgeldverfahren und Strafverfahren gegen einige Aktivist_innen eingeleitet wurden. Zahlreiche der Aktivist_innen legten Widerspruch ein, 20 von ihnen stehen deshalb Gerichtsprozesse vor dem Amtsgericht Lingen bevor.„Wir alle hatten schon Vorladungen erhalten, heute wäre der Prozessauftakt gewesen“ erklärt Adele, „Diese Termine hat das Gericht zuletzt kommentarlos zurückgezogen. Wann und ob es zur Verhandlung kommt ist bisher nicht bekannt.“ Das juristische Nachspiel dauert nun bereits seit vergangenem Sommer an: Über Bußgelder von insgesamt über 3000 Euro und teilweise auch Straftatvorwürfe soll vor dem Amtsgericht verhandelt werden. Meist geht es um einfache Verstöße gegen das Versammlungsrecht.

„Wir lassen uns von der Repression nicht einschüchtern und werden uns auch weiterhin für einen sofortigen Atomausstieg einsetzen. “ kommentiert Conny die Situation.