Wenige Menschen wissen, dass immer wieder Urantransporte durch den Münsteraner Hauptbahnhof fahren. „Es gibt keinen Atomausstieg, wenn die Atomanlagen in Gronau und Lingen unbefristet weiter laufen.“, erklärt eine Aktivistin im Seil, „Die Anlagen produzieren für den Export von Brennstäben. Es ist genauso gefährlich, wenn ein Atomkraftwerk auf der anderen Seite der Grenze in die Luft geht. Radioaktivität kennt keine Grenzen – unser Widerstand auch nicht!“.

Parallel zu der Luftblockade stehen in Greifswald zwei Robin-Wood-Aktivist_innen vor Gericht, weil sie mit einer Ankettaktion einen Castor nach Lubmin um mehrere Stunden aufhalten. Auch die Kletteraktivist_innen in Münster fordern einen Freispruch: „Kriminell ist die Atomindustrie – nicht die Menschen, die sich für eine umweltfreundlichere Energieversorgung einsetzen.“



Hintergrund:
Bis 2009 wurde der abgereicherte Uranmüll als Wertstoff deklariert nach Russland verschifft. Nach zahlreichen Blockaden, Mahnwachen und öffentlichen Protestaktionen in Deutschland und
Russland wurden diese Transporte eingestellt. Keiner weiß wohin mit dem Müll. Jetzt wird er nach Frankreich gebracht zur Dekonversionsanlage, dort soll das gefährliche Uranhexafluorid in das
stabilere Uranoxid zum Zweck der Zwischenlagerung umgewandelt werden. Atommülltourismus quer durch Europa löst jedoch nicht das Atommüllproblem.



Spenden:
Aktionsbündnis Münsterland
Kontonummer: 357 730 701
Bankleitzahl: 401 646 18 (Volksbank Wettringen)
Betreff: Luftblockade



Ein bisschen Presse-echo (habe längst nicht alles gelesen..)
Bildern von aaa - WN - WN-Fotostrecke - MZ (mit Bildstrecke) - Ahlener Zeitung  - Kuvi - wdr - derwesten - TAZ - die Glocke - blockmin - NTV - WN (vom 9.5.) - MZ (vom 9.5.)  - ZDF (13Min)