Uns reicht es schon lange, doch ein Ausstieg ist nicht in Sicht und die Atomindustrie fährt fort, die Erde zu verseuchen. Uran wird abgebaut, umgewandelt,  angereichert, in Brennelemente gepresst, zu Atomkraftwerken transportiert und in hochradioaktiven Müll verwandelt. Täglich fährt die tödliche Fracht um die Welt, um Atomanlagen mit dem nötigen Brennstoff zu versorgen. Die Transporte sind Lebensader und zugleich Achillesferse der Atomindustrie.
Hamburg ist eine internationale Drehscheibe zur Versorgung von Atomanlagen mit Uranbrennstoff weltweit. Durch Hamburg fährt alle zwei Tage ein Atomtransport. Neuerdings verkehren über Hamburg sogar Brennelemente aus Lingen (Niedersachsen) für ein neues AKW in Finnland (EPR in Olkiluoto 3),  welches schon vor Inbetriebnahme wegen eklatanter Mängel (zb. Pfusch im Beton, Stahlprobleme) für Schlagzeilen sorgt. Auch die Pannenreaktoren
in Belgien und Frankreich werden mit Brennstoff aus Deutschland versorgt.

Ob Fukushima, Tschernobyl oder andere weniger bekannt gewordene atomare Unfälle:
Atomkraft ist nicht beherrschbar. Und selbst wenn die Folgen von solchen Katastrophen aus den Schlagzeilen geraten, leiden die Menschen in den verseuchten Gebieten weiter daran.

Wir wollen keinen Schein-Atomausstieg. Nicht nur die Atommeiler gehören abgeschaltet, sondern auch die gesamte Brennstoffkette.
ROBIN WOOD informiert anlässlich des siebten Fukushima-Jahrestages am 13.03.2018 über die Uranfabriken und die Atomtransporte, über die Gefahren und den Widerstand dagegen.

Referentin: Cécile Lecomte, Robin Wood Hamburg-Lüneburg

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