Abseilaktion

Die Abfahrt eines mit Uranerzkonzentrat beladenen Zuges wurde am 30. August in Hamburg dokumentiert.  Das Uran kam mit einem Schiff der Hamburger Reederei MACS nach Hamburg und wurde auf dem Süd-West-Terminal der Umschlagfirma C. Steinweg auf einen Zug umgeschlagen. Die radioaktive Fracht führ noch am selben abend los.

Der Uranzug wurde in der Nacht zum 1. September auf seinen Weg zur Orano Uranfarik in Narbonne auf Höhe der Moselltalbrücke gestoppt.
Zwei Aktivistinnen seilten sich, unterstützt durch ca. 15 weiteren Menschen, von der 140 Meter hohen über der Bahnalage ab.

Die Aktionsgruppe sendete während der Aktion Soli-Botschaften an die Kohleprotesten im Hambacher Forst und nach Bure im Französischen Lothringen, wo Menschen gegen ein Atomklo-Projekt kämpfen.

 Die zwei Kletterinnen wurden nach ca. 5 Stunden durch die Feuerwehr in gefährlicher Art und Weise geräumt. Kantenschutz zum Schutz der Seile war Fehlanzeige, die Drehleiter wurde bewegt, obwohl die Kletterinnen am Arm gesichert waren uihre Seile dadurch verkeilt wurden. Eine Kletterin wurde schließlich vom Arm der Drehleiter mit Gewalt herunter gezogen, sie blieb nur mit Glück unverletzt.

 Der Uranzug, der während der Kletteraktion im Güterbahnhof Koblenz Goldengrube angehalten wurde, fuhr mit 7 Stunden Verspätung durch die Ortschaft Winningen durch.
Urantransporte durch Koblenz Urantransporte fahren regelmäßig durch Koblenz durch. Die Transporte dienen der Versorgung der Atomindustrie, die mit ihren Hinterlassenschaften und Katastrophen die Menschen noch in Jahrtausenden beeinträchtigen wird. Die Transporte sind vom durch die Regierung verkündeten Atomausstieg nicht betroffen.
 
 Das Uranerzkonzentrat wird nach Narbonne in eine Konversionsanlage transportiert. Dort wird wie schon beim Uranbergbau die Umgebung mit radioaktivem Staub verletzt, zahlreiche Menschen erkranken an Krebs.
 
Das Uran wird nach weiteren Verarbeitungsschritten schließlich zu Brennelementen, die in AKW weltweit eingesetzt werden, verarbeitet.

Ein Teil des Urans wird in Gronau in NRW angereichert. Ein Teil der Brennelementen wird im Lingen in Niedersachsen hergestellt. Die Anlage sorgte im Dezember nach einem Brand im nuklearen Bereich für Schlagzeilen.

Die Anlagen in Gronau und Lingen haben eine unbefristete Betriebsgenehmigung

Kletteraktionen und Straßentheater in der Koblenzer Innenstadt

Die Aktion an der Moselltabrücke sorgte regional für viel Aufmerksamkeit. Die Aktionsgruppe legte im November mit Aktionen in der Koblenzer Innenstadt mit diversen Happenings nach.

 Eine Kletteraktion an zwei Laternen am Bahnhof Mitte wurde durch Stadt-Bediensteten und Polizei ohne Rechtsgrundlage geräumt. Die Aktion erzeugte Wirbel, die Passantinnen interessierten sich für die verteilten Flyer.
 
 Am Nachmittag legte die Aktionsgruppe auf dem Weihnachtsmarkt nach.

Klimademo


Es folgte eine Banner Aktion gegen Urantransporte und die neuen Polizeigesetze der Länder auf der Klimademo in Köln am 1. Dezember nach. hier auch wurden zahlreiche Flyer verteilt.
 
 Die Gruppe schloss ihre Aktionstage mit einer Straßentheateraktion in Winningen am 2. Dezember ab. Sie bauten einen Urantransport nach und verteilten Flyer. Gelbes Pulver wurde verstreut um die gefahren des Uranerzkonzentrats auch Yellow Cake genannt, zu symbolisieren.
 
Wir freuen uns über weitere Mitkämpferinnen und Spende zur Finanzierung unserer Aktionen. Wir kommen wieder!

Spendenkonto:

Inhaber: VusEumUmseP e.V.
IBAN: DE30 8306 5408 0004 0613 81
BIC: GENO DEF1 SLR,
Betreff: Anti-Atom-Aktion

Aktionsberichte

Wir fordern die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit.

Atomausstieg bleibt Hand und Seilarbeit!