AREVA und die Meinungsfreiheit

Ich bin auf dem Blog von Mediapart auf einen Artikel über eine für den 30. August anstehende Gerichtsverhandlung gegen einen Blogger aufmerksam geworden und möchte hier zusammenfassend darüber berichten. Es geht um eine Verleumdungsklage vom Atomkonzern AREVA gegen den Blogger. Dieser hat einen atomkritischen Artikel gespiegelt. Darin wurden die Machenschaften des AREVA-Konzerns und des Stadtrates von Avignon kritisiert. AREVA ist ein weltweit agierender französischer Atomkonzern. Das Unternehmen ist z.B. Betreiberin der Brennelementefabrik im Niedersächsischen Lingen.

Die AREVA Stiftung subventioniert Erziehungsprojekte, der Konzern darf sich somit mit dem Segen des Stadtrates von Avignon in Schulen als Weltretter präsentieren und sein Image grün waschen. Das Verhalten der Grünen, die im Stadtrat nicht einmal gegen die Entscheidung gestimmt haben, wird im Artikel angeprangert. Die Kritik an AREVA ist darin eher beiläufig. Dem Konzern schmeckt die Kritik  nicht – er verklagt mit seinen Millionen einen kleinen Hobby-Blogger.
In der Welt von AREVA darf man trotz der zahlreichen Toten der Atomindustrie und der verheerenden unmenschlichen Zuständen in den Uranminen von « atomarem Verbrechen » nicht sprechen. Der Konzern darf weiter nicht als « Riese des atomaren Tods » bezeichnet werden. Auch darf nicht gesagt werden, dass die Atomindustrie « Kinder kontaminiert und tötet ». Wir können auf die Entscheidung des Gerichtes gespannt sein.

Ich bin auf dem Blog von Mediapart auf einen Artikel über eine für den 30. August anstehende Gerichtsverhandlung gegen einen Blogger aufmerksam geworden und möchte hier zusammenfassend darüber berichten. Es geht um eine Verleumdungsklage vom Atomkonzern AREVA gegen den Blogger. Dieser hat einen atomkritischen Artikel gespiegelt. Darin wurden die Machenschaften des AREVA-Konzerns und des Stadtrates von Avignon kritisiert. AREVA ist ein weltweit agierender französischer Atomkonzern. Das Unternehmen ist z.B. Betreiberin der Brennelementefabrik im Niedersächsischen Lingen.

Die AREVA Stiftung subventioniert Erziehungsprojekte, der Konzern darf sich somit mit dem Segen des Stadtrates von Avignon in Schulen als Weltretter präsentieren und sein Image grün waschen. Das Verhalten der Grünen, die im Stadtrat nicht einmal gegen die Entscheidung gestimmt haben, wird im Artikel angeprangert. Die Kritik an AREVA ist darin eher beiläufig. Dem Konzern schmeckt die Kritik  nicht – er verklagt mit seinen Millionen einen kleinen Hobby-Blogger.
In der Welt von AREVA darf man trotz der zahlreichen Toten der Atomindustrie und der verheerenden unmenschlichen Zuständen in den Uranminen von « atomarem Verbrechen » nicht sprechen. Der Konzern darf weiter nicht als « Riese des atomaren Tods » bezeichnet werden. Auch darf nicht gesagt werden, dass die Atomindustrie « Kinder kontaminiert und tötet ». Wir können auf die Entscheidung des Gerichtes gespannt sein.



Der Fall lässt mir sagen, dass wir von der « neuen universellen Deklaration der Rechte des Sandwich-Menschen », die die französische Musikgruppe Les Malpolis humoristisch schildert, nicht weit sind. Darin geht es um Wachstumswahn und die Macht der Konzerne die unser Leben und Rechte zunehmend bestimmen: Alle Menschen sind gleich, weil sie alle von der Werbung geflutet werden. Es gibt keine willkürlichen Festnahmen, weil alle Menschen gleich formatiert sind und dasselbe denken, etc. Ob AREVA sich eine « neue Deklaration der Rechte des mulitnationalisierten Menschen » wünscht? Alle Menschen sind frei, ihre Meinung zu äußern, weil sie schon in der Schule durch multinationale Konzerne formatiert wurden und folglich alle dasselbe denken und sagen?

Der Artikel von Mediapart ist hier (Französisch).

Une réflexion sur « AREVA und die Meinungsfreiheit »

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