Shut down! Büros und Fabriken schließen, Menschenleben statt Profite schützen!

Demonstration: 31. Januar 2021 um 14.30 Uhr – Lambertiplatz, Lüneburg
Shut down! Büros und Fabriken schließen, Menschenleben statt Profite schützen!

Demoplakat

Ein demoaufruf für Lüneburg, den ich gerne teile.

Demonstration:
31. Januar 2021 um 14.30 Uhr – Lambertiplatz, Lüneburg

Shut down! Büros und Fabriken schließen, Menschenleben statt Profite schützen!

Mehr als 50.000 Menschen sind seit Beginn der Pandemie in Deutschland an Corona gestorben. Und während der Virus sich weiter verbreitet und Gesundheit und Leben immer mehr gefährdet, müssen die meisten Menschen weiter zur Arbeit gehen. Um Miete und Rechnungen zu bezahlen pendeln viele weiter in vollen Zügen und arbeiten im Büro oder der Fabrik mit vielen anderen in geschlossenen Räumen.

Auch mit dem letzten Maßnahmenpaket gibt es keine verbindlichen Vorschriften für Unternehmen und Arbeitgeber*innen. Während sich Menschen in den Schlachthöfen von Tönnies oder den Warenlagern von Amazon mit dem tödlichen Virus anstecken, können die Unternehmen weiter Profite machen. Ihre Chefs, zum Beispiel Jeff Bezos oder Elon Musk werden auf Kosten ihrer Angestellten immer reicher.

Während am Arbeitsplatz noch nicht einmal Infektionszahlen erfasst werden, wird unser Privatleben komplett eingeschränkt. Den fehlenden Arbeitsschutz dürfen wir also nicht nur mit unserer Gesundheit, sondern auch durch die Regulierung unserer Freizeit ausgleichen. So ist mittlerweile ein Spaziergang mit einer Freundin mit Kind verboten, und je nach Ort und Zeit sogar das Verlassen des Hauses.

Eine vernünftige Kritik aber, die sich am Schutz von Menschenleben orientiert, bleibt unhörbar. Stattdessen können menschenfeindliche „Querdenker*innen“ mit anderen Rechten gemeinsam auf der Straße das Virus verharmlosen. Mit ihrer Rhetorik von antisemitischer Weltverschwörung bis zur Wertlosigkeit von alten und kranken Leben sind sie Teil des Problems und der Gefahr.

Teil der Lösung ist dagegen ein solidarischer Umgang miteinander:

• Das Gesundheitssystem nicht nur beklatschen, sondern die Arbeitsbedingungen verbessern und Personal und Löhne massiv erhöhen.

• Niemanden in menschenverachtenden Lagern auf Lesvos oder in Horst einzusperren, sondern allen Flüchtenden tatsächlich Schutz – auch vor Pandemie und Leid – zu gewähren.

• Die Gefahren vom zu Hause bleiben, z.B. den Anstieg von Gewalt in Familien und Partnerschaften ernst zu nehmen und wo es möglich ist die Beschränkungen im Privaten zurückfahren

• Eine demokratische Debatte darüber zu führen, wie eine konsequente Gesundheitspolitik aussehen sollte, die sich nicht darauf einlässt, den Virus und seine Gefährlichkeit in Frage zu stellen.

• Die Frage stellen, welche Tätigkeiten „systemrelavant“ sind – nicht für die Profite Weniger, sondern für das Wohlergehen Aller? Fabriken, Büros und Lagerhallen schließen! Arbeitnehmer*innen von der Arbeit freistellen, um sie zu schützen und Lohn fortzahlen um sie abzusichern.

Gesundheit und die Bedürfnisse der Menschen müssen über Profit der Arbeitgeber*innen stehen. Die Krise darf nicht auf unserem Rücken überwunden und unser Leben nicht aufs Spiel gesetzt werden.

Der Staat wird dem nicht nachkommen. Unsere Ziele müssen wir durch selbständige Aktionen im Betrieb, in der Schule und auf der Straße durchsetzen.

Demonstration:

30. Januar 2021 um 14.30 Uhr – Lambertiplatz, Lüneburg

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