1) Material:

* Tripod selbst

3 ca. 15 Zentimeter dicke (Durchmesser) Baumstämme oder 3 Metall/Alu Stangen Typ Baugerüst

→ Länge: bis 6 Meter lässt es sich gut transportieren, die Höhe ist auch für Aktionen geeignet (Kletterer außerhalb der Reichweite für die Polizei), 5 Menschen reichen zum Aufstellen eines Tripods aus.

Ca. 10 bis 15 Meter PP-Seil (Polypropylen) von 6 bis 8 mm Dickefür den Verbindungsknoten (bei der Option Baumstämme, 10 Meter reichen bei Metallstangen vom Typ Baugerüst, weil schmaler)

Ca. 10 bis 15 Meter PP-Seil von 6 bis 8 mm für eine Verbindung der 3 Füßen wenn das Tripod steht (so dass die Füße gleichermaßen auseinander stehen)

Option: Stangen für eine Querbefestigung und PP- Seil zum Befestigen (6 Meter Stücke sind gut)

* Zubehör / Kletterer/in

Klettergurt oder Schnellgurt ( nur wenn die klettennde Person mit dem Umgang vertraut ist) + Bandschlingen zum hoch tapen und für die Sicherung + Karabiner zum Sichern

Hängematte / kleine Plattform mit Löchern und PP-Seilen an den 4 Ecken zum Befestigen für den bequemen Aufenthalt (Übernachtung, pp.)

Option: ein kurzes ca. 5 -6 Meter langes Kletterseil samt Reeschnüren (Prusik) zum Aufsteigen kann praktisch sein.

Option für weitere Stabilität: Füße durch das Anbinden von schweren Steinen / Platten beschweren (entsprechende kurze PP-Seilstücke dafür einplanen)

Nette Aktionsbanner, aber wegen der Windproblematik nicht allzu groß

2) Tripodaufbau

* Verbindungsknoten

Der Dreibock (oder auch Dreibeinbund genannt) ist geeignet, es gibt davon unterschiedliche Varianten. Hier steht in Bildern (weiter blättern) eine mögliche Variante (kann unterschieldich breit sein, ca. 10 male um den Stamm wickeln ist ganz gut).

Bei Metallstangen, können auch Gerüstgelenke verwendet werden, 2 Stangen werden jeweils miteinander verbunden, damit die 3 Stangen zusammen halten.


Beispiel Holztripod


Beispiel Metalltripod

Für den Dreibock muss zuerst ein Mastwurf gebunden werden.





Mastwurfknoten



Stopperknoten (Spierenstich) nicht vergessen

Der Dreibock kann dann geknotet werden


Mastwurf fertig. Dreibock ist nun dran



8 förmige Umwicklungen





Dreibock knoten


mit Mastwurf beenden


N.B. es gibt viele Knotenmöglichkeiten. Hier, eine weitere Seite mit Knotenbeispielen für ein Tripod. Sind leicht anders als hier dargestellt.

* Zum Aufbauen:

Die 3 Tripod-Stangen liegen auf dem Boden.

Der Verbindungsknoten wird auf ca. 50 Zentimeter Abstand von der Stangenspitze angelegt. Dies am Besten vor der Aktion vorbereiten.

Die Beine müssen wie auf den Bildern gekreuzt werden (mittleres Bein muss nach außen, oben müssen sich die Beine kreuzen)

Stämme kreuzen

Die Beine müssen so auseinander gezogen werden, dass die 2 äußeren Füße ca. 4 Meter voneinander entfernt sind.

Es ist ratsam, ein Kletterseil unterhalb vom Knotenpunkt (Dreibock) vor dem Aufstellen anzubringen (mit Mastwurf und Stopperknoten anbringen). Die Kletterperson ist dann wenn das Tripod steht, schneller oben.

Zum Aufstellen: 2 Personen stellen sich bei jeweils einem äußeren Fuß auf und Blockieren diesen beim Aufstellen (verhindern dass er nach vorne rutscht)

1 Person kümmert sich um den mittleren Fuß (am Anfang in die Hand nehmen und beim Aufstellen ziehen, so dass dieser nach Außen kommt.)

2 Personen packen in der Nähe des Verbindungsknotens an und heben diesen hoch, wenn sie zu klein sind laufen sie mit den Händen am Bein herunter bis das Tripod dann steht. Das soll nicht zu schnell geschehen, damit am Ende der Gleichgewichtspunkt nicht überschritten wird und das Gestell kippt.

Wenn das Gestell steht, sollten die Füße leicht umgestellt werden, so dass die Konstruktion stabil steht und der Abstand zwischen den Beinen gleich ist. Wenn die Abstandseile nicht vor dem Aufbau schon angebracht worden sind, ist das der Zeitpunkt wo sie angebracht werden sollten, damit die Beine nicht auseinander rutschen können. Die Seile sollten am besten außerhalb der Reichweite angebracht werden (Mastwurfknoten ist zum Anbinden praktisch).




Aufstellung

Wenn die Konstruktion stabil steht, kann die Kletterperson hoch klettern (am Seil oder am Stamm) → Die Menschen am Boden sollten die Füße im Blick behalten und darauf achten, dass die Bewegungen der Kletterperson kein Verrutschen verursacht.

Tripod steht, Füße werden festgehalten


Hoch klettern mit Prusik am vorher angebundenes Seil (je nach Durchmesser 3 oder wenn es zu viel klemmt wie auf dem Bild 2 mal um das Seil wickeln)

Alternativ kann die Kletterperson an einem Stamm hoch tapen (Mit Bandschlingen als Ankerstich um den Stamm)

Ankerstich (mit Bandschlinge um den Stamm)


Bandschlingenknoten (um die Banschlinge zusammen zu knoten, dass sie ein Ring formt)


Tapen

Als erstes sollte die Kletterperson die Querstange anbringen (Siehe Bild), das bringt weitere Stabilität in die Konstruktion. (Knoten ähnlich wie beim Dreibock, z.B. Kreuzbund)

Querstange

Es ist auch klug, die Füße mit dicken Steinen / Gehwegplatten zu beschweren. (Anbinden an dem Fuß mit kurzen Seilstücken)


Stein am Fuß (mit Mastwurf am Stamm verbunden)

Und dann können Hängematte, Plattform, etc. angebracht werden.

Tripod mit Platform (Mit Blake Knoten an den Eckseilen zum anpassen der Höhe)

* Wichtiger Hinweis!!!!

Achtung! Die größte Gefahr heißt: Security und Polizei. Ob aus Dummheit, mit Absicht oder Rücksichtslosigkeit: Polizisten/Securities greifen gerne nach den Füßen der Konstruktion um diese aus dem Weg zu räumen. Dies ist eine große Gefahr für die Person oben! Die Rolle der Menschen am Boden, die die Füße „verteidigen“ ist daher wichtig! Ein Tripod kann nicht mit Mensch oben drauf sicher bewegt werden! Wenn gegen ein Tripod gestoßen wird, ist es auch gefährlich, da die ganze Konstruktion kippen kann, wenn auch nur ein Fuß ein bisschen angehoben wird!

3) ein paar Bilder von Tripodaktionen, für eine bessere Vorstellung