Tränengas Wolken, das Geräusch von Schock- und Splittergranaten, die Dutzenden von blutenden zum Teil Schwerverletzten DemonstrantInnen, Polizisten, die die Ankunft vom Krankenwagen behindern. All das werde ich nie vergessen. Die Workshops auf dem Camp, die spannenden Geschichten meiner Gesprächspartner, die Baumbesetzung im einem witzigen Waldstück, die über 70 Sabotageakten an Strommasten seit Beginn der Außeneinadersetzung um die neue Trasse. Das sind auch Dinge die Mut zum weiter kämpfen machen.

Unterwegs war ich mit Schreibblock, Diktafon und Fotoapparat – Schwimmbrille und Mundschutz gehörten bei der Demonstration am 24. Juni auch dazu. Denn mein Presseausweis hätte mich vor der Polizeigewalt nicht schützen können!

Aus diesem Material will ich verschiedene Artikel schreiben, sowie einen Radiobeitrag. Wann ich fertig werde, weiß ich noch nicht. Denn als erstes steht viel Übersetzungsarbeit an.

Ich gebe hier ein kleiner Überblick darüber, was an Artikeln in Arbeit ist, das wird sich noch ein bisschen ändern, klar:

  1. Die Antiatombewegung in der Normandie – die Vorgeschichte zum HSL Kampf

    - der Standort Flamanville und der EPR-Reaktor

    -Valognes stopp Castor und die Hochspannungsleitung: Bewegung und Entschlossenheit


    granate
  2. Fakten zur französischen Militärpolizei

    - Unterschiede mit Deutschland, die auch einiges an die Entwicklungen von sozialen Bewegungen erklären können


  3. Le Chefresne; der vergebliche Versuch Widerstand auf legalem Weg zu leisten

    - Ein Dorf gegen die „finanzielle Diktatur“ der Atommafia

  4. Die Repressionsspirale der Atommafia setzt ein

    - Die Zuspizung oder  wie der Druck aufgebaut wurde

    - Explosive Aktionstage

  5. Wie weiter?

    Erste Reaktionen nach dem Schock – Der Schock bring Unterschiede innerhalb der Bewegung zu Tage - Analyse und Reflexion zur Situation

    - Die Walze an Repression geht weiter - Aufgeben ist nicht drin: eine neue Kampfansage an die Atomlobby

  6. Die Grundsätzliche Bedeutung des Kampfes in der Normandie im europäischen Kontext

    - Europäische Großprojekte und Stromtrassen kritisch betrachten : EPR, HSL in Frankreich, Spanien und Deutschland, Val del Susa, S21, Notre Dame des Landes, Desertec, Offshor in der Nordsee

    - Deutschland: Die Energiewende, ja aber wie? - Zentralismus nein Danke