Am heutigen Donnerstag 15.10. fuhr erneut ein Uranerzkonzentratzug aus dem SWT von C. Steinweg Richtung Frankreich los. Aus diesem Rohstof werden Brennelemente und schließlich Atommüll produziert. Diese Versorgungstranporte sind nicht Teil des "Atomausstiegs".

Und Weil sie sich mit kreativen Aktionen dagegen wehren und Atomtransporte stoppen bevor diese zu Atommüll werden, stehen demnächst mehrere AktivistInnen vor Gericht.

Der erste Prozess um eine "Luftblockade" gegen einen Uranzug im November 2014 soll am kommenden Mittwoch (21.10.) um 10:30 Uhr vor dem Amtsgericht Hamburg Harburg statt finden. Ich bin in der gleichen Sache ebenfalls angeklagt, einen Gerichtstermin habe ich aber noch nicht. Das Gericht hat die Zusammenlegung unserer beiden Verfahren abgelehnt.

Weitere Informationen

- Video von der Abfahrt vom heutigen Uranzug in Hamburg-Süd (Abfahrt 15.10.15 um 17:37 Uhr)

- Bildergalerie mit dem Zug in Hamburg-Süd am heutigen Tag

- Prozessinfos bei nirgendwo.info

- Kampagne Atomtransporte durch Hamburg stoppen

+++ Prozessankündigung +++

Gerichtstermin: Mi, 21. Oktober 2015 - 10:30 Uhr - Saal A 6.06 - Amtsgericht Hamburg Harburg

Trotz angeblichem Atomausstieg finden im Hamburger Hafen weiterhin jede Woche  mehrere Atomtransporte statt. Diese beliefern auch Uranverarbeitungsanlagen in Deutschland, die unbefristet weiter laufen und AKW in der ganzen Welt versorgen. Um auf diesen Umstand und die Gefahren hinzuweisen, die mit den zahlreichen Atomtransporten einhergehen, führen AtomkraftgegnerInnen öffentlichkeitswirksame Aktionen durch.

Am kommenden Mittwoch wird für eine von diesen Aktionen einem Aktivisten vor dem Amtsgericht Hamburg Harburg der Prozess gemacht. Hintergrund ist eine Protestaktion von ca. 15 ROBIN WOOD-AktivistInnen bei der Ausfahrt eines
Uranzuges am 10. November 2014. Der Zug hatte Uranerzkonzentrat geladen, das am Süd-West-Terminal der Umschlagfirma C. Steinweg gelöscht worden war. Die radioaktive Fracht war per Schiff aus Russland gekommen und sollte dann mit dem Zug zur Uranfabrik von Narbonne-Malvési in Süd-Frankreich fahren, wo daraus Brennelemente hergestellt werden.

Die AktivistInnen von ROBIN WOOD protestierten mit Transparenten auf der Schiene sowie in über der Bahnanlage gespannten Kletterseile. Der Uranzug setzte seine Fahrt erst nach über 7 Stunden fort, nachdem die letzten
DemonstrantInnen durch die Polizei geräumt worden waren.

Die zwei AktivistInnen, die hoch in den Seilen protestierten, haben für diese Aktion von der Staatsanwaltschaft eine Anklageschrift erhalten. Ihnen wird Nötigung vorgeworfen. Der erste Prozess gegen einen Aktivisten findet am 21. Oktober, 10:30 Uhr am Amtsgericht Hamburg-Harburg, Saal A 6.06 statt.

Kommt zahlreich zum Prozess! Unterstützt den Angeklagten durch eure Anwesenheit und weitere kreative Aktionen!

Weitere Infos:
Prozessinfos: http://nirgendwo.info/hamburg/
PM zur damaligen Aktion:
http://www.robinwood.de/Newsdetails.13+M566a149faa7.0.html
Bericht zur damaligen Aktion:
http://www.robinwood.de/wordpress/blog/aktion/2014/11/uran-zug-in-hamburg-ueber-sieben-stunden-lang-aufgehalten
Bildergalerie zur damaligen Aktion:
http://www.eichhoernchen.ouvaton.org/deutsch/aktionen/2014_HH_Urantransport_Stopp_November
Kampagne gegen Atomtransporte durch Hamburg: http://www.atomtransporte-hamburg-stoppen.de/


Hinweis: Möglicherweise wird der Prozesstermin kurzfristig noch verschoben.  Achtet auf aktuelle Ankündigung zum Termin! Die Verteidigungssituation des Angeklagten ist wenige Tage vor dem Prozess noch unklar. Es läuft eine  Beschwerde gegen die Verweigerung, dem Angeklagten einen Rechtsanwalt zur Seite zu stellen. Der Angeklagte hat eine Aussetzung des Verfahrens beantragt, bis seine Verteidigungssituation geklärt ist. Noch ist nicht bekannt, ob das
Gericht darauf eingeht.