In Hamburg finden die Aktionstage im Rahmen der Kampagne "Atomtransporte durch Hamburg stoppen" statt. Die Atomtransporte, die mehrmals wöchenlich über Hamburg laufen, finden im Geheim statt. Die Öffentlichkeit wird darüber nicht informiert und für den Ernstfall  sind die Behörden überhaupt nicht vorbereitet, wie der Brand der Atlantic Cartier 2013 es gezeigt hat. Hamburg entging damals knapp einer großen Katastrophe. Der Hamburger Senat weiß nicht einmal was neben der radioaktiver Facht  für Gefahrgüter im Einzelfall befördert wird. In einer Antwort auf die Anfrage eines Abgeordneten lieferte er eine Liste von Gefahrgütern, die grundsätzlich über den Hamburger Hafen transportiert werden. Was aber genau mit was zusammen auf einem Schiff transportiert wird, darüber gab es keine Auskunft.

​​​Zug und PolizeiDank harknäckigen Recherchen und Beobachtungen im Hamburger Hafen haben sich die AktivistInnen der Kampagne Atomtransporte durch Hamburg soppen einen Überblick zu den über den Hamburger Hafen laufenden Atomtransporte verschafft und ihre Informationen auf ihre Homepage veröffentlicht (zahlreiche Berichte in diesem Blog, Stichwort Atomschiff). Sie fordern einen sofortigen Stopp aller Atomtransporte und die Entwidmung des Hamburger Hafen. Selbst eine Teilentwidmung scheint der Atomlobby ein Dort im Auge zu sein: gegen die Teilentwidmung des Bremer Hafen klagen aktuell mehrere Atomunternehmen AREVA-Tochter Advanced Nuclear Fuels, die Nuclear Cargo Service und die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) vor Gericht.

Auch würden die im Hamburger Hafen am Atomgeschäft beteiligten Firmen gerne ihre Geschäfte weiterhin im Hintergrund weit weg von der Öffentlichkeit fortführen. Die Umschlagsfirma C. Steinweg, die den Umschlag vom Uranerzkonzentrat am Süd West Terminal durchführt, hat gegen AktivistInnen, die die Lagerung von Uranmüll auf seinem Gelände öffentlich machten und gegen Falschaussagen zum Verbeib von Uranerzkonzentratcontainer protestierten, Strafantrag gestellt.
Der erste Prozess gegen einen Aktivisten steht am 30. September vor dem Amtsgericht Hamburg Harburg an. Weitere Prozesse werden folgen, weil die Aktionen von AtomkraftgegnerInnen gegen die Atomtransporte dem Atomstaat ein Dorn im Auge sind. Zum Schutz der Geschäften der Atomunternehmen werden AktivistInnen vor Gericht gestellt. Die AktivistInnen wollen die Prozesse für weitere Öffentlichkeit über ihr Anliegen und weiterem Druck auf die Beteiligten Unternehmen nutzen.
Zug und Polizei
Bei der Ausfahrt von C. Steinweg. Bild: Eichhörnchen/GWR

Geplante Aktionen im Rahmen der Aktionstage

Stand 10.9.2015 - Aktuelle Liste auf der Urantransporte-Homepage

Zum Auftakt:

  • Schienenspaziergang in Wilhelmsburg am 13. September mit Redebeiträgen und Musik – Start um 15 Uhr vor der Umweltbehörde (S-Bahn Wilhelmsburg). Flyer (als PDF)
  • Auftaktaktion an der Deutsch-Französischen Grenze bei Perl am 12. September, von 12:00 bis 14:00 Uhr am Bahnhof Perl,  gemeinsame Auftaktaktion  mit Aktivist/innen von Sortir du Nucléaire, dem Maison de la Résistance de Bure sowie den Südwestdeutschen Antiatom-Initiativen statt. Flyer Auftakt in Perl als PDF
  • Auftaktaktion in Münster am 12. September, von 10 – 12 Uhr vor dem Hauptausgang am Bremer Platz - Mit Fahnen, Transparenten und Flyern wollen wir die PassantInnen am HBF auf die ständigen Urantransporte und die Kampagne aufmerksam machen. Kommt vorbei und macht mit!
  • Mahnwachen in Buchholz i. d. Nordheide: Di. 15. September, 17-18 Uhr, Bahnhofsvorplatz Bahnhofstraße Do. 17. September, 17-18 Uhr, Bahnhofsvorplatz Bahnhofstraße

Mahnwachen in KölnFreitag, den 11.9 11 um 14 Uhr  und Mittwoch, den 16.9.2015 15 um 18 Uhr (achtet darüber hinaus auf die Ankündigungen) Ort: Bahnhof Köln-Mülheim, dort Vorplatz, Frankfurter Strasse,Köln-Mühlheim

TAG X

  • Hamburg-Wilhelmsburg: Kundgebung/Mahnwache vor der Umweltbehörde an der S-Bahn-Station Wilhelmsburg
  • Hamburg-Veddel: Mahnwache in Sichtweite der Abfahrt des Zuges aus dem Güterbahnhof Hamburg-Süd
  • Buchholz i. d. Nordheide: Mahnwache 18 – ca. 24 Uhr, Bahnhofsvorplatz Bahnhofstraße
  • Bremen: ab 18 Uhr Anlaufpunkt am Bahnhof Bremen/Mahndorf (Endstation Straßenbahnlinie 1)
  • Münster: Mahnwache
  • Köln: Mahnwache
  • Bonn-Beuel: Mahnwache am Bahngleis oder vor dem Bahnhof
  • Deutsch-Französische Grenze in Perl: Protestaktion in Perl. Treffpunkt ist  der Bahnhof Perl, ab 10:00 Uhr.

ALARM Verteiler

Um dich in die Alarmliste einzutragen, sende deine Mobilnummer und/oder Mailadresse an sms [ätt] atomtransporte-hamburg-stoppen.de (PGP-Schlüssel au der Seite  unten). Du erhältst dann eine SMS und/oder Mail sobald bekannt ist, wann der Transport fährt.

Schon jetzt gibt es einen Ticker auf Twitter, der über aktuelle Atomtransporte aus Hamburg nach Frankreich informiert.

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