Ca.10 Atomreaktoren benötigt Frankreich allein um seine Atomanlagen mit Strom zu versorgen (allein für die Urananreicherung sind es 3).
Ein Teil des Stromes wird für die Kühlung von Atomreaktoren eingesetzt. Selbst abgeschaltete Reaktoren müssen gekühlt werden. Das ist aus der Katastrophe in Fukushima bekannt. Und ausgerechnet am Jahrestag dieser Katastrophe geht in der Nieder-Normandie der Strom aus...

In der Normandie gibt es nicht nur die zwei Reaktoren von Flamanville, sondern auch dieWiederaufbereitungsanlage La Hague, wo wärme entwickelnde nukleare Abfälle in großen Mengen gelagert werden - und nebenbei 50 Tonnen Plutonium. Dort gibt es zudem ein Endlager für schwach- und mittel radioaktivem Müll. Und im DCNS-Werk in Cherbourg  werden atomare U-Boote gebaut , dort lagert der Reaktor des "Redoutable" U-Boots.

Und als dies nicht reichen würde, wird in Flamanville ein weiterer 8,5 Milliarden Euro teurer Atomreaktor vom Typ EPR gebaut - und die dazugehörige Hochspannungsleitung mit einer Kapazität von 2 X 400.000 Volt!

Über die Normandie und den Widerstand gegen die dortigen Atomanlagen und den HSL-Bau habe ich zahlreiche Texte geschrieben und einen Radiobeitrag produziert.

Eichhörnchen


Eine Quelle zum Stromausfall in der Normandie