Ich bin Kletteraktivistin und aufgrund einer chronischen Autoimmun-Erkrankung, rheumatoide Arthritis, (geh)behindert (GdB 80). Ich habe kaum Kraft in Beinen  (Gonarthrose IV Grad in beiden Knie) und Armen (schmerzhafte Entzündung der Ellenbogen, Zerstörungen in den Handgelenken) und viele Schmerzen.

Ich klettere trotzdem hoch in die Bäume um gegen Klimakiller zu protestieren, Atomtransporte zu blockieren, etc. In kurzen Videos zeige ich wie ich mit dem Handicap umgehe und Wege finde, meine Leidenschaft, das Klettern, mit politischem Engagement zu verbinden.

Dies soll eine Inspiration für andere Betroffenen sein. Mit Kreativität ist trotz Handicap Vieles möglich.

In diesem Video geht es um eine Klettertechnik am Einfachseil mit Klemmknotenlift. Das geht ohne große Kraftanwendung.

Diese Anleitung richtet sich an Menschen mit vorhandenen Kletterkenntnissen, die Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung das Baumklettern beibringen möchten oder selbst ausgebildete Kletter*innen sind, es wegen körperlicher Beeinträchtigung jedoch nicht mehr wie früher schaffen, hoch zu kommen.

Je nach Handicap ist die Technik anpassbar. Ich stehe für Rückfragen zur Verfügung.

http://www.eichhoernchen.ouvaton.org/...


Ich bin kein Video-Profi, es sollte aber trotzdem nützlich sein, denke ich.
Meine Schmerzen schwanken innerhalb eines Tages und von Tag zu Tag stark. Die Krankheit verläuft schubweise und ein Schub kann mehre Wochen bis mehrere Monate andauern. Ich bin dabei auf viel Unterstützung im Alltag angewiesen, kann mich abends nicht selbstständig anziehen und habe bereits beim Tee-Trinken Schwierigkeiten die Tasse in der Hand zu halten. Aber Klettern geht mit der Technik und Leidenschaft (fast) immer :-)

Kolumne: anders sein

Ich leide seit 2004 an chronische rheumatoide Arthritis (Autoimmunkrankheit, schmerzhafte chronische Gelenkentzündung). Der Verlauf meiner Erkrankung gilt als schwer beeinflussbar. Auf dem Papier habe ich einen Grad der Behinderung von 80 mit Merkzeichen G und B. Aber was heißt „Behinderung“ im Alltag? Das ist nicht auf eine Plastikkarte mit der Aufschrift „Schwerbehindertenausweis“ zu reduzieren! „
Ich berichte in dieser Kolumne „anders sein“  über den Kampf um eine adäquate Schmerzbehandlung, über meine Erfahrungen als Schwerbehinderte und den Umgang der Gesellschaft damit. Manche Texte richten sich an „gesunde“ Menschen, es geht um Vermittlung, weil „gesunde“ Menschen sich in den Alltag chronisch kranker Menschen nicht hineinversetzen können. Andere Texte, können anderen Betroffenen Ideen für ihren eigenen Kampf gegen die Krankheit und die Mühlen des bürokratischen Gesundheitssystems nützlich sein.