eichhörnchen l'écureuille

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vendredi 24 juin 2016

HH - 2 Uranzüge innerhalb einer Woche

Am 20. und 23. Juni 2016 wurden in Hamburg 2 Atomtransporte gesichtet.

Der erste Uranzug hatte 22 Uranerzkonzentrat Container (Yellow Cake) geladen und verließ den Güterbahnhof auss dem Süd-West-Terminal von C. Steinweg kommend am 20.  Juni um 19:35 Uhr. Er wurde anschließend am 21. Juni um 00:25 Uhr in Buchholz bei seiner Durchfahrt beobachtet.

Der zweite Uranzug hatte 6 Uranerzkonzentrat Container (Yellow Cake) geladen und verließ - ebenfalls vom Süd-West-Terminal kommend - den Süd-West-Terminal von C. Steinweg am 23.  Juni um 19: Uhr. Er wurde anschließend am 21. Juni um 00:20 Uhr in Buchholz bei seiner Durchfahrt beobachtet.

Die Weiterfahrt erfolgt(e) über Maschen, Münster, Haagen, Köln, Bonn, Trier, Dijon, Valences, Montpellier nach zur AREVA-Uranfabrik in Narbonne Malvési (Süd-Frankeich).

Das Uran stammt aus Namibia und wurde mit einem Schiff der Hamburger Reederei MACS nach Hamburg befördert und auf dem Süd-West-Terminal der Firma C. Steinweg umgeschlagen.

Yellow Cake oder Uranerzkonzentrat ist der Rohstoff zur Fertigung von Brennelementen für AKWs weltweit - oder für den Bau von Atombomben. Atomkraftgegner*innen beobachten regelmäßig diese Transporte, die am Anfang der Atomspirale in Europa stehen. Hin un wieder führen sie Aktionen durch, um die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen - wie zuletzt den 3-stündigen Stopp eines Uranzuges in Buchholz am 6. April 2016  durch eine Kletteraktion

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jeudi 23 juin 2016

Bure - Waldbesetzung gegen atomares Endlager dauert an

Die Waldbesetzung in Mandres-en-Barrois gegen das Atommüllendlager CIGÉO dauert an. Für kommenden Sonntag wird zu einer Widerstandparty im Wald aufgerufen - um die einwöchige Besetzung zu feiern und Energie für den weiteren Widerstand zu tanken. Die AktivistInnen vor Ort freuen sich weiterhin auf Besuch, denzentrale Aktionen, Solierklärung, Spenden, pp...

Das Gesetz, das den ersten Bauabschnitt von CIGÉO unter dem Deckmantel der "industriellen Forschung" ermöglichen soll, soll am 11. Juli in der Assemblée Nationale verabschiedet werden. Der Abgeordnete, der das Gesetz dort vorstellen wird und von der Kommission "Nachhaltige Entwicklung" der Assemblé dafür gewählt wurde, heißt Christophe Bouillon. Er ist zugleich Präsident der ANDRA, der Nationalagentur zur Entsorgung von radioaktivem Atommüll, die für die Umsetzung von CIGÉO verantwortlich ist. Ein Zufall, heißt es im Parlament.  Antiatominitiativen denunzieren hier ein Interessenkonflikt und protestieren mit einem offenen Brief.

Ich übernehme die heutige Mitteilung von ROBIN WOOD, der Verein solidarisiert sich mit dem Widerstand in Bure.

Und hier zuvor, der Hinweis auf ein Interview von Radio Dreickland mit einem Aktivisten in Bure

* Atommüllendlager Bure in Lothringen stoppen!

* ROBIN WOOD solidarisiert mit EinwohnerInnen, Antiatom-Initiativen und WaldbesetzerInnen

* Widerstandsparty am kommenden Sonntag im besetzten Wald von Mandres-en-Barrois

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lundi 20 juin 2016

Bure – Waldbesetzung gegen den atomaren Kahlschlag

Der Waldsparziergang gegen den atomaren Kahlschlag in Mandres-en-Barrois bei Bure (Lothringen, Meuse Département) an diesem 19. Juni 2016 endete mit der Neubesetzung des Waldes. Die ANDRA, Nationalagentur zur Entsorgung vom radioaktiven Atommüll, hatte  - obwohl für das Endlagerprojekt noch keine Baugenehmigung vorliegt - am 6. Mai 2016 mit dem Kahlschlag für das atomare Endlagerprojekt Namens CIGÉO begonnen, Stacheldrahtzäune und eine Plattform zur Koordination der Waldarbeiten errichtet.  CIGÉO steht für das „französische“ industrielle Tief-Endlager für hoch radioaktivem Müll. Es wird aber gemunkelt, dass hinter den Kulissen Atomindustrie und atom verfilzte Politiker*innen von einem internationalen Tieflager für hoch radioaktivem Atommüll träumen – günstig in Grenznähe gelegen - um den Widerstand zu erschweren.
Einwohner*innen und Atomkraftgegner*innen verschafften sich mit diversen Spaziergängen einen Überblick über das Ausmaß der Zerstörungen und riefen für den 19. Juni zu einer großen Waldwanderung mit Picknick aus. 250 Menschen trafen sich im Wald zusammen. Die errichteten Zäune wurden heruntergerissen, die Plattform der ANDRA zerstört und eine Widerstandshütte errichtet. Es folgte die Erklärung, der Wald sei nun besetzt. Die Besetzer*innen freuen sich über Unterstützung, sei es durch Besuche vor Ort, dezentrale Aktionen oder Solierklärungen. Sie kündigen unter dem Stichwort #ETE D'URGENCE und #OCCUPYLAMEUSE einen Sommer des Widerstandes in Bure an.

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dimanche 19 juin 2016

Bure: Appel à soutenir l'occupation de la forêt contre CIGÉO

La grande randonnée du jour à Mandres-en-Barrois s'est transformée en occupation de la forêt. Les occupantEs comptent bien rester jusqu'à l'abandon de la poubelle nucléaire et appellent à venir soutenir l'occupation et à un été de résistance antinucléaire! Je reprends ici l'appel rédigé collectivement pas les occupantEs.

Barricade (Photo vmc)

préau Mandres en Barrois, Photo vmc

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mercredi 15 juin 2016

Auf nach Bure gegen den atomaren Kahlschlag!

Aufruf zum Waldspaziergang gegen den atomaren Kahlschalg am 19. Juni 2016 in Mandres-en-Barrois bei Bure.

Vor einem Monat  wurde über das Vorhaben der französischen Regierung, die Entsorgung von hoch radioaktivem Müll in tiefen geologischen Schichten in Bure (Lothringen, ca. 120 Km von der deutschen Grenze entfernt) unter dem Deckmantel der „industriellen Forschung“ durchzusetzen. Das Gesetz hat den Senat passiert, die Abstimmung der Assemblée Nationale steht noch an. Damit wäre die erste industrielle Phase von CIGEO mit dem Bau von 40 Kilometern unterirdischen Stollen, wie das Entsorgungsprogramm heiß, im Kasten.
Baugenehmigung oder nicht: die ANDRA (Agentur für die Atommüllentsorgung), die für die Durchführung des Projektes vor Ort verantwortlich ist, schert sich wenig um die gesetzlichen Voraussetzungen. Die Bauarbeiten sind bereits zu Gange. Im Wald von Mandres-en-Barrois wird gerodet, Stacheldrahtzäune lang gezogen.
Dies geschieht nicht ohne Widerstand von EinwohnerInnen und AtomkraftgegnerInnen vor Ort. Dieser nimmt seit dem internationalen antikapitalistischen Antiatomcamp vom vergangenen Sommer fahrt auf. Der ehemalige Bahnhof von Luméville an der künftigen CASTOR-Strecke, hat sich neben dem Haus des Widerstandes in Bure (Bure Zone Libre) zu einem wichtigen Stützpunkt des Widerstandes etabliert. Der Widerstand organisiert sich.
Als Antwort auf den Start der Bauarbeiten wurde zum bäuerlichen Widerstand aufgerufen  (Collectif Terres de Bure) und Felder der ANDRA mit Bio-Saatgut bestellt. 500 m² Kartoffel und 1 Hektar Gerste und Hafer wurde gepflanzt. Am 5. Juni versammelten sich 1 000 Menschen zur Marsch der 200 000 Schritten. Vergangene Woche wurden die Rodungsarbeiten durch Waldspaziergänge gestört. Und es soll nun weiter gehen. Mit einem großen Widerstandstag im Wald von Mandres-en-Barrois am 19. Juni 2016. Die Widerständigen rufen darüber hinaus zu einem „#été d'urgence“ auf. Auf Deutsch „#Sommer des Ausnahmezustandes“, in Anspielung auf den im Zuge der Anschlägen von November in Paris ausgerufenen Ausnahmezustandes und die dazugehörige willkürliche Repression von politischem Protest im ganzen Land.
Die Menschen vor Ort freuen sich auf tatkräftige Unterstützung und (auch dezentrale) Soliaktionen. Vor Ort ist Platz für Viele(s)!

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mardi 14 juin 2016

Eté d’urgence nucléaire - Tou-te-s à Bure contre l'ANDRA et CIGEO

Je reprends un appel venu de la région de Bure où les travaux de CIGEO, projet d'enfouissement des déchets nucléaires, ont démarré avant même que la loi sur CIGEO ne soit passée à l'assemblée nationale. Suite au camp anticapitaliste antinucléaire de l'an passé, la résistance s'organise sur le terrain: Gare de Luméville et Maison Bure Zone Libre comme points de chute de la résistance, semis-radieux sur les terres de l'ANDRA, Promenades dans les bois... Les coupes ont débuté dans la forêt de Mandres-en-Barrois. Les habitant-e-s résistent et ont besoin de soutien dans toute sa diversité!

Voici ci-dessous l'appel à agir le 19 juin prochain en forêt: "À Bure nous n'irons plus aux champignons"

Sur les pages web de différents groupes il a des compte rendus d'actions de ces dernières semaines en images et cela va continuer: http://vmc.camp ; http://burestop.free.fr ; https://burezonelibre.noblogs.org ; article de Reporterre

Tout-e-s à Bure! Solidarité avec la résistance!



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mardi 7 juin 2016

Désobéissance civile de masse contre le charbon en Allemagne

L'initiative „Ende Gelände“ avait appelé à des actions de désobéissance civile contre les mines de charbon à ciel ouvert dans l'est de l'Allemagne, Région de la Lausitz près de Cottbus. Les actions s'inscrivaient dans le cadre des initiatives internationales « break free ». Après les actions contre les mines de Charbon de l'entreprise RWE dans le bassin Rhénan l'an passé, les actions visaient l'entreprise Suédoise Vattenfall qui a l'intention de vendre ses mines de Charbon déficitaire pour ainsi se défaire de sa responsabilité pour les dégâts environnementaux causés pas l'exploitation des mines. L'entreprise tchèque candidate au rachat des mines est peu fiable. Il s'agit avant tout de l'opération financière douteuse d'un entrepreneur connu pour les magouilles financières. J'ai participé à une action de l'association d'action pour l'environnement Robin Wood en soutien à l'initiative « Ende Gelände » et prends maintenant le temps d'un petit compte rendu en français. Nous sommes descenduEs en rappel d'un pont de voie ferrée et avons ainsi pendant 30 heures bloqué 3 voies ferrées menant à la centrale à charbon de Vattenfall.

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lundi 30 mai 2016

Atomumschlagfirma nimmt Strafantrag gegen Umweltaktivist*innen zurück

Quelle: nirgendwo.info

* Verfahren gegen Atomkraftgegner*innen nach Inspektionsaktion im Hamburger Hafen eingestellt

* Weiterer Atomtransport unterwegs – Aktivist*innen kündigen weiteren Widerstand an

Im August 2014 inspizierten ca. 30 Atomkraftgegner*innen unangekündigt das Gelände der Firma C. Steinweg, die regelmäßig an Atomtransporten im Hamburger Hafen beteiligt ist. Das Uranerzkonzentrat welches C. Steinweg umschlägt, wird vom Schiff auf Güterzüge umgeladen und über mehrere deutsche Städte nach Narbonne in Süd-Frankreich in die Konversionsanlage transportiert. Das umgeschlagene Urankonzentrat wird in mehreren Verarbeitungsstufen zu Brennelementen zur Versorgung von Atomanlagen weltweit verarbeitet.

Auf dem Gelände befanden sich am Tattag 51 Urancontainer aus Namibia, Kasachstan und Usbekistan. Unregelmäßigkeiten bei der Lagerung und beim Transport der atomaren Fracht sowie Falschangaben des Hamburger Senats wurden durch die Aktion öffentlich gemacht. Vor Gericht standen aber nicht die für diese Vertuschungen Verantwortlichen, sondern die Aktivist*innen. Sie mussten sich auf Grund eines Strafantrages der Betreiberin vom Süd-West-Terminal C. Steinweg vor Gericht verantworten. Zahlreiche Menschen bekundeten ihre Solidarität und beschwerten sich mit Protestbriefen bei C. Steinweg.

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vendredi 27 mai 2016

MACS-Schiff Golden Karoo löscht Uran im HH Hafen

Das Schiff der Hamburger Reederei MACS "Golden Karoo" hat am Donnerstag den 26. Mai 2016 gegen 22 Uhr am Südwest-Terminal der Umschlagfirma C. Steinweg angelegt. Im Laufe der Nacht zum 27. Mai wurden mindesten 21 Uranerzkonzentrat Container gelöscht.Das Uran stammt aus Namibia und es ist in den kommenden Tagen (vermutl. am Montag 30.5.) mit dem Weitertransport zur AREVA-Uranfabrik nach Narbonne in Südfrankreich zu rechnen. Die Container sind überwiegend dunkelblau mit der Aufschrift CATU. Einige sind ro(s)tbraun. Sie wurden im Gegensatz zu den sonstigen Beobachtungen auf betriebseigene Auflieger gesetzt.

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jeudi 26 mai 2016

Der lange Weg zum Cannabis als Medizin

Nach jahrelangem Kampf gegen die Schmerzen bin ich heute im Besitz einer Genehmigung für Cannabis als Medizin aus der Apotheke. Ich berichte hier über meine Erfahrung – für andere Betroffenen, die vielleicht diesen Weg wagen möchten und zur Sensibilisierung von „gesunden“ Menschen zu diesem Thema. Es ist kein Kiffen auf Rezept, nein! Es geht um Schmerzlinderung und Lebensqualität. Der Weg dahin war beschwerlich und verdammt teuer, aber wenn man Schmerzen hat...

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dimanche 22 mai 2016

Finnland: Polizei Überfall auf das Stop Fennovoima-Antiatom-Camp

Am 28.04. um 15:00 Uhr näherte sich Polizei in Gestalt von Aufstandsbekämpfungseinheiten und einer Hundestaffel dem Camp. Bei den anschließenden Polizeiaktionen, wurde von der Polizei gezielt mit Gummigeschossen auf die Atomkraftgegner*innen geschossen.  Wir berichten über Hintergrund, Widerstand, Polizeiaktion und unterstützen solidarisch die finnischen und internationalen AtomkraftgegnerInnen in Pyhäjoki

Ich übernehme den zusammenfassenden Hintergrundartikel sowie die Solierklärung von Anti-atom Berlin.

Hintergrund

Im Jahr 2014 beschloss die finnische Regierung den Neubau eines 6. Atomkraftwerks in der Kommune Pyhäjoki auf der Halbinsel Hanhikivi am Ufer des bottnischen Meerbusens.
Errichtet und betrieben wird die Anlage von der Firma Fennovoima, die zwei Besitzer hat: Finnish Voimaosakeyhtiö SF (66%) und RAOS Voima, eine finnische Tochtergesellschaft von Rosatom (34%). Die finnische Fennovoima wird die Betreiberin und Lizenzhalterin sein und ist verantwortlich für das Kraftwerk. Rosatom wird den Reaktor bereitstellen. Es handelt sich um einen Druckwasserreaktor AES-2006 (WWER-1200) mit 1200 MW. Fennovoima wurde 2007 von finnischen stromintensiven Unternehmen und Kommunen gegründet . Die Besitzer werden Strom zum Selbstkostenpreis im Verhältnis zu ihren Besitzanteilen erhalten. Laut .ausgestrahlt handelt es sich hierbei um verdeckte Dividenden, für die keine Steuern gezahlt werden müssen. „Unternehmensgewinne, die in die Stromproduktion investiert werden, sind steuerfrei. „Mankala“ heißt dieses Modell und „Mankala spielt eine zentrale Rolle bei unseren Investitionsentscheidungen“, betont TVO-Vizedirektor Risto Siilos.“ - Übersichtsgrafik - Atomkraft in Finnland (.ausgestrahlt)

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Jülich - Protest gegen geplante Castortransporte

PM der Aktionsbündnis zur Kundgebung gegen Castortransporte gestern in Jülich.  Meine  Lesung fand im Anschluss auf Grund des wunderschönen Wetter unter freiem Himmel statt im Kulturbahnhof statt. War ganz nett. Bilder sind vom Eichhörnchen.

Symbolische Inspektion der Castor- Transportstrecke von Jülich  nach Ahaus.

Erfolgreiche Abschlusskundgebung in Jülich.

Landesweit haben heute rund 70 Atomkraftgegner und Atomkraftgegnerinnen an der zentralen Abschlusskundgebung auf dem Jülicher Schlossplatz teilgenommen. Sie protestierten damit gegen drohende Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus quer durch NRW. Ein breites bundesweit und international aufgestelltes Bündnis aus Anti- Atomkraft- Initiativen hatte zur symbolischen Inspektion der Castor-Transportstrecke aufgerufen. Im Zentrum der Kritik stand die rot-grüne Landesregierung, der Tatenlosigkeit im Umgang mit den 152 Castoren aus Jülich vorgeworfen wurde.

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vendredi 20 mai 2016

Demonstration gegen das geplante Atommülllager in Bure

Marsch der 200 000 Schritte – 5. Juni 2016

Im Lothringischen Bure, unweit von der Deutschen Grenze zwischen Bar-le-Duc und Joinville plant die französische Regierung die Einrichtung eines unterirdischen Lagers für hoch radioaktiven Atommüll. Das Projekt trägt den Namen Cigéo, das steht für industrielles geologisches Zentrum zur Lagerung von Atommüll. Mehre hundert Kilometer unterirdischer Stollen sollen gebaut werden. Der französische Senat hat am 17. Mai 2016 den ersten Bauabschnitt per Gesetz beschieden. 40 Kilometer Stollen werden zu „industriellen Forschungszwecken“ gegraben und kurz darauf soll der erste Atommüll eingelagert werden.

Die Gegend um Bure ist dünn besiedelt. Allmählich brodelt es aber in den Dörfern. Neben dem seit über 10 Jahren bestehenden Haus des Widerstandes in Bure, gibt es nun den Bahnhof in Luméville. Dort fand im Sommer 2015 ein internationales Widerstandscamp mit ca. 800 TeilnehmerInnen statt. Der Ort hat sich seitdem zu einem bedeutsamen Platz für Widerstandstreffen entwickelt. AktivistInnen leisten Widerstand, indem sie die Acker der Andra (Nationalagentur zur Entsorgung des Atommülls) mit Saatgut bestellen. Es finden regelmäßig Widerstandswochenenden statt.

Am 5. Juni 2016 findet das nächste große Ereignis statt. Die Widerständigen freuen sich über rege Beteiligung und Unterstützung – auch aus Deutschland.

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Notstandsgesetzgebung in Frankreich erneut verlängert – Willkür geht weiter

Die französische Nationalversammlung hat am gestrigen Tag, nach dem Senat vergangene Woche, die Verlängerung der Notstandsgesetzgebung bis Ende Juli 2016 beschlossen. Der Ausnahmezustand gilt also weiterhin und die Willkür geht weiter. Ob DemonstrantInnen gegen die Arbeitsreform oder Atomkraftgegner die gegen das neue Endlagergesetz kämpfen, viele bekommen dies zu spüren.
 
Jüngste Nachrichten aus dem Willkürstaat: Der französische Staat traut sich nicht – wie bei der COP im November 2015 – die Demonstrationen gegen die Arbeitsreform zu verbieten. Das Gesetz sieht  massive Verschlechterungen von Arbeitsbedingungen vor. Anders als bei Umweltprotesten gehen in Frankreich traditionell Hunderttausende von Menschen auf die Strasse, wenn es um sozialen wie Renten oder auch Arbeitsmarktreformen Belangen geht. Solche Massenproteste können praktisch nicht verboten werden. Der französische Staat greift also zu anderen Mittel, um die Menschen einzuschüchtern. Das Gesetzt wird mit dem § 49-3 durchgesetzt, um die parlamentarische Debatte und Änderungsanträge aus dem Weg zu gehen.  Die Regierung sagt, sie wird ihr Vorhaben nicht aufgeben, die Menschen sagen, sie werden die Straße solange nicht verlassen bis das Gesetz zurück genommen wird. „Nuit debout“ ist zum Symbol des Widerstandes geworden (1). Die französische Regierung versucht die Menschen einzuschüchtern und zur Aufgabe des Protestes zu bewegen. Zum Beispiel durch Polizeigewalt und willkürliche Verhaftungen. Demonstrationen gegen Polizeigewalt werden wiederum durch die Präfektur verboten – wie zum Beispiel am 18. Mai – Polizeigewerkschaftler durften dagegen unbehelligt gegen den „ Anti-Bullen-Hass“ demonstrieren (2).

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lundi 16 mai 2016

Ende Gelände - vielfältiger Protest gegen die Kohlekraft

Ich komme aus der Lausitz mit gemischten Gefühlen zurück. Es ist beeindruckend, was 3000 Menschen die sich den Kampf gegen die Kohlekraft und den zivilen Ungehorsam auf die Finger geschrieben haben, bewegen können. Der Protest von "Ende Gelände" war sehr vielfältig. Die Bagger im Tagebau standen bereits vor Beginn der Aktionen auf Grund der angekündigten Protesten still. Hunderte stürmten die Grube, besetzen die Bagger und breiteten die Banner aus. Die Züge standen kurz darauf auf Grund von Blockaden der Kohlebahnen still - selbst das Kraftwerkgelände wurde gestürmt. Ob Sitzblockade, Ankettaktion oder Kletteraktion: der Protest zeigte sich vielfältig. Die Botschaft war klar: Nicht verkaufen, sondern stilllegen. Und: wer das Kohlegeschäft kauft, erntet Widerstand. Die Protestaktionen richteten sich gegen die Kohlekraft und den Verkauf des Kohlegeschäfts durch Vattenfall an einem tschechischen Unternehmen.

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mercredi 11 mai 2016

Bure – neuer Versuch der Genehmigung eines atomaren Endlagers unter dem Deckmantel der Forschung

Plakat Widerstandswanderung Bure Französische AtomkraftgegnerInnen rufen zu Protestaktionen gegen das neue Gesetz zur Endlagerung radioaktiver Abfälle in Frankreich auf. Das Gesetz „Longuet“ wird am 17. Mai im Senat (= Bundesrat) vorgestellt. Im Gesetzestext ist lediglich die Rede von Forschung, einer neuen „phase pilote“. Wer sich mit den Einzelheiten des Gesetzestextes auseinandersetzt, stellt aber schnell fest: das industrielle Entsorgungszentrum für hoch radioaktivem Atommüll Namens CIGEO (industrielles geologisches Zentrum) in der Ortschaft Bure soll dadurch ohne großem Aufwand genehmigt werden.

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mardi 10 mai 2016

Der Atomlobby auf's Dach gestiegen

Die BesucherInnen der Jahrestagung des Deutschen Atomforums wurden heute früh in Hamburg mit Protestbotschaften empfangen. Robin Wood AktivistInnen seilten sich mit Protestbannern vom Dach des Tagungszentrum ab. Die erfolgreiche Aktion verlief entspannt und wurde nach ca. 3 Stunden beendet.

Atomtod made in Germany

ROBIN WOOD-AktivistInnen demonstrieren heute gegen die Jahrestagung Kerntechnik des Deutschen Atomforums, die am Morgen im Hamburger Congress Center (CCH) beginnt. Zwei KletterInnen seilten sich vom Dach ab, entrollten an der Fassade Banner mit einem Atom-Totenkopf und dem Slogan "Urantransporte stoppen! Sofort!" und protestieren so gegen das Treiben der Atomlobby. Sie fordern die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen, den Stopp sämtlicher Atomtransporte, die vollständige Kostenübernahme der Energiekonzerne für die Abwicklung der Atomindustrie und die Aufklärung von Verstrickungen zwischen Politik und Atom-Lobby.

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dimanche 8 mai 2016

Widerstand gegen AKW-Bau in Finnland - und Repression

Ich übernehme Informationen aus Finnland - Die widerständigen Menschen dort brauchen Unterstützung! Danke an die Menschen, die die Informationen übersetzt haben!

Atomkraftwerk Pyhäjoki – Blockade der Bauarbeiten – Gewaltsame Campräumung

In Pyhäjoki in Finnland entstand letzte Woche in der Nähe der Baustelle für ein Atomkraftwerk ein Aktionscamp von Atomkraftgegnern. Das neue Atomkraftwerk wird von einer russisch-finnischen Unternehmensgruppe erstellt. Die Polizei hat am Donnerstag und Freitag die Teilnehmer des Camps sehr gewalttätig angegriffen und dabei die Gegner verwundet. Gemäß der letzten Nachricht sind weiterhin 9 Personen für ungewisse Zeit im Gefängnis. Ein Aufruf zur Unterstützung wurde veröffentlicht.

Die Texte (recits) der Anwesenden vor Ort sind zur Verfügung unter:
https://fennovoima.no.com/en/

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Die Erforschung der Wahrheit ist nicht erforderlich – Urteil im S21-Rathausprozess

Der 5. und letzte Prozesstag im Stuttgarter Rathausprozess am 4. Mai 2016 bescherte den Prozessbeteiligten keine Überraschung. Richterin Löhner setzte weiterhin auf eine fragwürdige Verhandlungsführung und begegnete Angeklagten und VerteidigerInnen mit offensichtlichem Desinteresse. Das Szenario der Theater Aufführung war bereits geschrieben und es war klar, dass diese mit einer Verurteilung der Angeklagten enden würde – trotz miserabler Beweislage und zahlreichen ungeklärten Rechtsfragen.

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lundi 2 mai 2016

Das Stuttgarter Landrecht der Richterin Löhner...

… oder: schöpferische Rechtsfindung

Vor dem Stuttgarter Amtsgericht läuft derzeit gegen 2 Angeklagten der so genannte Rathausprozess im Zusammenhang mit dem Protest gegen S21 und der Stadtpolitik. AktivistInnen veranstalteten ein Bürgerparlament im großen Sitzungssaal des Rathauses im Anschluss an einer öffentlichen Veranstaltung. Das soll Hausfriedensbruch sein. Die „Tat“ um die es in diesem Prozess geht, liegt bereits 4 Jahre zurück. Und die Angelegenheit könnte schon längst Geschichte sein, würden Stuttgarter Politik und Justiz etwas Vernunft zeigen und sich mindestens an die eigenen Gesetze halten.

Das Großprojekt Stuttgart 21 ist von Täuschungen, Trickserei und Lügen geprägt. Damit setzte ich mich in meinem 2014 erschienenes Buch in einem Text zu Stuttgart 21, „Die große Täuschung“, auseinander. Vor Gericht geht es nicht anders zu Sache.

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